Music Kolumne | verfasst 29.11.2018
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.
Text Kristoffer Cornils, Tim Caspar Boehme, Andreas Brüning, Anna Gyapjas, Christian Neubert, Lars Fleischmann, Florian Aigner, Nils Schlechtriemen, Pippo Kuhzart

Jahresrückblick 2018 Immer mehr entwickeln sich die Compilations zur Königsdisziplin des Jahresrückblicks und womöglich hat das gleich zwei erfreuliche Gründe. Einerseits würdigen immer mehr Zusammenstellungen dem Schaffen von Menschen, die teilweise in Vergessenheit geraten sind – zusätzlich zu den Neuauflagen von empfehlenswerten Alben, die wir in den Reissues des Jahres versammelt haben. Auf der anderen Seite werden Kulturperioden neu erfahrbar gemacht, die in der allgemeinen Aufmerksamkeit sonst vermutlich für immer verloren gegangen wären. Was fehlt aber? Einige starke zeitgenössische Zusammenschlüsse täten vielleicht noch not. Nicht, dass es die nicht gegeben hätte – Lena Willikens allein bewies, dass selbst avanciertestes Diggertum heute auch im E-Mail-Postfach standfinden kann und Kendrick Lamar stellte dem größten Blockbuster-gone-Politikum des Jahres den entsprechenden Soundtrack beiseite. Es geht doch, und zwar vorwärts!


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Chen Yi – The (1978 - 1983)Vinyl LP Nachdem das latent undurchsichtige Label Mélodies Souterraines bereits im Vorjahr den Chen Yi-Song »Rug« aus der Versenkung der Discogs-Geheimbünde herauskramte, legt das 90% Wasser-Imprint nun nach und die erstmals 2006 veröffentlichte Compilation »”The” 1978-1983« neu auf. Der John-Peel-zertifizierte, schmerzhaft unvollendet klingende Proto-Industrial-Wave-Post-Punk der Londoner Kommune, die es über den Entwurf eines Debütalbums nie hinaus geschafft hat, schreibt die britische Musikgeschichte gegen den Strich neu. KC
 

Cyrnai – 1980-1990Vinyl 6LP Man redet sich ja gerne mal ein, man bräuchte Boxsets. Natürlich braucht niemand Boxsets. Scheiße unhandlich, todesspießig, 65% Filler und im Endeffekt so oft im Einsatz wie der Tintenstrahldrucker im Keller. Aber: Dark Entries haben fast den gesamten Katalog von Cyrnai in ein solches gepackt und ja gut, da muss man halt. Wer sich von O Yuki Conjugate manchmal mehr Druck und dem frühen Bryn Jones weniger Repetition gewünscht hätte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass 2018 doch wieder kein Geld für eine Winterjacke übrig bleiben wird. FA
 

Deadline Paranoia – 2/3Vinyl LP Labels to watch: Ongehoord. Der Niederländer Jeroem Vermandere gräbt dafür Kassetten aus irgendwelchen Bunkern aus, und hat mit Narwal dadurch vergangenes Jahr schon ein hammer Compilation veröffentlicht. Dieses Jahr nun zwei von drei Teilen der Deadline Paranoia-Trilogie. Die waren von 1986 bis 1988 in Amsterdam aktiv und haben ihren Shit nur selbstveröffentlicht. Was es ist, ist schnell gesagt aber damit längst nicht erfasst: Musik von voll-bekifften Dudes für vollbekiffte Dudes. Trotz des verschleppten Dubs, der definitiv das Zentrum dieses Sounds ist, ist diese Musik miiiiies ALERT. PK
 

Ingus Bauskenieks – SpokiVinyl LP »Spoki« ist eine Genre-sprengende Zusammenstellung von Kompositionen des lettischen Musikers Ingus Baušķenieks aus den Jahren 1988 bis 2011, aufgenommen mit einem Tape-Recorder im Two Track Stereo Playback. Baušķenieks mischt exotisch klingende Streicher, glasklare osteuropäische Frauengesänge und ambiente Balladen mit schlagerhaftem Synthie-Pop und düster und cinematischen Klängen zu einer absolut eigenen Musik mit hohem Wiedererkennungswert jenseits anglo-amerikanischer Rock- und Popklischees. AB
 

Kendrick Lamar – OST Black Panther - Music From And Inspired ByVinyl 2LP Ein utopischer Film verdient Musik am Puls der Zeit. Kuratiert von Kendrick Lamar, Popbusiness’ Stimme des Gewissens, plätschern die Songs von »OST Black Panther« nicht hinter den fantastischen Szenen vor sich hin. Sie verhandeln die Themen des Filmes – Diversität, Gerechtigkeit, Aufbruch – als den Bildern ebenbürtiges Werk. Neben aufstrebenden Künstlern der westlichen Hemisphäre – etwa Jorja Smith oder Travis Scott – finden auch Musiker aus Südafrika Gehör. Ein Hoffnungsschimmer in Zeiten, in denen die Idee vom Austausch vom Prinzip der Abschottung überlagert wird. AG
 

Kuniyuki Takahashi – Early Tape Works 1986-1993 Vol.1Volume 1 | Volume 2 Mit dem seriellen Cover-Projekt Studio Mule sollte der Mule Musiq-Mainstay Kuniyuki Takahashi eigentlich schon genug zu tun haben, für den Griff in die Archive ist wohl dennoch zwischendurch noch Zeit. Gleich zwei LPs konnte der Japaner mit Material aus den Jahren 1986 bis 1993 füllen, die Stimmung reicht von Wahlgesang-Vibes über Einkaufszentren-Ambient hin zu Sprechgesang-getragenem Proto-Trance und YMO-meets-Industrial-Gepolter – und das allein beschreibt nur den ersten Teil von »Early Tape Works (1986-1993)«. KC
 

Lena Willikens – Selectors 005Vinyl 2LP Wir würden uns nicht Nacht für Nacht mit Notizblock und Taschenlampe um die Decks von Lena Willikens pirschen, wenn die nicht ständig alles grundlegend anders machen würde als die zipfelbärtigen Selector-Typen, die die Discogs-Mediane für burmesischen Disco-Funk hochtreiben. Ihre »Selectors 005« fiel gleichermaßen als Kein-Bock- und Sehr-Viel-Bock-Geste aus: Kein Bock auf überflüssiges Rumgenerde, sehr viel Bock auf frische neue Sounds direkt von den Festplatten guter Menschen. Ein egalitärer Rundumschlag im elitären Selector-Business. KC
 

Michele Mercure – Besides HerselfVinyl LP Wieder so eine Musikerin, die erst einmal für einen entdeckt werden muss. Am besten mit dieser kleinen Werkschau mit einer Auswahl ihrer Heimstudioaufnahmen aus den Achtzigern. Synthesizer, Drumcomputer, Fretless Bass – eher ein bisschen weniger von allem, das genügt der US-Amerikanerin MIchele Mercure auf »Besides Herself«, die von der Peripherie her ihr sehr eigenes Ding macht. Klingt dabei nach einer neugierigen Forscherin, die ihre diversen Inspirationen dann punktstrahlig bündelt. Gut tut sie daran. TCB
 

Robert Rental – Different Voices For You. Different Colours For Me. Demos 1980Vinyl LP »Different Voices For You Different Colours For Me« entstand 1980 nach der unfickmitbaren Kollaboration mit Thomas Leer und Robert Rental flext direkt mit den ersten beiden Stücken den ganzen anderen New Wavern die Kotelleten ins Großhirn. Dubby ist das, aber auch mit so viel britischem Weltschmerz, dass Morrissey-Fans mal darüber nachdenken könnten, endlich erwachsen zu werden und Robert Rental einen Thron zu bauen. FA
 

Stella Chiweshe – Kasahwa: Early SinglesVinyl LP Daumenklavier-Revival, anyone? Wenn es nach Glitterbeat und erst recht nach Stella Chiweshe ginge, unbedingt. Die mittlerweile über 70-jährige Mbira-Meisterin aus Zimbabwe gehört zu den wenigen ihres Schlags, die internationale Erfolge feiern konnten, ist immer noch virtuos wie ein arbeitsloser Death-Metal-Gitarrist und darf also ungerührt zurückblicken: »Kasahwa: Early Singles« versammelt ihr Frühwerk, das mit viel Mittendrin-statt-nur-dabei-Feeling eine Zeit einfängt, während derer hierzulande Vicky Leandros und Gunter Gabriel die Charts dominierten. KC
 

Various Artists – Antipodean Anomalies Vinyl LP Diese Wahnsinns-Comp-Ding mit einem estnischen Schäfer-Song. Dann Ruraler Folk über Drum-Computer. Es folgt Dub. Es folgt D.I.Y.-Kassetten-Weirdness mit Bassgitarre, Nuscheln und Urwald-Flöte. Maori-Chants. Bezaubernde Geige über bekloppter Percusssion. Bleeps. Ganz am Ende von »Antipodean Anomalies« dann: das erste mal verständliche Vocals – also für solche, die weder des Estnischen mächtig sind, noch Maori sprechen. Aber da redet dann halt irgendein Wahnsinniger Aussie von der »edge of galaxy«. PK
 

V.A. - Danzas Electricas Vol.2Vinyl LP Sacha Mambo beweist jetzt seit einigen Jahren, dass er nicht nur ein formidabler DJ, sondern ein ebenso lockerer Labelbetreiber ist. Und während wir auf die Masterclass »How to dig geilen Scheiß?« warten, serviert er mit »Danzas Electricas Vol,2« mal wieder eine der avantgardistischen Tanz-Compilations des Jahres. Das Nice: Wer ganz genau hinhört, weiß, was nächstes Jahr in ist. Und dafür, dass man sich auf Macadam Mambo verlassen kann – ein freundliches »Chapeau« nach Lyon. LF
 

Various Artists – JD Twitch presents Kreaturen der NachtVinyl LP Die Geschichte der Neuen Deutschen Welle ist noch lange nicht auserzählt. Ein paar bekannte Kapitel daraus finden sich zwar auch auf »Kreaturen der Nacht«, die unbekannten oder vergessenen Abschnitte sind aber das eigentlich Tolle daran. Bands wie Ausserhalb, Exkurs, Leben und Arbeiten oder Weltklang kann man hier entdecken und lieben lernen. Wichtiges historisches Dokument und viele Momente kaputter Seligkeit. Großer Dank dafür an den britischen DJ JD Twitch. TCB
 

J-Jazz: Deep Modern Jazz From Japan 1969-1984Vinyl LP »J-Jazz: Deep Modern Jazz From Japan 1969-1984« zeigt: Auch die Japaner können Spiritual Jazz. Und impressionistischen Jazz. Oder Fusion. Nur dass einem Namen wie Fumio Karashima, Takao Uematsu oder George Otsuka hierzulande oder überhaupt außerhalb Nippons nicht so ganz geläufig sind. Was nicht daran liegt, dass die das nicht drauf gehabt hätten. Vielmehr hat man sich dort ab den Siebzigern verstärkt zu eigeneren Ansätzen hin weiterentwickelt, statt, wie in den Jahrzehnten davor, die Vorbilder aus den USA bloß zu kopieren. Noch so eine Entdeckung. TCB
 

Various Artists – Jura Soundsystem presents Transmission OneVinyl LP Obwohl die Compilation »Transmisson One« tatsächlich schon in der ersten Jahreshälfte von Australien (da sitzt Isle of Jura-Labelchef Kevin Griffiths) in die weite Welt geschickt, brauchte es bei mir ein paar Monate um mit der Platte warm zu werden. Denn: Alles, was einen vielleicht anfänglich abschreckt (keine Genrebegrenzung, Ambient Tools, sehr cool), ist eigentlich richtig nice. Erinnert ein wenig an Kifferhumor: Krude und albern, aber on the long run kaum zu überbieten. LF
 

Various Artists – Kumo No Muko: A Journey Into 80's Japan's Ambient And Synth Pop SoundVinyl 2LP Mittlerweile kräht ja jeder sein albernes »Japan-Liedchen« auf den Instagram-Channels. Da macht noch der letzte Hornochse, den Manieren am Arsch vorbei gehen, einen auf »Arigatou gozaimasu«. »Kumo No Muko: A Journey Into 80’s Japan’s Ambient And Synth Pop Sound« räumt slightly auf mit Muji-Terror und Uniqlo-Fetischisten aus deutschen Landen. Nahezu freigeräumt von den üblichen Verdächtigen, eröffnet sich über vier Vinyl-Seiten eine Welt abseits von Coolness. Krachend cheesy und romantic; auf 33 dann ozeanische Selbstentgrenzung. LF
 

Various Artists – OST Italo Disco LegacyVinyl 6LP Geschichtsbewältigung ist nicht unbedingt eine Stärke der italienischen Gesellschaft, immerhin aber wurde während einer kurzen Phase Anfang der Achtzigerjahre im industriestarken Norden des Landes die Zukunft formuliert. Die Dokumentation »Italo Disco Legacy« spinnt den Faden Richtung Niederlande und Dänemark weiter, der zugehörige Soundtrack empfiehlt sich mit Klassikern (Fred Ventura, Wanexa), exklusivem Material (Alexander Robotnicks »Cybernetic Move«) und neueren Stücken (das Highlight der Sammlung: The Hacker mit »You«). Il futuro passato nel 2018. Balliamo? KC
 

Patina EchoesVinyl LP Field Recordings kann ja jeder: Beim britischen Label Timedance werden Naturklänge stattdessen zwischen Breakbeats und UK Bass synthetisiert – mit mal mehr, mal weniger überzeugendem Ergebnis. Abgesehen von Bruce (dessen Debüt »Sonder Somatic« dieses Jahr über Hessle Audio erschien) dürften alle Mitwirkenden auf »Patina Echoes« bislang eher Randerscheinungen sein. An sich natürlich noch kein verlässlicher Messwert, doch können die elf Tracks dieser Kompilation sehr eintönig und wie aus demselben Sample-Baukasten wirken. Ob das dem Thema zuträglich ist oder dieses zu schnell erschöpft, ist unterm Strich wohl eine Frage von Set und Setting. NS
 

V.A - Pinky ViolenceVinyl LP Der italienische Producer DJ Daze hat sich durch das Pinku eiga-Genre, also das japanische Sexploitaion-Kino der 1970er Jahre gewühlt. Das rentiert sich eh. Zumal man dabei Schallplatten wie »Pinky Violence Best Sound Collection« kompilieren kann. Die versammelten Soundtrack-Stücke fliehen mit schwer in die Glieder fahrendem Funk aus kunstvoll ausgeleuchteten Frauenknästen, lassen die jazzigen Intermezzi leichtfüßig klingen, die Wah Wah-Gitarren schwer grooven und das Drama mit Bläsern anschwellen. Die Titel der Tracks verrät die LP zwar nur auf Japanisch, doch sie stammen von Hajime Kaburaji, Masao Yagi, Miki Sugimoto, Reiko Ike and Ichiro Arakiu. Was es da wohl alles zu entdecken gibt? CN
 

Various Artists - Uneven Paths: Deviant Pop From Europe 1980-1991Vinyl LP Wäre eigentlich interessant zu wissen, ob es mittlerweile einen neuen Hörertypus gibt: den Reissue-Hörer. Denn man braucht sich ja theoretisch gar nicht mit der Musik von heute zu beschäftigen und kann immer noch von der Menge an »neuem« Material da draußen überfordert sein. Doch auch wenn man nicht zu dieser streng retrospektiven Sorte Hörer gehören sollte, lohnt der auf »Uneven Paths: Deviant Pop From Europe 1980-1991« vermittelte Einblick in die entlegeneren Regionen schräger Popmusik vom europäischen Kontinent. Viel zum Wundern und Sich-dran-Freuen. TCB
 


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Halbjahresrückblick 2021
50 best Vinyl Records so far
Das vergangene halbe Jahr hat gefühlt ganze fünf gedauert. Ein nie endender Winter, quälende Isolation. Und die Musik? Die lief weiter, auf unseren Plattenspielern. Diese 50 Schallplatten blieben dabei besonders im Gedächtnis.
Music Porträt
Hōzan Yamamoto
Meditation aus Improvisation
Über fünf Dekaden hinweg pushte er japanischen Jazz in spirituelle Sphären, ohne Kitsch oder Esoterik. Ansehen erntete er dafür vor allem in seiner Heimat. Bis heute gilt Hōzan Yamamotos Schaffen international als Geheimtipp.
Music Porträt
Hoshina Anniversary
Die Fusion von Techno und Jazz
Hoshina Anniversary macht Techno. Er selbst würde sich aber eher in der Nachfolge zu Jazz und traditioneller japanischer Musik verorten. Und damit ist der Tokioter nicht allein.
Music Essay
Jazz Kissa
Wo in Japan die Musik spielt
Sie bieten stilvollen Rückzug aus einer Welt, in der alle permanent hören. Und zelebrieren das Hören von Musik: Jazz Kissas sind Japans inoffizielles Kulturerbe. Der Journalist Katsumasa Kusunose dokumentiert sie nun.
Music Porträt
Hiroshi Suzuki
Der Unbekannte mit der Posaune
1976 hat der japanische Posaunist Hiroshi Suzuki ein Album aufgenommen. »Cat«, das sich weniger durch Perfektion als durch einen feinen Groove auszeichnet, ging dereinst ein wenig unter. Nun kannst du es wiederentdecken.
Music Essay
Small In Japan
Die Vinyl-Nation, die keine ist
Aufwändige Aufmachungen, audiophile Listening Bars und die meisten Plattenläden der Welt: Japan, ein Vinyl-Paradies? Jein. Das Medium spielt dort gar keine große Rolle. Unsere Kulturgeschichte der japanischen Musikindustrie.
Music Liste
Evidence
10 All Time Favs
Evidence ist Producer, Cratedigger und Rapper, und zwar einer, der in 15 Karrierejahren die Lust am Entdecken nie verloren hat. Jetzt erscheint sein Album »Unlearning Vol.1«. Wir fragten nach 10 Schallplatten, die ihn geformt haben.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 2nd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 17.7.2021 findet nun der zweite Record Store Days in diesem Jahr statt. Auch dafür sind wieder mehrere Dutzend exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus abermals zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Kolumne
Records Revisited
The Smiths – The Queen Is Dead (1986)
Das 1986 veröffentlichte »The Queen Is Dead« ist der Höhepunkt der nur fünf Jahre und vier Studioalben währenden Karriere der britischen Band The Smiths. Es klingt auch nach so langer Zeit noch erfrischend eigenwillig.
Music Kolumne
Records Revisited
Porter Ricks – Biokinetics (1996)
Als Porter Ricks im Jahr 1996 das Album »Biokinetics« veröffentlichten, handelte es sich um mehr als nur eine um Zusatzstücke erweiterte Sammlung ihrer ersten 12inches. Sondern um den utopistischen Versuch, Dub Techno weiterzudenken.
Music Porträt
BBE Records
Influencer der Influencer
Peter Adarkwah ist der Grund, warum manches Life durch J Dilla gechanged wurde, das Roy Ayers einen zweiten Frühling erlebt hat und das japanische Jazz-Alben von Pitchfork rezensiert werden. In anderen Worten: BBE Music wird 25 Jahre alt.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 12.6.2021 findet nun der erste von zwei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind wieder mehrere hundert exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Portico Quartet
Guest Mix
»Terrain« heißt das neue Album der britischen Band Portico Quartet, dass in diesen Tagen auf Gondwana Records veröffentlicht wurde. Für uns hat Jack Wyllie von Portico Quartet in einem exklusiven DJ-Mix 60 Minuten Musik zusammengestellt.
Music Porträt
SSIEGE
Suche nach dem Endlosloop
Dicht gedrängt wandeln die Produktionen von SSIEGE an den Übergängen der Jahreszeiten und verschwimmen in ultragesättigten Bildern. Mit ihnen erzählt der Italiener ohne großes Brimborium von Träumen, die sich immer weiter wiederholen.
Music Kolumne
Records Revisited
Marvin Gaye – What's Going On (1971)
Muss man dies Album überhaupt in Erinnerung rufen? Eigentlich nicht. Aber man kann es immer wieder hören. Und es ist bis heute aktuell geblieben, im Guten wie im Schlechten. Marvin Gayes »What’s Going On« wird 50 Jahre alt.
Music Porträt
Seefeel
Musik im luftleeren Raum
Seefeel sind eine Zusammenkunft der Unwahrscheinlichkeiten. Seit fast 30 Jahren spielen sie zwischen den Stilen und befreit von kontemporären Referenzen. Ihr Sound ist bis heute unbegreiflich.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.