Music Liste | verfasst 15.03.2018
12 Disco Music Records
with Sleazy Cover Artwork
Mit dem Disco-Revival kamen auch die alten, aufreizenden Plattencover zurück. Wir möchten diesen schmalen Grat zwischen Altherrengeilheit und kultiger Ästhetik würdigen, auf dem sich Sleazy Cover immer bewegen.
Text Niklas Fucks
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Plattensammler sind meist zwischen Mitte Vierzig und Mitte Fünfzig, einsam und vor allem männlich. Das ist nicht erst seit gestern so, schließlich erlebte Vinyl seinen Zenit in einer Zeit, in der das Frauenwahlrecht meist kaum älter als 50 Jahre war und die Gesellschaft jenseits von Herd, Küchentisch und Kreissaal wenig Platz für Frauen ließ – außer in aufreizenden Posen auf Plattencovern. Denn jede Kiste Platten im Trödelladen zeigt: Sich räkelnde Körper schmückten einmal absolut alles zwischen Top-Hit-Compilation, Free-Jazz und Easy Listening.

Wer einmal im Online-Journalismus um Klicks gekämpft hat, weiß auch, dass »Sex Sells« keine hohle Phrase ist, sondern empirische Realität. Mit etwas nackter Haut auf ein Teaser-Bild klickt sich der zugehörige Artikel mindestens doppelt so gut. Ähnlich müssen auch Labelmenschen und Marketingstrategen in den Fünfziger und Sechziger Jahren gedacht haben, als sie Sleazy Cover scheinbar willkürlich auf die seltsamsten Platten knallten. Mit der Zeit professionalisierte die Musikindustrie ihr Pimp-Game und wurde immer besser darin, einsamen Musikenthusiasten Sex präzise zu verkaufen – bis irgendwann Disco als perfektes Sex-Genre die Grenze zwischen laszivem Cover und erotischer Musik endgültig verwischte.

Nun erlebt Disco seit einigen Jahren eine Renaissance und die alten, aufreizenden Plattencover kehren zurück in die Läden. Klar: Egal, wie frisch manche Songs aus den Siebzigern und Achtzigern heute klingen, haftet den Platten natürlich der Muff eines antiquierten Frauenbildes an. Doch das Sleazy Cover ist eben auch eine Kunst, ein Indikator für dreckige Tanzmusik, bei der es exzessiv zugeht. Wir möchten diesen schmalen Grat zwischen Altherrengeilheit und kultiger Ästhetik würdigen, auf dem sich Sleazy Cover immer bewegen. Deshalb haben wir zehn einzigartige Viagraersatz-Plattencover aus den letzten oder kommenden Monaten zusammengestellt, hinter denen sich auch noch unfickbare Musik verbirgt.


Hier entlang zu den 12 Schallplatten mit Sleazy Cover Artwork bei hhv.de.


Jennifer Lara - Weekend Loving Jennifer Lara – Weekend Loving (Jamwax, 2018 / 1985) (Buy ► Vinyl 2LP)
Wochenenddepressionen sind real, »Weekend Loving« von Jennifer Lara ist die Medizin. Das 1985 in Jamaika aufgenommene Album ist ein Plädoyer für Liebe, Loslassen und eben das Wochenende. Die Künstlerin Jennifer Lara war in den Siebziger Jahren eine wichtige Backgroundsängerin für Musiker wie Delroy Wilson, Sugar Minott oder Dennis Brown. Laras 1974 aufgenommenes Debütalbum war erdiger Roots Reggae Sound, auf »Weekend Loving« ging es deutlich heißer her. Der Downtempo-Boogiekracher »Big Surprise« ist der Grund, warum dieses Album bei DJs schon seit Monaten in der Preorder hängt, doch auch die Reggae-orientierteren Titel des Albums bleiben hängen und stehen für das Love in Lover’s Rock. Dickes Plus: Das Reissuelabel Jamwax hat das Album von einer auf zwei LPs entzerrt.
 

V.A - Pinky Violence Various Artists – Pinky Violence Best Sound Colle (Tava Tava Rare, 2018) (Buy ► Vinyl LP)
Exploitation ist der Deckmantelbegriff, unter dem Filmstudios in den Siebzigern Low-Budget Actionfilme mit Soft-Porno-Anleihen veröffentlichten. Das Wort ist vor allem mit US-Filmen wie »Shaft« oder »Coffy« assoziiert, dabei hatten viele Länder eine eigene Exploitationfilmkultur – zum Beispiel Japan. Dort hieß das Genre Pink Film oder Pinky Violence, je nachdem, ob der Fokus eher auf Sex oder Gewalt lag. Die Compilation »Pinky Violence Best Sound Colle« widmet sich den beiden Studios Toei und Nikkatsu, die solche Filme in den Siebzigern produzierten. Die oft von japanischen Jazzkünstlern komponierten Titel erinnern an Soundtracks italienischer Poliziotteschi-Filme oder den feuchten Traum eines Breakheads: Dreckiger Funk, schnalzendes Schlagzeug, Bläser und massive Basslines.
 

Asphixation - What Is This Thing Asphyxiation – What Is This Thing Called ‚Disco’? (Chapter Music, 2017 / 1981) (Buy ► Vinyl 2LP)
Der Quotenpenis dieser Liste beweist: Lasziv geht auch in haarig, mit Kippe und ohne Erektion. Asphyxiation war ein Nebenprojekt des höchst experimentellen australischen Musikers, Regisseurs und Labelgründers Phillip Brophy, der sich 1981 fragte: »What Is This Thing Called ‚Disco‘?« Für Brophy war es damals anscheinend ein extrem durchgeknallter Mix aus New Wave, Prototechno, Punk und Jazz-Funk. Allen, die jetzt schon anfangen die Discogs-Wantlist zu zücken, sei auch das Werk seiner schwer googlebaren Band → ↑ → ans Herz gelegt. »What Is This Thing Called ‚Disco‘?« jedenfalls ist ein einzigartig verrücktes Album – vor allem, da es wohl zu Brophys zugänglicheren Werken gehört und vielleicht sogar ein Versuch war, ein Mainstream-kompatibles Album zu produzieren.
 

Susanna Estrada - The Sexedelic Sound.. Susana Estrada – The Sexadelic Disco Funk Sound Of Susana Estrada (Espacial Discos, 2017) (Buy ► Vinyl LP)
Gerade auf dem Schirm, dass Spanien bis in die frühen Achziger ein repressives Regime war, in dem Zensur und Gewalt Alltag waren? Auch nach Francos Tod 1975 lebte seine Diktatur einige Jahre weiter, trotzdem erlebte die Gesellschaft in den Jahren danach langsam eine Aufbruchsstimmung. Kaum jemand verkörpert diese Transiciòn wie Schauspielerin, Kabaretttänzerin und Sängerin Susana Estrada. Sie gilt als Sexsymbol ihrer Zeit, war 1976 die erste Frau, die in Spanien komplett nackt auf einer Theaterbühne stand und spielte sowohl in Erotik-, als auch in Aufklärungsfilmen mit. Es ist also nicht selbstverständlich, dass ihre schwer gesuchten Alben und Singles so »Sexadelic« sind, wie diese Compilation verspricht. Estradas Dancefloor-zersetzende Songs sind eben nicht nur grandioser Gestöhnedisco, sondern ein wichtiger Beitrag zur sexuellen Befreiung.
 

Sandy Samuel - I Like Sado Music Sandy Samuel – I like Sado Music (Erezioni, 2017 / 1980) (Buy ► Vinyl 12inch)
Auch Sandy Samuel tat ihren Beitrag zur sexuellen Befreiung, als erfolgreiche italienische Pornodarstellerin. Allerdings hielt sie sich dabei wohl weniger im seichten Bilitis-Territorium auf als in härteren Gefilden. »You want to be hit / You like to be hit / You like me to hit you / Let Me Whip You«, attestiert die Künstlerin auf einem scheppernd dahingerotzten Instrumental in unverwechselbarem Italo-Disco-Englisch. »I Like Sado Music« erschien 1980 auf dem obskuren Label Blitz und ist Samuels erstes und einziges musikalisches Release. Wie so viele gesuchte wie Nachtclub-kompatible italienische Releases aus dieser Zeit ist das Original gefragt, doch zum Glück gibt es nun eine Reissue, für die der Plattenladen Strictly Groove eigens das Label Erezioni ins Leben rief.
 

Various Artists - French Disco Boogie Sounds Volume 3: 1977-1987 Various Artists – French Disco Boogie Sounds Volume 3: 1977-1987 (Favorite, 2017) (Buy ► Vinyl 2LP)
Während die meisten Schmuddelbilder auf dieser Liste einer fernen Vergangenheit entstammen, wirkt es hier nur so: Seit jeher fabriziert das Label Favorite Recordings die anzüglichen Cover für seine Disco Boogie Compilationserie selbst. Die Musik ist übrigens genau, was die Hülle verspricht: Tanzbare Raritäten aus Frankreich, auf französisch oder von französischen Künstlerinnen und Künstlern, die – wie sollte es anders sein – im Original nur für Monatsmieten den Besitzer wechseln. Neben Titeln aus frankophonen Ex-Kolonien wie der Elfenbeinküste, finden sich auf der Doppel-LP vor allem französische Musiker, die in den späten Siebzigern oder frühen Achtzigern die Discowelle reiten wollten, aber nie wirklich aufs Surfbrett kamen.
 

Touche - Just Like A Doorknob Touché – Just Like A Doorknob (Best Record Italy, 2017 / 1983) (Buy ► Vinyl 12inch)
Best Records die Zweite! Doch statt orchestralem Siebzigerdisco gibt es jetzt knallharten funky Boogie mit vor Power strotzendem High Energy Cover. Obwohl »Just Like A Doorknob« 1983 in Italien erschien, ist es nicht wirklich Italo-Disco, da Touché (mutmaßlich) eine Gruppe von US-Studiomusikern waren, die der Produzent Dennis Bell um sich scharte. Ihre erste Single »Wrap It Up« ist immer noch ein fantastischer Vocoder-Funk-Jam, doch »Just Like A Doorknob« perfektionierte mit einer hypnotischen Bassline und laszivem Proto-Rap die Kunst der Dancefloorbombe. Später sollte Bell Dougie Fresh produzieren, die Spuren der Bandmitglieder verlaufen sich im Sande, nachdem sie 1986 mit einer auf Freitag den 13. anspielenden Single namens »Jason, Jason« erfolglos versuchten, auf den Freestylezug aufzuspringen. Im Boogie Train sind sie allerdings bis heute Lokführer.
 

The First International Sex Opera Band - Anita The First International Sex Opera Band – Anita (Golden Pavillion, 2017 / 1969) (Buy ► Vinyl LP)

Wer hat gesagt, dass nur tanzbare Discoplatten anrüchige Cover können? Niemand? Gut, denn »Anita« von The First International Sex Opera Band wäre ein ideales Gegenargument. Hinter der dilettantischen Kritzelei (streif den Obi ab) eines horny Teenagers ohne Internetzugang versteckt sich ein komplett abgedrehter Mix aus Free-Jazz, treibendem, psychedelischem Rock und Gestöhne/ Gekreische/ Geschrei, das fließend zwischen sexuell erregt, Höllenqualen erleidend und Geistergeheul wechselt. Das ultra-rare Album hat eine rätselhafte Geschichte: Es erschien 1969 auf einem niederländischen Label für Schmuddelschlager, die Band selbst bestand wohl aus Studiomusikern, aber auch aus Mitgliedern der niederländischem Rocktruppe Sandy Coast. Beat, Dada und sexuelle Revolution auf 30 Minuten.
 

Various Artists – OST Italo Disco Legacy Various Artists – Italo Disco Legacy (Private Records, 2017) (Buy ► Vinyl 2LP)
Wenn eine Dokumentation über Italo Disco im Berghain Premiere feiert und das Publikum die anschließende Party morgens mindestens so verschwitzt wie eine Clubnacht Brettertechno verlässt, schließt sich ein Kreis. So geschehen beim Dokuprojekt »Italo Disco Legacy«, das nach vier Jahren Produktion im Januar in Berlins bekanntestem Club uraufgeführt wurde. Und wie es sich für eine gute Musikdoku gehört, kann sich auch der Soundtrack sehen lassen – wobei es beim Aufklappcover mit kosmisch angemaltem Frauenkörper eher angaffen heißen sollte. Auf der Doppel-LP Compilation des Berliner Labels Private Records finden sich neu aufgelegte, teils unveröffentlichte Italo Disco Raritäten, aber auch neue Songs, die sich direkt vom Klang der Diskotheken Italiens in den Achtzigern inspiriert haben lassen.
 

Cerrone - Cerrone's Paradise Cerrone – Cerrone’s Paradise (Because, 2014 / 1977) (Buy ► Vinyl LP + CD)
Jean-Marc Cerrone spielte im Sommer 1972 Schlagzeug in den Straßen Frankreichs, als ihn jemand an seinen Tisch einlud. Der damals 20-jährige hatte zufällig einen Funktionär der Plattenfirma Barclay beeindruckt, der ihn und seine Band Kongas quasi von der Strasse wegsignte. Kongas lieferten zwei Alben lang einen französischen Funky Gegenentwurf zu Santana, doch erst in der zweiten Hälfte der Siebziger sollte der Schlagzeuger und Komponist Cerrone die Musikgeschichte mit einigen Solo-Alben umkrempeln, die zu den Blaupausen des europäischen Discosound wurden. »Cerrone’s Paradise« von 1977 ist der Zenit dieser Phase. Alleine der Titelstrack erstreckt sich über eine Viertelstunde glorreichen Abfeierns von Ausgehen, Liebe und Sex. Im Guardian ist Cerrone The Disco Pioneer You’ve Probably Never Heard Of.
 

Double Exposure  - The Stars Of Salsoul Double Exposure – The Stars Of Salsoul (Salsoul, 2018) (Buy ► Vinyl 2×12")
Es muss anfangs schon absurd gewesen sein: Da wird ein Song aufwändigst komponiert, eingespielt, eingesungen, abgemischt und abgesegnet. Und dann bekommt die Masterbänder irgendein DJ, der alles noch einmal komplett von vorne arrangiert und für den Dancefloor optimiert. Noch bevor Menschen wie Larry Levan, Shep Pattibone oder auch Frankie Knuckles für ihre Dance-Versionen bekannt wurden, produzierten Tom Moulton und Walter Gibbons in den Siebzigern die ersten Remixe. Gibbons mischte auch auf der ersten je kommerziell veröffentlichten 12"-Single mit – »Ten Per Cent« von Double Exposure –, die den Kurs der Musikgeschichte für immer verändern sollte. Der legendären Disco-Truppe Double Exposure widmet Salsoul nun diese 2×12″-Compilation mit originalen Remixen von der Disco-Ära bis heute.
 

Tomorrow's People - Open Soul OG Tomorrow’s People – Open Soul (Melodies International, 2017 / 1976) (Buy ► Vinyl LP)
Den Ehrenplatz auf dieser Liste belegt »Open Soul« von Tomorrow’s People. Offensichtlich ist das Cover des Reissues auf Melodies International so anrüchig wie eine Zeichnung von drei angezogenen Musikern nur sein kann – nämlich geht so. Das mag dem künstlerischen Stil des Labels geschuldet sein, aber auch der Tatsache, dass es wohl Lizenzrobleme beim heißen Originalcover gab, das genug Sexappeal für alle gezeichneten Plattenhüllen dieser Welt mitbringt. Die Tomorrow’s People waren übrigens vier Brüder aus Chicago, die mit der privat gepressten LP Open Soul einen der heiligsten Gräle für Sammler von dreckigem Funk und Disco in den USA schufen. Die originale LP wird immer wieder für vierstellige Beträge verkauft. Das liegt wohl vor allem am absolut abgefahrenen, 20-minütigen Titeltrack – Highly Recommended.
 


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1976 hat der japanische Posaunist Hiroshi Suzuki ein Album aufgenommen. »Cat«, das sich weniger durch Perfektion als durch einen feinen Groove auszeichnet, ging dereinst ein wenig unter. Nun kannst du es wiederentdecken.
Music Essay
Small In Japan
Die Vinyl-Nation, die keine ist
Aufwändige Aufmachungen, audiophile Listening Bars und die meisten Plattenläden der Welt: Japan, ein Vinyl-Paradies? Jein. Das Medium spielt dort gar keine große Rolle. Unsere Kulturgeschichte der japanischen Musikindustrie.
Music Liste
Evidence
10 All Time Favs
Evidence ist Producer, Cratedigger und Rapper, und zwar einer, der in 15 Karrierejahren die Lust am Entdecken nie verloren hat. Jetzt erscheint sein Album »Unlearning Vol.1«. Wir fragten nach 10 Schallplatten, die ihn geformt haben.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 2nd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 17.7.2021 findet nun der zweite Record Store Days in diesem Jahr statt. Auch dafür sind wieder mehrere Dutzend exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus abermals zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Kolumne
Records Revisited
The Smiths – The Queen Is Dead (1986)
Das 1986 veröffentlichte »The Queen Is Dead« ist der Höhepunkt der nur fünf Jahre und vier Studioalben währenden Karriere der britischen Band The Smiths. Es klingt auch nach so langer Zeit noch erfrischend eigenwillig.
Music Kolumne
Records Revisited
Porter Ricks – Biokinetics (1996)
Als Porter Ricks im Jahr 1996 das Album »Biokinetics« veröffentlichten, handelte es sich um mehr als nur eine um Zusatzstücke erweiterte Sammlung ihrer ersten 12inches. Sondern um den utopistischen Versuch, Dub Techno weiterzudenken.
Music Porträt
BBE Records
Influencer der Influencer
Peter Adarkwah ist der Grund, warum manches Life durch J Dilla gechanged wurde, das Roy Ayers einen zweiten Frühling erlebt hat und das japanische Jazz-Alben von Pitchfork rezensiert werden. In anderen Worten: BBE Music wird 25 Jahre alt.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 12.6.2021 findet nun der erste von zwei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind wieder mehrere hundert exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Portico Quartet
Guest Mix
»Terrain« heißt das neue Album der britischen Band Portico Quartet, dass in diesen Tagen auf Gondwana Records veröffentlicht wurde. Für uns hat Jack Wyllie von Portico Quartet in einem exklusiven DJ-Mix 60 Minuten Musik zusammengestellt.
Music Porträt
SSIEGE
Suche nach dem Endlosloop
Dicht gedrängt wandeln die Produktionen von SSIEGE an den Übergängen der Jahreszeiten und verschwimmen in ultragesättigten Bildern. Mit ihnen erzählt der Italiener ohne großes Brimborium von Träumen, die sich immer weiter wiederholen.
Music Kolumne
Records Revisited
Marvin Gaye – What's Going On (1971)
Muss man dies Album überhaupt in Erinnerung rufen? Eigentlich nicht. Aber man kann es immer wieder hören. Und es ist bis heute aktuell geblieben, im Guten wie im Schlechten. Marvin Gayes »What’s Going On« wird 50 Jahre alt.
Music Porträt
Seefeel
Musik im luftleeren Raum
Seefeel sind eine Zusammenkunft der Unwahrscheinlichkeiten. Seit fast 30 Jahren spielen sie zwischen den Stilen und befreit von kontemporären Referenzen. Ihr Sound ist bis heute unbegreiflich.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.