»I wanted to create a journey within each track, like something alien emerging from emptiness – beauty from chaos«, sagt Slikback über Attrition, sein erstes Album für Planet Mu. Der aus Nairobi stammende und heute in Polen lebende Produzent bleibt sich dabei treu: Schon seine früheren Releases für Hakuna Kulala, PAN oder Tempa lieferten dekonstruierte Clubsounds, die nur gelegentlich auf Empfänglichkeit zielten.
Attrition funktioniert ähnlich. Der Opener »Snow« wiegt noch sanft im Ambient-Modus, doch bereits »Taped« rüttelt nervös auf – und abgesehen von zwei ruhigeren Tracks in der Mitte gibt das Album keine Verschnaufpause mehr. Diese wenigen kontemplativen Momente bleiben kaum im Gedächtnis. Stattdessen bohrt sich das aggressive Klanggemisch tief ins Nervensystem: eine hochdichte Fusion aus Gqom, abstraktem Trap und Grime, Dubstep, Footwork, vertracktem Techno, Drum & Bass und Noise.
Slikback greift auf den Computer als kreatives Befreiungsinstrument zurück, das digitale Produktionstechniken als Spiegel heutiger Lebensrealitäten nutzt. Die Kompositionen überlagern Spielesounds mit harter Dancemusik, meist im Bereich von 140–160 BPM. Sie verdichten globale Bedrohungsszenarien zu klanglicher Hyperrealität – unruhig, intensiv, präzise.

Attrition
