Review

R. Stevie Moore

Ariel Pink’s Picks Vol. 1

Personal Injury • 2015

Dem Lo-Fi-Zampano wird in den letzten Jahren langsam die Anerkennung zuteil, die er schon längst verdient hat: als eine Art sträflich ignorierten Heimstudio-Zappa, und das sowohl was die Musik als auch den Humor und die Produktivität betrifft. Nach einer selbst kompilierten Zusammenstellung (»Personal Appeal«) und einer Art Best Of (»Lo Fi Hi Fives«) wird nun diese Songauswahl von Ariel Pink, die bereits 2011 in limitierter Auflage erschien, wiederveröffentlicht. Moore, der seit fast fünf Jahrzehnten ein gigantisches musikalisches Werk schafft, das seinesgleichen sucht, ist Pink erst Inspiration, dann Mentor, später Mitmusiker und schließlich Freund. Bei sage und schreibe über 400 Alben ist es nachvollziehbar, dass Ariel Pink sich auf den Zeitraum 1973-84 beschränkt. Als ähnlich kauziger Eigenbrötler mit dem goldenen Händchen für Melodien fiel es ihm sichtlich leicht, eine gute Mischung zwischen eingängigem Westcoast-Pop wie »Come My Way«, verschrobenem Anti-Hit (»My Bad Music«) und eher Experimentellem zu finden. Trotz unzähliger anderer Compilations ist der Großteil der hier versammelten Songs sonst nirgends vertreten und erscheint nun erstmals frisch remastert auf Vinyl. Sowohl als Einstieg, Überblick als auch Ergänzung für R.-Stevie-Jünger und solche, die es werden wollen, sind diese 17 Songs nur zu empfehlen.

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R. Stevie Moore
Ariel Pink's Picks Volume 1
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