Music Kolumne | verfasst 19.10.2011
Aigners Inventur
September/Oktober 2011
Wie üblich macht unser Kolumnist vom Dienst auch in dieser Ausgabe vor großen Namen nicht Halt. So dürfen sich Phonte, Emika, James Blake, Radiohead und Apparat Watschen abholen. Warum es trotzdem ein guter Monat war, lest ihr hier.
Text Florian Aigner

Evidence InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Was sich in zahlreichen Teaser-Videos bereits angedeutet hatte, ist nun Gewissheit: Der einst viel gescholtene Evidence ist für eines der besten wertkonservativen Hip Hop Alben des Jahres verantwortlich. Cats & Dogs profitiert hierbei eindeutig von seinen durchweg zu Schandtaten aufgelegten Produzenten (Alchemist, Sid Roams, DJ Premier, Jake One und Evidence selbst), aber auch Evidence lässt sich von den zahlreichen Gäste-16ern nur selten einschüchtern und liefert eine grundsolide Performance hinter dem Mikrofon ab. Nicht nur stimmungsmäßig so etwas wie die Westküsten-Version von Marcberg.
 

Apathy InvFind it at hhv.de: 2CD | 2LP Etwa der selben Generation zuzuordnen ist Apathy, der jedoch schon immer gepflegte Herrenwitze und kalauerige Punchlines genuiner Introspektion vorzog. Honkey Kong fährt ein vergleichbares Produzenten-Line-Up auf wie Cats & Dogs, krankt aber etwas an mangelnder Kohärenz und einem Feature-Überschuss der Generation Napster und/oder Altersheim. Unterm Strich okayish, aber irgendwie zu 1999, um wirklich zwingend zu sein. Ich geh mir derweil mal eine Rise-Playlist erstellen.
 

Doppelgangaz InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Noch 2-3 Jahre älter klingt Lone Sharks, das zweite Album der Doppelgangaz. Das mag auch heute noch als Gütesiegel fungieren, mir ist Lone Sharks über weite Strecken zu harmlos und raptechnisch zu elementar. Klar, wenn über diese jazzigen, dreckigen Instrumentals bei Stretch und Bobbito Mr. Voodoo oder F.T. einen routinierten 16er fallengelassen hätten, sähe die Sache anders aus, aber um wirklich unverzichtbar zu sein, fehlt hier vor allem raptechnisch das – Vorsicht, ganz fiese Phrase – gewisse Etwas.
 

Phonte InvFind it at hhv.de: CD Und gleich noch ein schwieriger Kunde. Erwartungsgemäß ist Phonte neben 9th Wonder der umtriebigste Little Brother geblieben, ein Umstand, der sich jetzt in einem neuen Album konkretisiert. Nun ist hinlänglich bekannt, dass Phonte nicht nur ein passabler Rapper, sondern auch ein recht begabter Troubadour ist – ein Umstand, der Charity Starts At Home nicht unbedingt zu Gute kommt. Mediokre Slum Village-Rip-Offs treffen auf flügellahme Baduifizierungen und Bilalismen – ein Album wie alkoholfreies Bier.
 

Roots Manuva - 4everevolutionFind it at hhv.de: CD | 2LP Weiter mit dem vielleicht kostantesten Insel-Rapper der letzten 10 Jahre, dem man aber mittlerweile auch anmerkt, dass seine Sturm-und-Drang-Phase schon einige Jahre zurückliegt. Roots Manuva hat alles, was er auf 4everevolution macht, schon mehr als einmal radikaler, interessanter und schlicht besser gemacht. Die Dub-Passagen bleiben verglichen mit Dub Come Save Me oberflächlich, die elektronische Finten waren auf Awfully Deep hinterlistiger und die opulenten Popmomente auf Run Come Save Me epischer und cleverer komponiert als hier. Dass man sich 4everevolution dennoch bedenkenlos in den Schrank stellen kann, spricht für das generelle Niveau des Mannes von der Insel.
 

Z-Ro Inv Die Hookmaschine aus Sizzurp-City ist zurück mit einer weiteren Ergänzung zum extensiven Drogen-Cocktail. Dieses Mal widmet sich Z-Ro Meth und besticht mit den üblichen Qualitäten: entspannte Südstaaten-Tracks, gemacht für die Subwoofer-Posse, butterweiche, gesungene Hooks und diese typisch-texanische Delivery, für die man(n) ja auch UGK so bedingungslos feierte. Gerade in den ersten kalten Tagen seit einer halben Ewigkeit eine willkommene Eskapismus-Platte.
 

Kollegah - Bossaura Wem das zu bodenständig ist: es gibt da diesen Sympathikus mit mehr Allmachtsfantasien als Stalin und einem neuen Album namens Bossaura. Oh ja, mein Fantum für Felix Antoine Blume lässt sich auch von Autotune-Overkills und Sun Diegos dummdreisten Hooks nur schwerlich ausbremsen. Bossaura merkt man deutlich an, dass es lockerer zugeht, wie nach einer Diät. Die obligatorischen achtfach Reime, Punchlineketten und Wortspiele muss man hier, den Titeltrack ausgenommen, erstmal hinter der hyperartifiziellen Plastikoberfläche finden. Mit etwas Geduld stellt man dann aber erleichtert fest: es wird immer noch Doktor gespielt wie bei Guttenberg, auch wenn der Aufwand ein minimaler zu sein scheint, wie Disneyzeichner. Irgendwo ist dies das am konsequentesten amerikanisierte Deutschrap-Album aller Zeiten, die Gucci Mane-isierung des Spiels. Über den starken Gegenwind der Kollegah dafür aktuell entgegenweht, muss man sich also nicht wundern. Dass hier aber beiläufig ‘Kinshasa’ auf ‘Trinkwasser’ gereimt wird, gerät fast in Vergessenheit, weil auf einmal alle überrascht zu sein scheinen, dass der bekennendste Materialist Deutschlands Kohle im Kopf hat wie ein Schneemann.
 

Rustie InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Scheinbar gar keinen Gegenwind gibt es für Glass Swords, das längst überfällige Albumdebüt des ewigen schottischen Wunderkinds Rustie. Dies ist umso erstaunlicher, wenn man sich vergegenwärtigt, was darauf passiert. Rustie klatscht scheinbar übermotiviert eine neonglitzernde Synthschicht nach der andere auf das fast schon proggy anmutende Rhythmuskorsett, schreckt nicht vor fiesesten Gitarrensoli, kitschigen Trance-Breakdowns und billigsten SNes-Sounds zurück und scheint sich generell nie ohne 50kg MDMA und 12 Liter Kaffee an den Rechner zu setzen. Dass er es dann tatsächlich schafft aus verdorbenen Zutaten ein derart schmackhaftes Gericht zu zaubern, geht dann schon in Richtung Alchemie. Wobei ich meist im letzten Drittel kurz unterbrechen muss, um mir die Zähne zu putzen, Audio-Caries und so.
 

Modeselektor InvFind it at hhv.de: Deluxe | 2LP Nicht ganz so gut funktioniert dieser Genre-Headfuck dann auf dem neuen Album von Modeselektor. Während sich der Großteil meiner schreibenden Kollegen einig zu sein scheint, dass Monkeytown der große Wurf ist, bin ich seltsam unterwältigt. Leftfield-Raps von Busdriver, Thom Yorkes Genöle über hektische 2Step-Beats, UK-Funky-Balztänze, Glitch-Pop mit Ms Platnum, Post-Wonky-Hip-Hop, ein Rave-Brett – so wild das auf dem Papier auch klingen mag, von den beiden Herren aus Berlin kennen und erwarten wir das. Und alles was sie hier tun, haben sie, ähnlich wie Roots Manuva, zuvor schon in ähnlicher Form, nur packender, gemacht.
 

Blue Daisy InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Ich weiß nicht, ob es am Wetterumschwung liegt, aber irgendwie bin ich in Nörgellaune. Auch Blue Daisys Debüt The Sunday Gift erfüllt meine durchaus vorhandenen Erwartungen nur bedingt. Die Portishead-Referenzen, morbiden Violinen, verhuschten Stimmen und Skull Disco-Horrotrips sind willkommen, aber was man sich bei den Nu-Metal-Zitaten auf Only For You, Shadow Assassins und Psyche Inquiry gedacht hat, will ich gar nicht wissen. Aus Protest aus dem Vinyl kratzen, echt mal.
 

Emika InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Und noch eine Enttäuschung. Die Ostgut-affine Sounddesignerin Emika debütiert mit gleichnamigem Album auf Ninja Tune und nervt mit abgedroschenem Trip Hop Pathos, sterilem Goth Techno und einem prätentiösen Klassik-Outro. Immerhin kann der Kyle Hall Remix was.
 

Andy Stott InvFind it at hhv.de: 2LP Dann lieber die in Slow Motion abgespielten Horrorvisionen, die Andy Stott seit geraumer Zeit plagen. Nur wenige Monate nach dem brillanten Passed Me By legt der Brite mit We Stayed Together nach. Sechs Tracks, straight outta Kuckucksnest, die am ehesten noch als Dub Techno auf 90bpm zu klassifizieren wären, aber auf jegliche Kifferklischees verzichten und sich so radikal entköperlicht durch die Synapsen winden, dass man hier wirklich nicht mehr von Tanzmusik sprechen kann. Sehr, sehr eigen, sehr, sehr gut.
 

Sully InvFind it at hhv.de: CD | LP Während sich Andy Stott mittlerweile der bedingungslosen Weltflucht verschrieben zu haben scheint, ist Sully geographisch schon leichter zuzuordnen: London, größtenteils at night. Oder sagen wir besser: in den Morgenstunden im Nachtbus Richtung Lewisham mit geschwollenen Augen dem unvermeidlichen Kater entgegen. Carrier passt auch deswegen so gut auf Keysound, weil kaum ein anderes Label so dezidiert LDN ist, wie das Label der Radiogrößen Dusk und Blackdown. Sully transportiert diese immer leicht melancholisch-verklärte Unruhe so eindrucksvoll auf Albumlänge wie zuvor nur Burial und macht Carrier damit zu einem Pflichtkauf. Keine Sorge, die Kirche bleibt im Dorf und Untrue unangetastet, aber dass ein Veteran wie Sully all seine Stärken so konzentriert auf den Punkt produziert hat, kann einen bisweilen schon in die Hyperbel-Kiste greifen lassen.
 

Radiohead Inv Es klang traumhaft und angesichts der letzten Aktivitäten Thom Yorkes nur konsequent: Radiohead lassen The King Of Limbs von der Creme de la Creme der Post-Step-Neo-Vintage-House-High-Brow-Society remixen. Actress, Pearson Sound, Caribou, Jacques Greene, Nathan Fake, Shed, Blawan, Modeselektor, Jamie XX, Sbtrkt, Four Tet, Lone, Mark Pritchard undundund. Gut war das vor allem für den eigenen, mühevoll aufgebauten Rufm die Antithese zu all diesen verstockten Gitarrenbands zu sein. Das sind Radiohead aber schon seit Jahren und dieser Remix-Monolith wirkt oft wie eine Fingerübung. Gefreut über die Anfrage hat sich sicher jeder einzelne der Beteiligten, aber mit wenigen Ausnahmen (Actress, Nathan Fake, Blawan, Shed) gelingt es kaum jemandem. an seine bisherigen Karrierehighlights anzuknüpfen.

Apparat InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Während Radiohead momentan so deutlich mit Autoren-Techno und Brit-Bass flirten wie nie zuvor, entwickelt sich Sascha Ring in die andere Richtung. Apparat war ja nun schon von jeher mehr als Boom-Tschak, aber wie sehr Ring sich dieses Mal auch strukturell an klassisches Songwriting angenähert hat, ist dann doch neu. Erwartbar, aber neu. Mein Hauptproblem ist dabei nicht Rings Stimme, sondern wie er diese inszeniert. The Devil’s Walk klingt dank Rings Thomifizierung oft mehr nach Radiohead als Radiohead selbst. Das ist schade, weil Apparats größte Stärke nach wie vor das sorgfältige Herausschälen zarter Melodien aus dunklen Granitblöcken ist, etwas was hier zugunsten schmachtender Indietronica zu stark vernachlässigt wurde. Warum glauben eigentlich nach wie vor alle, man könne nur mit erhöhtem Vokaleinsatz und echten Instrumenten erwachsen werden?
 

Death In Vegas InvFind it at hhv.de: 2LP Und wer macht derweil das bessere Apparat-Album? Die Weirdos von Death In Vegas. Deren Trans-Love Energies flirtet im Titel mit Kraftwerk und 60er-Jahre-Utopien, stellt fragile Vocals an die Seite scheppernder Cold Wave Beats, zitiert den Streber-Rock von My Bloody Valentine, Battles und Tortoise, lässt M83 alt aussehen und packt einen unverschämten Acid-Chugger ins Zentrum des Albums. Ungehobelt und vor allem unvorhersehbar. Ich kaufe.
 

Neon Indian InvFind it at hhv.de: 2LP Wesentlich vorhersehbarer ist Neon Indians Fango-Packung Era Extrana. Die Buzzwords aus dem letzten Jahr sind mittlerweile glücklicherweise Geschichte, so dass man Era Extrana nun mit konventionelleren Vokabeln beschreiben kann: Lo-Fi-Pop, mal mit hippiesken Zügen, mal Shoegaze-Upfucks, mal Air. Durchaus kurzweilig, aber harmlos.
 

James Blake InvFind it at hhv.de: CD | LP Nachdem James Blake vor kurzem auf Hemlock bewies, dass er doch noch ohne Vocoder und Tränen kann, geriert er sich nun auf dem Minialbum Enough Thunder wieder als jene Oddball-Heulsuse, die ihn direkt auf die großen Bühnen und Cover Europas katapultierte. Enough Thunder (inkl. Bon Iver-Kollabo und Joni Mitchell-Cover) ist in dem, was es ist, nicht schlecht, klingt aber oft wie Resteverwertung. Und so überraschend Blakes erste Gehversuche als Piano-Man und Subbassler-Gone-Crooner auch waren: jetzt reichts, wir wollen wieder wild torkelnde Lil Wayne Remixes und um die Ecke programmierte Synthlines.
 

The Field InvFind it at hhv.de: 2LP+CD Looping State Of Mind. Ein großartiger und programmatischer Titel, besonders für die Musik von Axel Willner. Als The Field nämlich schichtet Willner seit Jahren Loop über Loop, lässt diese in Crescendos kulminieren und wieder sanft abklingen, kreiert routiniert Walls-Of-Sound aus kleinsten rhythmischen Fragmenten, den Loops. Sein drittes Album fühlt sich nun weniger artifiziell an, die Tracks klingen seelenvoller, weniger artschooly. Auch hier ist Techno und besonders dessen Produktionstechniken eher übergeordnete Klammer als wirklich hörbar, während sich Kraut- und Postrock, Warp und MoWax über die oft sehr schüchterne Bassdrum legen.
 

Portable InvFind it at hhv.de: 2LP Vor kurzem beklagte Kollege Okraj an anderer Stelle den Mangel an überzeugenden Stimmen in der aktuellen House-Landschaft. Portable ist nun beileibe keine Diva Barbara Tucker’schen Ausmaßes, aber immerhin traut sich der Südafrikaner seit Jahren sein, eher bei Depeche Mode und Joy Division als im afroamerikanischen Soul-Kanon geschultes Organ, prominent auf seinen häufig sehr understated wirkenden House-Tracks zu platzieren. Vielen ist das dann zu campy, ich würde aber behaupten, dass Into Infinity ohne Portables Gesang weit weniger überzeugend wäre. Das nächste Release habe ich zwar noch nicht gefunden, aber das Album als ganzes ist durchaus zu empfehlen.
 

Roman Flügel InvFind it at hhv.de: 2LP Ein weiteres wunderbar eigenständiges House-Album hat Roman Flügel, Frankfurts großer Routinier, auf Dial vorgelegt. Fatty Folders reanimiert ab und an elegante Microhouse-Figuren, klingt manchmal nach Pulsinger in der iO-Phase und zitiert zwar auch die amerikanischen Mutterstädte, aber immer nur um umzuschreiben und zurekontextualisieren. Auch was auf Bahia Blue Bootcamp zu Beginn Floating Points-y anmutet, mutiert schnell in einen manischen Tropical-Banger, wie ihn diese ganzen Post-Blog-Houser Marke Round Table Knights seit Jahren schreiben wollen, aber nicht können. Der Roman aber, der kann alles. Wer vom letzten Isolee Album enttäuscht war, könnte hiermit wieder glücklich werden.
 

Andy Vaz InvFind it at hhv.de: 2LP Wer Andy Vaz’ vor kurzem bei uns hinterlassene DJ-Charts gelesen hat, musste sich keine Sorgen machen, dass sein zweites Album Straight Vacationing irgendwelche Geschmacklosigkeiten enthalten würden. Im Gegenteil, Straight Vacationing schafft es mühelos die für einen House-Enthusiasten so typischen Referenzpunkte unter einen Hut zu bringen. Sample-lastiger Disco-House ( Just Another Road, A Dope Jam, Staubnitz ), Acid ( Colliding Worlds ) und natürlich immer wieder Detroit, egal, ob im feisten Robert Hood-Stil oder eher mit Derrick May-Gedächtnissynths. Ja, so ganz eigenständig ist das nicht, aber das ist auch gar nicht notwendig, gerade in einem Genre, das es so oft vermasselt sein Potential auch auf Albumlänge zu entfalten.
 

Martyn InvFind it at hhv.de: CD | 2LP Was lässt man auf eines der wichtigsten Alben der ersten Dubstep-Welle folgen? In Martyns Fall ein deutliches Statement. Ghost People ziert sich nur noch ganz selten mit diesen betörenden Flächen, die Great Lenghts zu einem Semi-Klassiker gemacht haben. Streng genommen hätten sich sogar nur Distractions und Twice As auf Martyns Debüt problemlos eingefügt, zu widerspenstig weigert sich das Gros der hier versammelten Tracks dem früheren Trademark-Sound des Niederländers gerecht zu werden. Ein Album, das seine Liebe für klassischen House und Techno ausdrückt, wolle er machen. Aber selbst wenn Martyn die Technokeule schwingt, bricht er die Bassdrum-Euphorie mit verspultem Bit-Gezwitscher ( Masks ), Angst einflößenden Störgeräuschen und Staccato-Elementen ( Horror Vacui ) oder tribalesken Breaks ( Ghost People ). Popgun ist dann sogar noch ein Seitenhieb auf die grassierende Bass-Pornographie und Bauplan ein gelungener Verweis auf Carpenter, Moroder und damit indirekt auch auf Drexciya, Model 500 und Co. Tolles Album.
 

Reel By Real Inv 20 Jahre hat sich die Detroiter Techno-Legende Martin Bonds bitten lassen um neue Musik als Reel By Real zu produzieren. Dass auch die neuen Tracks klingen. als hätten sie bereits 15 Jahre in Bonds Keller überwintert, ist durchaus als Ritterschlag für Surkit Chamber – The Melding zu verstehen. Der Arpeggio-lastige Electro von Buckshot klingt wie die Blaupause für mindestens 15 Mr. Oizo Tracks, auf WRX und Glass macht uns endlich mal jemand anderes als Shed bewusst, warum Breakbeat Techno annodazumal eine gute Sache war, für Stow Away würde Boddika vermutlich seine 808 verkaufen und I Won’t Follow klingt wie Bugz In The Bassbin auf Crack. Ääääääh, wow!
 

Future Times InvFind it at hhv.de: 2LP Das Beste zum Schluss. Ich traue mich ja mittlerweile schon fast nicht mehr erneut eine Ode an die Jungs von Future Times anzustimmen, aber was die Typen nun in Form ihres zweiten Labelsamplers Vibe 2 vorlegen, bringt mich an den Rand einer Spontanejakulation. Was Max D gleich zu Beginn mit Comeback Dust anstellt, habe ich bereits an anderer Stelle vergeblich versucht zu umschreiben, Alexis Le-Tan hechelt und editiert, Juju & Jordash lassen ihrem vintage Groove ganz viel Platz, Hunee gibt Oni Ayhun Nachhilfe, Sandkastenfreund Jason Letkiewicz zeigt – egal ob als Steve Summers oder Confused House – wer momentan der große Roland-Zampano ist und abschließend fühlt sich die ganze Bande dann auch noch ganz doll sexy. Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn.
 

Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 04.10.2011
Zwölf Zehner
September 2011
Willkommen im Oktober. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat September musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Review | verfasst 25.09.2011
Apathy
Honkey Kong
Natürlich sind manche Punchlines hier hart an der Grenze. Dennoch: Apathy gelingt mit Honkey Kong ein richtig gute Rapalbum.
Music Kolumne | verfasst 16.03.2011
Aigners Inventur
Februar 2011
Raekwon kümmert sich um die Basis, Mr Dibiase um die Atari-Nerds, Show & KRS-One um die ewig Gestrigen, Virgo 4 um Chicago, PJ Harvey um England und Radiohead um die Journaille. Madames et Monsieurs: der Februar!
Music Kolumne | verfasst 06.03.2019
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Review | verfasst 23.11.2011
Andy Stott
We Stay Together
Dunkler Dubstep, abgestumpfter House und kalter Minimal-Techno gehen auf We Stay Together eine unheilige Allianz ein.
Music Review | verfasst 31.10.2012
Andy Stott
Luxury Problems
Andy Stott hat seinen rabiaten Industrial-Techno diesmal mit einer elfenhaften Stimme gepaart: Das Resultat macht die Musik unvorhersehbarer
Music Review | verfasst 17.11.2014
Andy Stott
Faith In Strangers
Andy Stott bietet auf »Faith In Strangers« die passende musikalische Untermalung für eine gepflegte Winterdepression.
Music Review | verfasst 21.04.2016
Andy Stott
Too Many Voices
Steinmetz oder Ballettänzer? Andy Stott ist sich noch unsicher. Das hört man dem Album an. Es schadet aber nur der Durchschlagskraft.
Music Review | verfasst 19.11.2019
Andy Stott
It Should Be Us
Kurzerhand hat Andy Stott mit »It Should Be Us« neue Musik veröffentlicht. Neun Tracks, die der Vorbote eines neuen Albums sind.
Music Review | verfasst 20.04.2021
Andy Stott
Never The Right Time
Zack! Ohne große Ankündigung hat der Mancurian Andy Stott mit »Never The Right Time« ein neues Album veröffentlicht.
Music Kolumne | verfasst 12.11.2012
Zwölf Zehner
Oktober 2012
Willkommen im November. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Oktober musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Porträt | verfasst 24.06.2016
Andy Stott
Schmetterlinge aus der Maschine
Der Meister der düsteren Elektronik nennt seine Single »Butterflies«. Andy Stott überraschte einige, als er im Frühjahr nicht nur sanfte, sondern auch poppige Töne einschlug.
Music Liste | verfasst 01.07.2021
Halbjahresrückblick 2021
50 best Vinyl Records so far
Das vergangene halbe Jahr hat gefühlt ganze fünf gedauert. Ein nie endender Winter, quälende Isolation. Und die Musik? Die lief weiter, auf unseren Plattenspielern. Diese 50 Schallplatten blieben dabei besonders im Gedächtnis.
Music Review | verfasst 31.10.2011
Andy Vaz
Straight Vacationing
Etliche Detroit-Referenzen, im Klangentwurf dennoch integer: Andy Vaz präsentiert einen hervorragenden zweiten Longplayer.
Music Review | verfasst 09.02.2016
Andy Vaz
House Warming LP
Mit der Routine eines Producers, der seit 15 Jahren im Geschäft ist, gibt Andy Vaz seiner »House Warming LP« alles mit, was sie braucht.
Music Liste | verfasst 05.10.2011
Andy Vaz
DJ Charts
Erfolgreicher DJ, Produzent und Labelbetreiber. Der gebürtige Düsseldorfer Andy Vaz vereint viele Funktionen in seiner Person. Kurz vor der Veröffentlichung seiner neuen LP war es für uns an der Zeit, ihn nach seinen Einfüssen zu befragen.
Music Kolumne | verfasst 06.02.2013
Zwölf Zehner
Januar 2013
Willkommen im Februar. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Januar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 08.02.2016
Entweder Oder
Entscheider: Andy Vaz
Andy Vaz lässt sich auch bei den fiesen Fragen nicht aus der Ruhe bringen. Neben seinem neues Album »House Warming« macht uns der Kölner bei »Entweder oder« vor allem die Vorzüge des Mangalorian Fishcurry schmackhaft. Wir sind überzeugt.
Music Review | verfasst 23.10.2010
Apparat
DJ Kicks
Apparat weiß wie kein anderer atmosphärisch komplexe Stimmungen zwischen Electronica und Techno zu generieren.
Music Review | verfasst 02.04.2013
Apparat
Krieg und Frieden
Sascha Ring wagt sich mit »Krieg und Frieden« auf ganz neues Terrain vor und komponierte Musik für ein Theaterstück.
Music Review | verfasst 21.07.2008
Apparat
Things To Be Frickled
»Things To Be Frickled« dokumentiert Apparats beneidenswerte Produktivität im 12inch/B-Seiten/Remix-Sektor auch für CD-Käufer.
Music Review | verfasst 23.10.2015
Apparat
Multifunktionsebene • Tttrial And Eror • Duplex
Shitkatapult veröffentlicht die 3 frühen Werke von Apparat, »Multifunktionsebene«, »Tttrial And Eror« und »Duplex« erneut auf Vinyl.
Music Review | verfasst 13.05.2011
Emika
Count Backwards
Wo die gestresste Seele Ruhe findet, so verrät die neue Single von Emika, ergibt sich beim Rückwärtszählen
Music Review | verfasst 31.10.2011
Emika
Emika
An Emika scheiden sich die Geister: Unser Autor Andreas Peters sieht darin die Verbindung vom frühen Bristol- zum aktuellen Berlinsound.
Music Review | verfasst 09.03.2016
Emika
Flashbacks EP
Wir wissen nicht, wann Emika das alles anpackt: aber nach Album »Drei«, Crowdfunding für Sinfonie, Klavieralbum, kommt die »Flashbacks EP«
Music Review | verfasst 05.11.2010
7L & Esoteric
1212
Erstmals seit 2006 gibt’s das Gespann 7L & Esoteric wieder auf Albumlänge. Die Ansage: 12 Tracks, die alle als 12inch taugen sollen.
Music Review | verfasst 10.03.2007
Evidence
The Weatherman LP
Weniger Nostalgie, mehr Risikofreude, ohne die klassizistische Nische zu verlassen: Evidence-Haten ist wieder uncool geworden.
Music Review | verfasst 04.10.2011
Evidence
Cats & Dogs
Nach vier Jahren in der Versenkung kehrt Evidence mit einem Album zurück, das zeigt, wie einfach und wie gut Hip Hop sein kann.
Music Review | verfasst 12.03.2012
Copywrite
God Save The King
Copywrite hat einen erstklassigen, klugen Rapstil und darf diesen auf Beats von RJD2, Bronze Nazareth oder Marco Polo ausbreiten.
Music Kolumne
Records Revisited
DJ Shadow – Endtroducing (1996)
Vor 25 Jahren erschien mit »Endtroducing« ein Hip-Hop-Album, das Björk mit Metallica und finnischer Fusion zusammendachte. DJ Shadow grub dafür im Keller. Und fand Gold. Dann schuf er ein Album, das aus der Zeit gefallen zu sein scheint.
Music Porträt
Sarah Davachi
Echo der Unendlichkeit
Intensität ist das Wort, das in den Sinn kommt. Bei ihrer Musik und bei ihren Sätzen. Ihr Sound fühlt sich an, als ob jemand mit einer Fingerspitze über die Seele streicht. Jetzt erscheint Sarah Davachi neues Album »Antiphonals«.
Music Porträt
Dais Records
Klang als Kollektion
Zwischen Experiment und Erwartung, Neuem und Altem wagt Dais Records seit Jahren den Spagat. Gibby Miller und Ryan Martin ziehen dort ihre Kreise, wo Linearität bewusste Störung erfährt – und treten so in die Fußstapfen großer Vorgänger.
Music Porträt
Leslie Winer
Der unbekannte Weltstar
Björk, Grace Jones, Boy George und Sinéad O’Connor zählen zu ihren Bewunderern. William S. Burroughs war ihr Mentor. Irgendwie hat sie auch Trip-Hop erfunden. Dennoch ist Leslie Winer heute nur Insdern bekannt. Das könnte sich jetzt ändern.
Music Porträt
DJ Koco
Guest Mix
Bei DJ Koco treffen atemberaubende Mixing-Skills auf eine Selection von ungeheurer Raffinesse. Kaum einer cuttet seine Breakbeats tighter ineinander als er. Das Verblüffendste: Der japanische DJ beschränkt sich in seinen Sets auf 7Inches.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2021
Keift und brummt sich wieder durch die Veröffentlichungen der letzten zwei Monate: Aigners Inventur, mit Bärlauch-Antipathie und Seerobben-Ehrfurcht. Dazwischen Alben von Flying Lotus, Erika De Casier, Space Afrika und Maxine Funke.
Music Kolumne
Records Revisited
John Coltrane – Africa/Brass (1961)
1961 markierte »Africa/Brass« den Anbruch eines neuen Zeitalters: Für John Coltrane war es der Beginn seiner Impulse!-Jahre, für viele afrikanische Staaten der Start in die Unabhängigkeit. Musikalisch war es sein ambitioniertestes Vorhaben.
Music Kolumne
Records Revisited
Björk – Vespertine (2001)
Mit »Vespertine« schien Björk Guðmundsdóttir das Versprechen ihres vorherigen Werks nicht einzulösen. Weil sie dieses Mal einen vollkommen anderen Ansatz wählte. Was »Vespertine« von 2001 zu einer ihrer besten Platten bis heute macht.
Music Porträt
Polo & Pan
Eklektisch in den Weltraum
Polo & Pan sind bereit abzuheben. Nachdem sie es mit ihrem kunterbunten Stilmix bis ins Hotelzimmer von Elon Musk schafften, blicken sie nun höheren Sphären entgegen. Die irdischen Fans beglückt das Duo derweil mit dem Album »Cyclorama«.
Music Liste
Durand Jones & The Indications
10 All Time Favs
Durand Jones & The Indications verbinden seit Ihrem Debüt vor fünf Jahren Vergangenheit und Zukunft des Genres. Jetzt erscheint ihr drittes Album »Private Space«. Zeit, um die Band nach den 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt haben.
Music Porträt
Conrad Schnitzler
Mitten im Durcheinander
Immer noch wird der 2011 verstorbene Conrad Schnitzler vor allem für seine Verbindung zu Kraftwerk oder Tangerine Dream wahrgenommen. Dabei steht sein beeindruckendes Werk genauso für sich allein, wie er Verbindungen herzustellen wusste.
Music Kolumne
Records Revisited
Main Source – Breaking Atoms (1991)
In mancher Hinsicht scheint »Breaking Atoms«, das Debüt von Main Source, ein Klassiker aus der zweiten Reihe geblieben zu sein. Doch die Produktion von Large Professor definierte einen Signature Sound für das Goldene Zeitalter des Hip-Hop.
Music Kolumne
Records Revisited
LFO – Frequencies (1991)
Die niederfrequenten Schwingungserzeuger LFO aus Leeds schufen mit »Frequencies« eines der ersten Techno-Alben. Ihre hohen Bleeps und tiefen Clonks haben Technogeschichte geschrieben. Bis heute kann, äh, muss man dazu tanzen.
Music Kolumne
Records Revisited
Funkadelic – Maggot Brain (1971)
Mit »Maggot Brain« begeben sich Funkadelic auf die dunkle Seite des Funk. Das triumphierende Lustprinzip wird mit dystopischer Eschatologie durchsetzt und stellt der Feier des Lebens eine beklemmende Endzeitstimmung zur Seite.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2021
Hier wird nicht lange gefackelt und sogar auf halbgare UEFA-Gags wird verzichtet. Stattdessen wird im Sinne der Schallplatte gehandelt und an die 20 Vinyl-Scheiben werden zum Drehen gebracht.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2021
50 best Vinyl Records so far
Das vergangene halbe Jahr hat gefühlt ganze fünf gedauert. Ein nie endender Winter, quälende Isolation. Und die Musik? Die lief weiter, auf unseren Plattenspielern. Diese 50 Schallplatten blieben dabei besonders im Gedächtnis.
Music Porträt
Hōzan Yamamoto
Meditation aus Improvisation
Über fünf Dekaden hinweg pushte er japanischen Jazz in spirituelle Sphären, ohne Kitsch oder Esoterik. Ansehen erntete er dafür vor allem in seiner Heimat. Bis heute gilt Hōzan Yamamotos Schaffen international als Geheimtipp.
Music Porträt
Hoshina Anniversary
Die Fusion von Techno und Jazz
Hoshina Anniversary macht Techno. Er selbst würde sich aber eher in der Nachfolge zu Jazz und traditioneller japanischer Musik verorten. Und damit ist der Tokioter nicht allein.
Music Essay
Jazz Kissa
Wo in Japan die Musik spielt
Sie bieten stilvollen Rückzug aus einer Welt, in der alle permanent hören. Und zelebrieren das Hören von Musik: Jazz Kissas sind Japans inoffizielles Kulturerbe. Der Journalist Katsumasa Kusunose dokumentiert sie nun.
Music Porträt
Hiroshi Suzuki
Der Unbekannte mit der Posaune
1976 hat der japanische Posaunist Hiroshi Suzuki ein Album aufgenommen. »Cat«, das sich weniger durch Perfektion als durch einen feinen Groove auszeichnet, ging dereinst ein wenig unter. Nun kannst du es wiederentdecken.
Music Essay
Small In Japan
Die Vinyl-Nation, die keine ist
Aufwändige Aufmachungen, audiophile Listening Bars und die meisten Plattenläden der Welt: Japan, ein Vinyl-Paradies? Jein. Das Medium spielt dort gar keine große Rolle. Unsere Kulturgeschichte der japanischen Musikindustrie.
Music Liste
Evidence
10 All Time Favs
Evidence ist Producer, Cratedigger und Rapper, und zwar einer, der in 15 Karrierejahren die Lust am Entdecken nie verloren hat. Jetzt erscheint sein Album »Unlearning Vol.1«. Wir fragten nach 10 Schallplatten, die ihn geformt haben.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 2nd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 17.7.2021 findet nun der zweite Record Store Days in diesem Jahr statt. Auch dafür sind wieder mehrere Dutzend exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus abermals zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Kolumne
Records Revisited
The Smiths – The Queen Is Dead (1986)
Das 1986 veröffentlichte »The Queen Is Dead« ist der Höhepunkt der nur fünf Jahre und vier Studioalben währenden Karriere der britischen Band The Smiths. Es klingt auch nach so langer Zeit noch erfrischend eigenwillig.
Music Kolumne
Records Revisited
Porter Ricks – Biokinetics (1996)
Als Porter Ricks im Jahr 1996 das Album »Biokinetics« veröffentlichten, handelte es sich um mehr als nur eine um Zusatzstücke erweiterte Sammlung ihrer ersten 12inches. Sondern um den utopistischen Versuch, Dub Techno weiterzudenken.
Music Porträt
BBE Records
Influencer der Influencer
Peter Adarkwah ist der Grund, warum manches Life durch J Dilla gechanged wurde, das Roy Ayers einen zweiten Frühling erlebt hat und das japanische Jazz-Alben von Pitchfork rezensiert werden. In anderen Worten: BBE Music wird 25 Jahre alt.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 12.6.2021 findet nun der erste von zwei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind wieder mehrere hundert exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Portico Quartet
Guest Mix
»Terrain« heißt das neue Album der britischen Band Portico Quartet, dass in diesen Tagen auf Gondwana Records veröffentlicht wurde. Für uns hat Jack Wyllie von Portico Quartet in einem exklusiven DJ-Mix 60 Minuten Musik zusammengestellt.
Music Porträt
SSIEGE
Suche nach dem Endlosloop
Dicht gedrängt wandeln die Produktionen von SSIEGE an den Übergängen der Jahreszeiten und verschwimmen in ultragesättigten Bildern. Mit ihnen erzählt der Italiener ohne großes Brimborium von Träumen, die sich immer weiter wiederholen.
Music Kolumne
Records Revisited
Marvin Gaye – What's Going On (1971)
Muss man dies Album überhaupt in Erinnerung rufen? Eigentlich nicht. Aber man kann es immer wieder hören. Und es ist bis heute aktuell geblieben, im Guten wie im Schlechten. Marvin Gayes »What’s Going On« wird 50 Jahre alt.
Music Porträt
Seefeel
Musik im luftleeren Raum
Seefeel sind eine Zusammenkunft der Unwahrscheinlichkeiten. Seit fast 30 Jahren spielen sie zwischen den Stilen und befreit von kontemporären Referenzen. Ihr Sound ist bis heute unbegreiflich.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.
Music Interview
Adrian Younge
Sonische Geschichtsstunde
Mit »The American Negro« beginnt ein neues Kapitel in der Arbeit von Adrian Younge. Sie ist frontaler, politisch aufgeladener und selbstsicherer. Er will lehren. Wir hatten die Gelegenheit zu einem ausführlichem Interview.
Music Liste
Leon Vynehall
10 All Time Favs
Mit seinem neuen Album »Rare, Forever« setzt der britische Produzent Leon Vynehall den Weg fort, den er mit »Nothing Is Still« begonnen hat. Uns verrät er heute 10 Schallplatten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Gil Scott-Heron – Pieces Of A Man (1971)
Man nannte ihn den »Godfather of Hip Hop«, weil er über Drogen, Rassismus und die Divided States of America textete. Mittlerweile ist das erfolgreichstes Album von Gil Scott-Heron 50 Jahre alt – und aktueller denn je.
Music Kolumne
Records Revisited
Deftones – White Pony (2000)
Die im Juni 2000 veröffentlichte LP »White Pony« wurde deshalb zu einem dermaßen bahnbrechenden Album, weil sich die Deftones darauf erstmals als die Zitationsmaschine in Szene setzen, die sie eigentlich immer schon gewesen waren.
Music Liste
Jenn Wasner (Flock Of Dimes)
10 All Time Favs
Mit ihrem Soloprojekt Flock of Dimes hat Jenn Wasner gerade ihr persönlichstes und zugleich substanziell weitreichendstes Album vorgelegt. Wir baten die Musikerin uns 10 Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.