Music Kolumne | verfasst 19.10.2011
Aigners Inventur
September/Oktober 2011
Wie üblich macht unser Kolumnist vom Dienst auch in dieser Ausgabe vor großen Namen nicht Halt. So dürfen sich Phonte, Emika, James Blake, Radiohead und Apparat Watschen abholen. Warum es trotzdem ein guter Monat war, lest ihr hier.
Text Florian Aigner

Evidence InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Was sich in zahlreichen Teaser-Videos bereits angedeutet hatte, ist nun Gewissheit: Der einst viel gescholtene Evidence ist für eines der besten wertkonservativen Hip Hop Alben des Jahres verantwortlich. Cats & Dogs profitiert hierbei eindeutig von seinen durchweg zu Schandtaten aufgelegten Produzenten (Alchemist, Sid Roams, DJ Premier, Jake One und Evidence selbst), aber auch Evidence lässt sich von den zahlreichen Gäste-16ern nur selten einschüchtern und liefert eine grundsolide Performance hinter dem Mikrofon ab. Nicht nur stimmungsmäßig so etwas wie die Westküsten-Version von Marcberg.
 

Apathy InvFind it at hhv.de: 2CD | 2LP Etwa der selben Generation zuzuordnen ist Apathy, der jedoch schon immer gepflegte Herrenwitze und kalauerige Punchlines genuiner Introspektion vorzog. Honkey Kong fährt ein vergleichbares Produzenten-Line-Up auf wie Cats & Dogs, krankt aber etwas an mangelnder Kohärenz und einem Feature-Überschuss der Generation Napster und/oder Altersheim. Unterm Strich okayish, aber irgendwie zu 1999, um wirklich zwingend zu sein. Ich geh mir derweil mal eine Rise-Playlist erstellen.
 

Doppelgangaz InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Noch 2-3 Jahre älter klingt Lone Sharks, das zweite Album der Doppelgangaz. Das mag auch heute noch als Gütesiegel fungieren, mir ist Lone Sharks über weite Strecken zu harmlos und raptechnisch zu elementar. Klar, wenn über diese jazzigen, dreckigen Instrumentals bei Stretch und Bobbito Mr. Voodoo oder F.T. einen routinierten 16er fallengelassen hätten, sähe die Sache anders aus, aber um wirklich unverzichtbar zu sein, fehlt hier vor allem raptechnisch das – Vorsicht, ganz fiese Phrase – gewisse Etwas.
 

Phonte InvFind it at hhv.de: CD Und gleich noch ein schwieriger Kunde. Erwartungsgemäß ist Phonte neben 9th Wonder der umtriebigste Little Brother geblieben, ein Umstand, der sich jetzt in einem neuen Album konkretisiert. Nun ist hinlänglich bekannt, dass Phonte nicht nur ein passabler Rapper, sondern auch ein recht begabter Troubadour ist – ein Umstand, der Charity Starts At Home nicht unbedingt zu Gute kommt. Mediokre Slum Village-Rip-Offs treffen auf flügellahme Baduifizierungen und Bilalismen – ein Album wie alkoholfreies Bier.
 

Roots Manuva - 4everevolutionFind it at hhv.de: CD | 2LP Weiter mit dem vielleicht kostantesten Insel-Rapper der letzten 10 Jahre, dem man aber mittlerweile auch anmerkt, dass seine Sturm-und-Drang-Phase schon einige Jahre zurückliegt. Roots Manuva hat alles, was er auf 4everevolution macht, schon mehr als einmal radikaler, interessanter und schlicht besser gemacht. Die Dub-Passagen bleiben verglichen mit Dub Come Save Me oberflächlich, die elektronische Finten waren auf Awfully Deep hinterlistiger und die opulenten Popmomente auf Run Come Save Me epischer und cleverer komponiert als hier. Dass man sich 4everevolution dennoch bedenkenlos in den Schrank stellen kann, spricht für das generelle Niveau des Mannes von der Insel.
 

Z-Ro Inv Die Hookmaschine aus Sizzurp-City ist zurück mit einer weiteren Ergänzung zum extensiven Drogen-Cocktail. Dieses Mal widmet sich Z-Ro Meth und besticht mit den üblichen Qualitäten: entspannte Südstaaten-Tracks, gemacht für die Subwoofer-Posse, butterweiche, gesungene Hooks und diese typisch-texanische Delivery, für die man(n) ja auch UGK so bedingungslos feierte. Gerade in den ersten kalten Tagen seit einer halben Ewigkeit eine willkommene Eskapismus-Platte.
 

Kollegah - Bossaura Wem das zu bodenständig ist: es gibt da diesen Sympathikus mit mehr Allmachtsfantasien als Stalin und einem neuen Album namens Bossaura. Oh ja, mein Fantum für Felix Antoine Blume lässt sich auch von Autotune-Overkills und Sun Diegos dummdreisten Hooks nur schwerlich ausbremsen. Bossaura merkt man deutlich an, dass es lockerer zugeht, wie nach einer Diät. Die obligatorischen achtfach Reime, Punchlineketten und Wortspiele muss man hier, den Titeltrack ausgenommen, erstmal hinter der hyperartifiziellen Plastikoberfläche finden. Mit etwas Geduld stellt man dann aber erleichtert fest: es wird immer noch Doktor gespielt wie bei Guttenberg, auch wenn der Aufwand ein minimaler zu sein scheint, wie Disneyzeichner. Irgendwo ist dies das am konsequentesten amerikanisierte Deutschrap-Album aller Zeiten, die Gucci Mane-isierung des Spiels. Über den starken Gegenwind der Kollegah dafür aktuell entgegenweht, muss man sich also nicht wundern. Dass hier aber beiläufig ‘Kinshasa’ auf ‘Trinkwasser’ gereimt wird, gerät fast in Vergessenheit, weil auf einmal alle überrascht zu sein scheinen, dass der bekennendste Materialist Deutschlands Kohle im Kopf hat wie ein Schneemann.
 

Rustie InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Scheinbar gar keinen Gegenwind gibt es für Glass Swords, das längst überfällige Albumdebüt des ewigen schottischen Wunderkinds Rustie. Dies ist umso erstaunlicher, wenn man sich vergegenwärtigt, was darauf passiert. Rustie klatscht scheinbar übermotiviert eine neonglitzernde Synthschicht nach der andere auf das fast schon proggy anmutende Rhythmuskorsett, schreckt nicht vor fiesesten Gitarrensoli, kitschigen Trance-Breakdowns und billigsten SNes-Sounds zurück und scheint sich generell nie ohne 50kg MDMA und 12 Liter Kaffee an den Rechner zu setzen. Dass er es dann tatsächlich schafft aus verdorbenen Zutaten ein derart schmackhaftes Gericht zu zaubern, geht dann schon in Richtung Alchemie. Wobei ich meist im letzten Drittel kurz unterbrechen muss, um mir die Zähne zu putzen, Audio-Caries und so.
 

Modeselektor InvFind it at hhv.de: Deluxe | 2LP Nicht ganz so gut funktioniert dieser Genre-Headfuck dann auf dem neuen Album von Modeselektor. Während sich der Großteil meiner schreibenden Kollegen einig zu sein scheint, dass Monkeytown der große Wurf ist, bin ich seltsam unterwältigt. Leftfield-Raps von Busdriver, Thom Yorkes Genöle über hektische 2Step-Beats, UK-Funky-Balztänze, Glitch-Pop mit Ms Platnum, Post-Wonky-Hip-Hop, ein Rave-Brett – so wild das auf dem Papier auch klingen mag, von den beiden Herren aus Berlin kennen und erwarten wir das. Und alles was sie hier tun, haben sie, ähnlich wie Roots Manuva, zuvor schon in ähnlicher Form, nur packender, gemacht.
 

Blue Daisy InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Ich weiß nicht, ob es am Wetterumschwung liegt, aber irgendwie bin ich in Nörgellaune. Auch Blue Daisys Debüt The Sunday Gift erfüllt meine durchaus vorhandenen Erwartungen nur bedingt. Die Portishead-Referenzen, morbiden Violinen, verhuschten Stimmen und Skull Disco-Horrotrips sind willkommen, aber was man sich bei den Nu-Metal-Zitaten auf Only For You, Shadow Assassins und Psyche Inquiry gedacht hat, will ich gar nicht wissen. Aus Protest aus dem Vinyl kratzen, echt mal.
 

Emika InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Und noch eine Enttäuschung. Die Ostgut-affine Sounddesignerin Emika debütiert mit gleichnamigem Album auf Ninja Tune und nervt mit abgedroschenem Trip Hop Pathos, sterilem Goth Techno und einem prätentiösen Klassik-Outro. Immerhin kann der Kyle Hall Remix was.
 

Andy Stott InvFind it at hhv.de: 2LP Dann lieber die in Slow Motion abgespielten Horrorvisionen, die Andy Stott seit geraumer Zeit plagen. Nur wenige Monate nach dem brillanten Passed Me By legt der Brite mit We Stayed Together nach. Sechs Tracks, straight outta Kuckucksnest, die am ehesten noch als Dub Techno auf 90bpm zu klassifizieren wären, aber auf jegliche Kifferklischees verzichten und sich so radikal entköperlicht durch die Synapsen winden, dass man hier wirklich nicht mehr von Tanzmusik sprechen kann. Sehr, sehr eigen, sehr, sehr gut.
 

Sully InvFind it at hhv.de: CD | LP Während sich Andy Stott mittlerweile der bedingungslosen Weltflucht verschrieben zu haben scheint, ist Sully geographisch schon leichter zuzuordnen: London, größtenteils at night. Oder sagen wir besser: in den Morgenstunden im Nachtbus Richtung Lewisham mit geschwollenen Augen dem unvermeidlichen Kater entgegen. Carrier passt auch deswegen so gut auf Keysound, weil kaum ein anderes Label so dezidiert LDN ist, wie das Label der Radiogrößen Dusk und Blackdown. Sully transportiert diese immer leicht melancholisch-verklärte Unruhe so eindrucksvoll auf Albumlänge wie zuvor nur Burial und macht Carrier damit zu einem Pflichtkauf. Keine Sorge, die Kirche bleibt im Dorf und Untrue unangetastet, aber dass ein Veteran wie Sully all seine Stärken so konzentriert auf den Punkt produziert hat, kann einen bisweilen schon in die Hyperbel-Kiste greifen lassen.
 

Radiohead Inv Es klang traumhaft und angesichts der letzten Aktivitäten Thom Yorkes nur konsequent: Radiohead lassen The King Of Limbs von der Creme de la Creme der Post-Step-Neo-Vintage-House-High-Brow-Society remixen. Actress, Pearson Sound, Caribou, Jacques Greene, Nathan Fake, Shed, Blawan, Modeselektor, Jamie XX, Sbtrkt, Four Tet, Lone, Mark Pritchard undundund. Gut war das vor allem für den eigenen, mühevoll aufgebauten Rufm die Antithese zu all diesen verstockten Gitarrenbands zu sein. Das sind Radiohead aber schon seit Jahren und dieser Remix-Monolith wirkt oft wie eine Fingerübung. Gefreut über die Anfrage hat sich sicher jeder einzelne der Beteiligten, aber mit wenigen Ausnahmen (Actress, Nathan Fake, Blawan, Shed) gelingt es kaum jemandem. an seine bisherigen Karrierehighlights anzuknüpfen.

Apparat InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Während Radiohead momentan so deutlich mit Autoren-Techno und Brit-Bass flirten wie nie zuvor, entwickelt sich Sascha Ring in die andere Richtung. Apparat war ja nun schon von jeher mehr als Boom-Tschak, aber wie sehr Ring sich dieses Mal auch strukturell an klassisches Songwriting angenähert hat, ist dann doch neu. Erwartbar, aber neu. Mein Hauptproblem ist dabei nicht Rings Stimme, sondern wie er diese inszeniert. The Devil’s Walk klingt dank Rings Thomifizierung oft mehr nach Radiohead als Radiohead selbst. Das ist schade, weil Apparats größte Stärke nach wie vor das sorgfältige Herausschälen zarter Melodien aus dunklen Granitblöcken ist, etwas was hier zugunsten schmachtender Indietronica zu stark vernachlässigt wurde. Warum glauben eigentlich nach wie vor alle, man könne nur mit erhöhtem Vokaleinsatz und echten Instrumenten erwachsen werden?
 

Death In Vegas InvFind it at hhv.de: 2LP Und wer macht derweil das bessere Apparat-Album? Die Weirdos von Death In Vegas. Deren Trans-Love Energies flirtet im Titel mit Kraftwerk und 60er-Jahre-Utopien, stellt fragile Vocals an die Seite scheppernder Cold Wave Beats, zitiert den Streber-Rock von My Bloody Valentine, Battles und Tortoise, lässt M83 alt aussehen und packt einen unverschämten Acid-Chugger ins Zentrum des Albums. Ungehobelt und vor allem unvorhersehbar. Ich kaufe.
 

Neon Indian InvFind it at hhv.de: 2LP Wesentlich vorhersehbarer ist Neon Indians Fango-Packung Era Extrana. Die Buzzwords aus dem letzten Jahr sind mittlerweile glücklicherweise Geschichte, so dass man Era Extrana nun mit konventionelleren Vokabeln beschreiben kann: Lo-Fi-Pop, mal mit hippiesken Zügen, mal Shoegaze-Upfucks, mal Air. Durchaus kurzweilig, aber harmlos.
 

James Blake InvFind it at hhv.de: CD | LP Nachdem James Blake vor kurzem auf Hemlock bewies, dass er doch noch ohne Vocoder und Tränen kann, geriert er sich nun auf dem Minialbum Enough Thunder wieder als jene Oddball-Heulsuse, die ihn direkt auf die großen Bühnen und Cover Europas katapultierte. Enough Thunder (inkl. Bon Iver-Kollabo und Joni Mitchell-Cover) ist in dem, was es ist, nicht schlecht, klingt aber oft wie Resteverwertung. Und so überraschend Blakes erste Gehversuche als Piano-Man und Subbassler-Gone-Crooner auch waren: jetzt reichts, wir wollen wieder wild torkelnde Lil Wayne Remixes und um die Ecke programmierte Synthlines.
 

The Field InvFind it at hhv.de: 2LP+CD Looping State Of Mind. Ein großartiger und programmatischer Titel, besonders für die Musik von Axel Willner. Als The Field nämlich schichtet Willner seit Jahren Loop über Loop, lässt diese in Crescendos kulminieren und wieder sanft abklingen, kreiert routiniert Walls-Of-Sound aus kleinsten rhythmischen Fragmenten, den Loops. Sein drittes Album fühlt sich nun weniger artifiziell an, die Tracks klingen seelenvoller, weniger artschooly. Auch hier ist Techno und besonders dessen Produktionstechniken eher übergeordnete Klammer als wirklich hörbar, während sich Kraut- und Postrock, Warp und MoWax über die oft sehr schüchterne Bassdrum legen.
 

Portable InvFind it at hhv.de: 2LP Vor kurzem beklagte Kollege Okraj an anderer Stelle den Mangel an überzeugenden Stimmen in der aktuellen House-Landschaft. Portable ist nun beileibe keine Diva Barbara Tucker’schen Ausmaßes, aber immerhin traut sich der Südafrikaner seit Jahren sein, eher bei Depeche Mode und Joy Division als im afroamerikanischen Soul-Kanon geschultes Organ, prominent auf seinen häufig sehr understated wirkenden House-Tracks zu platzieren. Vielen ist das dann zu campy, ich würde aber behaupten, dass Into Infinity ohne Portables Gesang weit weniger überzeugend wäre. Das nächste Release habe ich zwar noch nicht gefunden, aber das Album als ganzes ist durchaus zu empfehlen.
 

Roman Flügel InvFind it at hhv.de: 2LP Ein weiteres wunderbar eigenständiges House-Album hat Roman Flügel, Frankfurts großer Routinier, auf Dial vorgelegt. Fatty Folders reanimiert ab und an elegante Microhouse-Figuren, klingt manchmal nach Pulsinger in der iO-Phase und zitiert zwar auch die amerikanischen Mutterstädte, aber immer nur um umzuschreiben und zurekontextualisieren. Auch was auf Bahia Blue Bootcamp zu Beginn Floating Points-y anmutet, mutiert schnell in einen manischen Tropical-Banger, wie ihn diese ganzen Post-Blog-Houser Marke Round Table Knights seit Jahren schreiben wollen, aber nicht können. Der Roman aber, der kann alles. Wer vom letzten Isolee Album enttäuscht war, könnte hiermit wieder glücklich werden.
 

Andy Vaz InvFind it at hhv.de: 2LP Wer Andy Vaz’ vor kurzem bei uns hinterlassene DJ-Charts gelesen hat, musste sich keine Sorgen machen, dass sein zweites Album Straight Vacationing irgendwelche Geschmacklosigkeiten enthalten würden. Im Gegenteil, Straight Vacationing schafft es mühelos die für einen House-Enthusiasten so typischen Referenzpunkte unter einen Hut zu bringen. Sample-lastiger Disco-House ( Just Another Road, A Dope Jam, Staubnitz ), Acid ( Colliding Worlds ) und natürlich immer wieder Detroit, egal, ob im feisten Robert Hood-Stil oder eher mit Derrick May-Gedächtnissynths. Ja, so ganz eigenständig ist das nicht, aber das ist auch gar nicht notwendig, gerade in einem Genre, das es so oft vermasselt sein Potential auch auf Albumlänge zu entfalten.
 

Martyn InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Was lässt man auf eines der wichtigsten Alben der ersten Dubstep-Welle folgen? In Martyns Fall ein deutliches Statement. Ghost People ziert sich nur noch ganz selten mit diesen betörenden Flächen, die Great Lenghts zu einem Semi-Klassiker gemacht haben. Streng genommen hätten sich sogar nur Distractions und Twice As auf Martyns Debüt problemlos eingefügt, zu widerspenstig weigert sich das Gros der hier versammelten Tracks dem früheren Trademark-Sound des Niederländers gerecht zu werden. Ein Album, das seine Liebe für klassischen House und Techno ausdrückt, wolle er machen. Aber selbst wenn Martyn die Technokeule schwingt, bricht er die Bassdrum-Euphorie mit verspultem Bit-Gezwitscher ( Masks ), Angst einflößenden Störgeräuschen und Staccato-Elementen ( Horror Vacui ) oder tribalesken Breaks ( Ghost People ). Popgun ist dann sogar noch ein Seitenhieb auf die grassierende Bass-Pornographie und Bauplan ein gelungener Verweis auf Carpenter, Moroder und damit indirekt auch auf Drexciya, Model 500 und Co. Tolles Album.
 

Reel By Real Inv 20 Jahre hat sich die Detroiter Techno-Legende Martin Bonds bitten lassen um neue Musik als Reel By Real zu produzieren. Dass auch die neuen Tracks klingen. als hätten sie bereits 15 Jahre in Bonds Keller überwintert, ist durchaus als Ritterschlag für Surkit Chamber – The Melding zu verstehen. Der Arpeggio-lastige Electro von Buckshot klingt wie die Blaupause für mindestens 15 Mr. Oizo Tracks, auf WRX und Glass macht uns endlich mal jemand anderes als Shed bewusst, warum Breakbeat Techno annodazumal eine gute Sache war, für Stow Away würde Boddika vermutlich seine 808 verkaufen und I Won’t Follow klingt wie Bugz In The Bassbin auf Crack. Ääääääh, wow!
 

Future Times InvFind it at hhv.de: 2LP Das Beste zum Schluss. Ich traue mich ja mittlerweile schon fast nicht mehr erneut eine Ode an die Jungs von Future Times anzustimmen, aber was die Typen nun in Form ihres zweiten Labelsamplers Vibe 2 vorlegen, bringt mich an den Rand einer Spontanejakulation. Was Max D gleich zu Beginn mit Comeback Dust anstellt, habe ich bereits an anderer Stelle vergeblich versucht zu umschreiben, Alexis Le-Tan hechelt und editiert, Juju & Jordash lassen ihrem vintage Groove ganz viel Platz, Hunee gibt Oni Ayhun Nachhilfe, Sandkastenfreund Jason Letkiewicz zeigt – egal ob als Steve Summers oder Confused House – wer momentan der große Roland-Zampano ist und abschließend fühlt sich die ganze Bande dann auch noch ganz doll sexy. Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn.
 

Dein Kommentar
1 Kommentare
28.10.2011 00:02
already_taken:
Die neue Blue Daisy Scheibe ist grandios! Mit "Firewall (ft.Anneka)" ist ihm meiner Meinung nach ein Meisterwerk gelungen. Mit der Stimme und dem düsteren Sound eine solch homogene Masse zu erzeugen ist schlicht weg genial!
Blue Daisy ist schon seit Langem einer meiner Goldstücke in diesem Gerne und mit Sicherheit in einigen Produktionen mit Flying Lotus gleichzustellen..
true story
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Common
»Befreiung fängt im Kopf an«
Sein neues Album trägt den Namen »A Beautiful Revolution Pt.1«, erschien bereits im Oktober digital und in diesen Tagen wird es nun auch auf Vinyl veröffentlicht. Wir nutzten die Gelegenheit mit dem Rapper aus Chicago zu sprechen.
Music Porträt
Zoviet France
Fiebertraum vom Ende
Keine Namen, keine Gesichter, keine Tradition: Zoviet France wollten als anonymes Kollektiv Anfang der Achtziger die Antithese zum orthodoxen Kunstverständnis formulieren – und wurden dabei zu Kultfiguren wider Willen. Bis heute.
Music Liste
Aigners Inventur
Januar & Februar 2021
Ist es Gott? Ist es Hesse? Ist es Domian? Nein, es ist zum Glück einfach nur der Aigner. Der hat die Gardinen seit Wochen maximalst zugezogen und schickt uns die erste Inventur des noch fast unbefleckten neuen Jahres aus dem Kabuff.
Music Liste
Aaron Frazer
10 All Time Favs
»Introducing« heißt das erste Soloalbum von Aaron Frazer. Als Schlagzeuger von Durand Jones & The Indications ist er aber längst kein unbekannter. Musikalisch geht’s in die Sechziger. Uns sagt er, was ihn wirklich musikalisch geprägt hat.
Music Porträt
On The Corner
Banger für das Hinterzimmer
Mit seinem Label On the Corner Records serviert Pete Buckenham einen berauschenden Eintopf aus afro-futuristischen Jazz-Konzepten und zeitgenössischen Street Grooves und stößt er heute bereits die Pforten zum Sounduniversum von morgen auf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Albums
Sprechen wir es aus: Musik ist in Gefahr, weil sie nicht gemeinsam erlebt werden kann und weil ihre Macher*innen sich seit Monaten in einer existenziellen Krise befinden. Auf Schallplatte gab es dennoch einiges zu hören, wie diese 50 Alben.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 12inches
Tanzen war 2020 nicht wirklich. Aber die Vinyl 12" war trotzdem ein begehrtes Format. Und zwar für Musik, die von einer Zeit nach der Katastrophe träumt. Hier sind unsere Top 20. Einen Bonus in Form einer Vinyl 7" gibt’s obendrauf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Reissues
Früher war alles besser, das reden wir uns schon seit geraumer Zeit ein und seit zehn, fünfzehn Jahren versucht uns die Reissue-Industrie in dieser zur Weltanschauung geronnenen Vermutung zu bestätigen. Hier sind die Top 50 Reissues 2020.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Compilations
Werkeinstiege zu Beverly Glenn-Copeland und Sade, DJ-Mixe von etwa Helena Hauff und Avalon Emerson, Würdigungen, Geschichtslektionen: Die Compilations in 2020 brachten Schwung in das pandemisch und politisch kriselnde Jahr.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Tapes
Das angebliche Tape-Revival ist schon alt genug, als dass seine Heraufbeschwörung durch wiederverwertungsgeile Feuilletons selbst bald ein Revival feiern könnte. Sei’s drum: Diese zwanzig Kassetten haben uns 2020 das Leben gerettet.
Music Porträt
The Silhouettes Project
Protest aus dem Underground
Kosher und Eerf Evil gründeten das Silhouettes Project, um dem Londoner Untergrund Struktur zu verleihen. Ihr selbstbetiteltes Album entstand in gemeinsamen Sessions der britischen Alternative-Rap-Szene.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Musick to Play in the Dark (1999)
Magie als Klang, der lunare Energien ansammelt: Mit dem im Jahr 1999 veröffentlichten Album »Musick to Play in the Dark« schufen die Elektronik-Esoteriker Coil ihre größten Hymnen an die Nacht. Jetzt wurde es endlich neu veröffentlicht.
Music Porträt
Sault
Black is …
Sault sind die inoffizielle musikalische Stimme der Black Lives Matter Bewegung. Voll radiotauglichem Soul und Jazz, hinter dem die längst überfällige Revolution steht.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2020
Das Virus? Nah, unser furchtloser Kolumnist fürchtet nur eines hinter jeder Straßenecke: Clueso. Aigner schmeißt sich in fiktive Nachtbusse und bückt sich n zu den REWE-Spaghetti runter, weil die von Barilla wieder weggepreppt wurden.
Music Kolumne
Records Revisited
The Pharcyde – Labcabincalifornia (1995)
Pioniere im Andersdenken. Vor 25 Jahren wurden die überdrehten Klassenclowns von The Pharcyde auf ihrem zweiten Album »Labcabincalifornia« zu zynischen Antihelden. Daran trug auch ein damals unbekannter producer namens J Dilla Schuld.
Music Porträt
Tidal Waves
Die Welle reiten
Eine kräftige Welle hat schon so manchen Schatz an Land gespült. So gesehen passt der Name, denn das belgische Reissue-Label Tidal Waves sucht, findet und veröffentlicht verlorengeglaubte Perlen der Musikgeschichte.
Music Kolumne
Records Revisited
Four Tet – There Is Love in You (2010)
Als Four Tet Anfang 2010 das Album »There Is Love in You« veröffentlicht, muss er der Welt nichts mehr beweisen und setzt sich einem retromanischen und verbissenen Zeitgeist mit einem gerüttelt Maß Glückseligkeit entgegen.
Music Kolumne
Records Revisited
GZA – Liquid Swords (1995)
Vor 25 Jahren säbelte GZA sein erstes Solo-Album innerhalb des Wu-Tang-Universums raus, boxte im Schatten von Shaolin-Kriegern und machte seine Gegner mit Lines einen Kopf kürzer. Das Ergebnis nannte sich »Liquid Swords«.
Music Porträt
Mort Garson
Musik für Pflanzen und Menschen
Er war an über 900 Liedern beteiligt, erreichte Platz 1 der Billboard Charts, doch Mort Garsons heutiger Ruhm beruht auf einer Begegnung mit Bob Moog, den er überredete, ihm einen seiner Synthesizer zu überlassen. Eine Wiederentdeckung.
Music Kolumne
Records Revisited
Pet Shop Boys – Behaviour (1990)
»Behaviour« ist das Pet Shop Boys-Album schlechthin. Reflektierte Texte, die schon damals bewährten Hymnen-Melodien und Harold Faltermeyers analoge Produktion verschmolzen zu einem Klassiker, der keinen Staub ansetzen will.