Review

sir Was

Says Hi EP

City Slang • 2016

Der Weg, den Joel Wästberg bisher beschritten hat, um schließlich als sir Was mit der EP »Says Hi« zu debütieren, ist so ungewöhnlich wie beeindruckend. Aufgewachsen im westschwedischen Kaff Frillesås führte sein Weg über das Saxophon zum Schlagzeug, über Göteborg nach Durban, von da durch Mosambik und Simbabwe, um schließlich all die dabei aufgeschnappten Eindrücke und Einflüsse msuikalisch zusammen zu führen. Gleich mit seinem allerersten Song »A Minor Life« überzeugte er dann nicht nur City Slang, sondern gleich weite Teile der geneigten Pop-Hörerschaft. So atmosphärisch und treibend, aber gleichzeitig zurückgelehnt und in sich ruhend geht es auf der EP nach diesem ersten Stück weiter. Der Sound ist reich an Texturen und Ideen, gleichzeitig aber gut austariert und nie überkandidelt. Dabei hat der kleine sir Was Rap-Parts wie auf »Falcon« genauso drauf wie seine Kopfstimme unter Kontrolle. So macht er es sich zwischen allen Stühlen bequem und verwehrt sich damit einer klaren Genre-Zuordnung, wenn er Säusel-Pop mit Hip Hop-Beats unterfüttert und R’n’B-Gesang mit Folk-Melodien kombiniert. Gerade auch als erstes musikalisches Statement klingt die »Says Hi EP« erstaunlich souverän und macht schon gehörig Lust auf ein ganzes Album.

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