Die musikalischen Einflüsse auf »Fractals«, dem dritten Album von Silkie finden sich am ehesten im Dubstep (ja, Dubstep!) aber auch in Grime, George Duke-Jazzrock, Fusion, Funk, Soul, Dub und Psychedelic. Da gibt es knarzende Wabbelbässe, quietschige Funkadelic-Keyboards, gläsern klingender Reggaeakkorde, schwelgerische Chöre, Rhythmen und Electro-Sounds wie einst bei Afrika Bambaataa, fließend ambiente Analog-Synthesizer-Flächen, rappeligen Drum’n’Bass, hochgepitchte Vokal-Schnippsel á la Burial und Schluckauf-R’n’B. Weich, geschmeidig, flüssig und laid back klingen diese elf äußerst melodischen Tracks. Zugleich sind sie aber auch euphorisch, repetitiv, durchgehend treibend und tanzbar. Durch live eingespieltes E-Piano, Rhodes, Strings und elektrischer Gitarre wirkt die Musik nicht nur sehr lebendig, sondern auch einfallsreich und originell, so dass sich auch das Anhören zu Hause über die Kopfhörer geradezu aufdrängt. Somit ist »Fractals«, das wunderbar auf Distals neues Retro-Space-Konzeptlabel Anarchostar passt, ein wunderbar groovendes und gleichzeitig gefühlvolles und durch sein breites Stilspektrum recht zeitloses Album geworden.
Elijah Minnelli
Ball & Socket
Accidental Meetings




