Yulun bewegt sich im Zwischenraum von House und Techno – subtil, schwebend und doch klar auf die Tanzfläche ausgerichtet. Genau in dieser Durchlässigkeit liegt die Stärke der drei Tracks von Sam Goku, die Clubmusik nicht über Druck, sondern über Atmosphäre und Bewegung definieren. Dass er damit nun auf Marie Montexiers Label Paryìa veröffentlicht, wirkt wie eine stimmige Fortsetzung dieser Ästhetik.
Der Münchener DJ und Produzent entwirft einen Sound, der in der Schwebe liegt, aber von einem stabilen Puls getragen wird. Dunst und Hall umhüllen die Strukturen, während sich melodische Fragmente und perkussive Details langsam entfalten. Die Tracks bleiben tanzbar, ohne die Komposition zu überfrachten.
Das zeigt sich besonders im perkussionsreichen Titeltrack, der von wiederkehrenden Glockenimpulsen getragen wird, während sich im Hintergrund Schicht um Schicht aufbaut. Gelegentliche Pianoklänge geben Orientierung in den verschwommenen Texturen. »Irises« und »Fluo« setzen stärker auf treibende Drums und warme Melodielinien. In diesen sorgfältig strukturierten Layers und hypnotischen Wiederholungen zeigt sich, dass subtil nicht harmlos bedeuten muss – sondern eine eigene Form von Intensität entfalten kann.

Yulun