Mit Perfect Crime veröffentlicht Enrico Fierro unter seinem Alias Milord bei dem italienischen Label Periodica Records eine Platte, die den Synthie-Sound der 1980er authentisch einfängt. Die vier Tracks klingen leicht und sommerlich. Nostalgische Synthie-Lines ziehen sich durch, während sich wenige Worte unaufdringlich in die Soundkulisse einweben. Sie sind mit viel Liebe zu einer vergangenen Zeit und zum Detail komponiert. Street Soul trifft hier auf House, texturierte Synthesizer auf subtile New-Wave-Elemente.
»Living In The City«, der Opener, beginnt mit Polizeisirene, über die sich Percussion und 80s-Synthie-Sound legen. Dann setzt ein Saxofon ein. Der Track nimmt mit auf eine Zeitreise und versprüht einen präzise arrangierten Sound, von dem man kaum annehmen würde, dass er 2026 erschienen ist. Die Worte »Living in the City« wechseln sich mit dem Saxofon ab, getragen von der tonangebenden Bassline. Der Song wirkt locker und versprüht sommerlichen Vibe – als würde man an einem heißen Sommertag zum Sonnenuntergang während eines Roadtrips in eine Großstadt einfahren.
Bei »To The Music« trifft Upbeat-Percussion auf eine dynamische Bassline. Synthesizer, Xylofon, Saxofon, Mundharmonika und sogar eine Trillerpfeife greifen ineinander. Die Musik klingt nostalgisch und frisch zugleich. Milord liefert Gute-Laune-Tracks, bei denen man sich ganz automatisch bewegt. Perfect Crime macht eine vergangene Zeit atmosphärisch greifbar. Zwischen Synth-Pop, Street Soul und House entsteht eine Soundkulisse, die nostalgisch klingt, ohne im Vergangenen stecken zu bleiben.

Perfect Crime