Lausse The Cat erschafft auf seinem neuen Album eine Traumwelt, in der sein Jazz-Hip-Hop mit Einflüssen von Bossa Nova, Drum and Bass und pittoresken Adlibs verschmilzt. Das Album wirkt wie eine vielschichtig produzierte Gute-Nacht-Geschichte, bei der Songwriting und detailverliebte Produktion in andere Sphären eintauchen lassen.
Dies gelingt Lausse durch sein Alter Ego The Cat, das sich auf dem Album mit Themen wie Einsamkeit, fehlenden Perspektiven und emotionaler Unruhe auseinandersetzt. Getragen werden diese schemenhaft poetischen Gedankengänge von sanften Saxofonsoli, sehnsuchtsvoll klingenden Trompeten und kindlich verspielten Xylophon-Einsätzen. Obwohl die Grundbeats oft reduziert bleiben, sind es genau diese instrumentalen Ausbrüche sowie der immer wieder auftauchende lyrische Sprung ins Französische, die dem Album seine intensive Verträumtheit verleihen.
Besonders deutlich wird das im Track »The Midnight Hour«: Über zehn Minuten entfaltet sich ein Interplay aus Sprachen, klirrenden, donnernden und miauenden Lautmalereien sowie symbolträchtigen Formulierungen. Gerade in dieser Vielschichtigkeit liegt die Stärke von The Mocking Stars: Am besten funktioniert es über Kopfhörer, weil sich erst dort zeigt, wie sorgfältig Lausse The Cat Atmosphäre, Sprache und Produktion ineinanderschiebt.

The Mocking Stars