


Letztes Rap-Album des Monats, kaputtestes Frauenbild. Travi$ Scott vermengt auf »Birds In The Trapp Sing Brian McKnight« den misanthropischen Isolationismus von The Weekend und die megalomanische Einfältigkeit seines Quasi-Papas Kanye zu einem Album, das im Turn Up ständig schon den Come Down im Nacken sitzen hat und sich im Come Down nur mit dem erneuten Turn Up zu helfen weiß (aka die Future-Formel). Dass Scott nie ein Künstler von Kanye’schem Format werden wird, ist auch auf Album Nummer Zwei mehr als offensichtlich, Scott bleibt in der Rolle des seltsamen Sidekicks am besten. Aber: für jemanden, der in der öffentlichen Wahrnehmung von vornherein im Epigonentum steckte, ist das hier eine deutliche Steigerung.











Tschö M.I.A., ich hoffe das war’s jetzt wirklich. »Aim« ist ein derart substanzloses, ideenfrei hingerotztes Album, das wie schon früher hochkomplexe globale Probleme in Agit-Tweetismus umkodiert und sich für jede musikalische Dummheit stolz auf die Schulter klopft. Sorry, aber so geht das nicht. Nicht nur weil M.I.A. das Gespür für Avant-Pop schon lange verloren hat, sondern vor allem weil sie hier ihre Persona so konsequent selbst demontiert wie das selbst der größte Nörgeljürgen nicht hätte antizipieren können. Aber wer weiß, vielleicht rettet ihr ein Video den Arsch. Mal wieder.

