Music Review | verfasst 11.06.2012
Addison Groove
Transistor Rhythm
50 Weapons, 2012
Text John Luas
Deine Bewertung:
/
Nutzer
6.0
Redaktion
Cover Addison Groove - Transistor Rhythm

2.14 Sekunden hatten den Dubstep-Veteran Anthony Williams, vormals bekannt als Headhunter, in der englischen Bass-Music-Szene bekannt gemacht. Sein Track »Footcrab« lieferte die britische Vorlage zum aus Chicago der ausgehenden Dekade stammenden Dance-Stil Footwork und ist in seiner Dichte und Pointiertheit bis heute kaum eingeholt wurden. Während »Footcrab« jedoch noch unverblümt und direkt die Juke-Größen aus Chicago zitiert, arbeitete Williams vortan an einem eigenen Sound, der – wie könnte es anders sein – die zischenden Beats und stolpernden Bässe des Footwork mit dem tiefen, rollenden Charakter des britischen Dubstep zu vereinen suchte. So lässt sich sein auf Modeselektor’s 50 Weapons erschienenes Album vor allem als eine Studiensammlung begreifen, die sich nicht mehr dem Hype anbiedert, sondern in aller Ruhe und mit viel britischer Gelassenheit der Faszination des Juke nachgeht, und uns dabei zahlreiche Fehltritte – allen voran die Tracks mit Spank Rock – nicht erspart. Dennoch schafft Williams es, einen eigenen Entwurf zu präsentieren, der allemal sein neues Alter Ego rechtfertigt.

Das Album »Transistor Rhythm« von Addison Groove findest du bei hhv.de: LP CD
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 10.02.2012
Benjamin Damage & Doc Daneeka
They!Live
Die beiden Waliser Benjamin Damage und Doc Daneeka haben eines der ersten wirklichen Überraschungen des noch jungen Jahres produziert.
Music Review | verfasst 27.06.2013
Mark Pritchard
Ghosts EP
Mark Pritchard präsentiert auf »Ghosts EP« seine gesamte Palette seiner 20-jährigen Produzentenlaufbahn.
Music Review | verfasst 07.10.2013
Mark Pritchard
Lock Off EP
Auf der »Lock Off EP« schließt Mark Pritchard unmittelbar an seine vorangegangene »Ghosts EP« an.
Music Review | verfasst 15.05.2014
Various Artists
Hyperdub 10.1
Zum 10. Geburtstag von Hyperdub gibt es gleich vier Compilations mit verschiedenen Schwerpunkten.
Music Review | verfasst 23.09.2014
V.A.
Hyperdub 10.3
Der dritte Teil der Jubiläums-Compilation zum zehnjährigen Bestehen von Hyperdub widmet sich melancholischen und atmosphärischen Klängen.
Music Review | verfasst 06.11.2015
Kode9
Nothing
Mit »Nothing« hat es Kode9 auf die Abwesenheit des Menschen abgesehen. Das Album ist dennoch eine höchst lebendige Angelegenheit.
Music Interview | verfasst 16.06.2014
Hyperdub Records
Interview mit Steve Goodman
Der Hyperdub-Chef Steve Goodman aka Kode9 im Interview über 10 Jahre im Dienste der Bassmusik, Schwingungen in der Wirbelsäule, die Allianz weiblicher Musikerinnen auf seinem Plattenlabel und den Tod von DJ Rashad.
Music Review | verfasst 22.12.2011
Phon.o
ABAW723/Sad Happiness
Es wird Zeit, dass man den Berliner Producer Phon.o entdeckt. Seine neue 12inch liefert einige Gründe.
Music Review
Thabo
Home Again 01
Boom! Instant Sommer-Vibes im Lendenbereich! Thabo weist auf mit »Home Again 01«. den Weg zum Rosenwasser. Äh? Oder wie war das?
Music Review
Visionist
A Call To Arms
Mit »A Call To Arms«, seinem ersten Album für Mute, hat Visionist endgültig seine Stimme gefunden. Seine poetische Vision wird überdeutlich.
Music Review
Mandala
Mandala
Aufs Schönste verwirrt: Mad About das einzige Album der brasilianischen Jazzer Mandala aus dem Jahr 1976 wiederveröffentlicht.
Music Review
Cody Currie
Moves EP
Der in Berlin lebende Brite Cody Curry legt auf Toy Tonics mit der »Moves EP« sein Solodebüt vor.
Music Review
Zopelar
Universo
Synthesizer-Jazz, Hip Hop-Breaks, brasilianische Note: Zopelar ist zurück mit »Universo«, einem neuen Release auf Apron.
Music Review
Merope
Salos
Folk, Ambient, Chorgesänge: Das belgisch-litauische Projekt Merope bleibt mit seinem vierten Album »Salos« in Bewegung.
Music Review
Various Artists
Heisei No Oto - Japanese Left-Field Pop From The CD Age (1989-1996)
»Heisei No Oto« versammelt 16 verquere und träumerische Alternative-Pop-Songs aus einer Ära, in der die CD in Japan ihren Siegeszug antrat.
Music Review
Nermin Niazi
Disco Se Aagay
Grandiose Widerentdeckung: Als die Geschwister Nermin Niazi und Feisal Mosleh 1984 »Disco Se Aagay« aufnahmen, waren sie noch Kinder.
Music Review
Stereolab
Switched On Vol.4: Electrically Possessed
Das große Reissue-Projekt von Stereolab findet nun mit »Switched On Vol.4: Electrically Possessed« ein Ende.
Music Review
Mouse On Mars
AAI
Inspiriert von einem Text über künstliche Intelligenz von Louis Chude-Sokeis haben Mouse On Mars ihr neues Album »AAI« produziert.
Music Review
A Winged Victory For The Sullen
Invisible Cities
Adam Wiltzie und Dustin O’Halloran haben als A Winged Victory For The Sullen Musik für das Theaterstück »Invisible Cities« komponiert.
Music Review
Legowelt
Pancakes With Mist
»Pancakes With Mist«, das neueste Werk des niederländischen Virtuoso Legowelt, ist nun auch auf Vinyl erschienen.
Music Review
Various Artists
Rocksteady Got Soul
Soul Jazz wühlte einmal mehr in den Archiven von Studio One mit der Erkenntnis »Rocksteady Got Soul«.
Music Review
Wolfgang Voigt
Rückverzauberung Exhibition
Bei seiner Rückkehr zu Astral Industries fordert Wolfgang Voigt mit »Rückverzauberung Exhibition« bei seinen Zuhöreren Geduld ein.
Music Review
Pauline Anna Strom
Angel Tears In Sunlight
»Angel Tears In Sunlight« sollte das erste Album von Pauline Anna Strom nach 30 Jahren werden. Kurz vor Veröffentlichung ist sie verstorben.
Music Review
Tindersticks
Distractions
Lenkt die Liebe vom Leben oder das Leben von der Liebe ab: Tindersticks haben mit »Distractions« ein spannendes Album veröffentlicht.
Music Review
Various Artists
Somewhere Between: Mutant Pop, Electronic Minimalism & Shadow Sounds Of Japan 1980-1989
Japan in den 1980er Jahren, 14 unerhörte Songs. Zur neuen Compilation »Somewhere Between« auf Light In The Attic.
Music Review
The George Otsuka Quintet
Loving You George
WeWantSounds macht mit »Loving You Geroge« eine Live-Aufnahme des The George Otsuka Quintets aus dem Jahr 1975 wieder verfügbar.
Music Review
Nancy Sinatra
Start Walkin' 1965-1976
»Start Walkin‘ 1965-1976« vereint die wichtigsten Songs von Nancy Sinatra und ist in diesem umfassenden Paket ein Pop-Schmankerl.
Music Review
Moggi (Piero Umiliani)
News! News! News!
»News! News! News!«, das Piero Umiliani vor 40 Jahren unter seinem Pseudonym Moggie veröffentlichte, wurde neu aufgelegt.
Music Review
Egyptian Lover
1986
Kraftwerk kann sich schleichen: Egyptian Lover lässt nicht locker und veröffentlicht mit »1986« neue Musik.
Music Review
Roots (Barney Rachabane)
Roots
»Roots«, das 1975 eingespielte Album des südafrikanischen Saxofonisten Barney Rachabane, wurde bei Frederiksberg wiederveröffentlicht.
Music Review
21 Savage & Metro Boomin
Savage Mode II
»Savage Mode II« von 21 Savage und Metro Boomin löst das Versprechen ein, dass die beiden 2016 auf ihrem Erstling heraufbeschworen haben.
Music Review
Stella Chiweshe
Ambuya!
Stella Chiweshes Musik entstand unter Widrigkeiten. Das Reissue ihres Debütalbums setzt folgerichtig ein Ausrufezeichen hinter dessen Titel.
Music Review
Omar Khorshid
With Love
Das 1978 im libanesischen Exil entstandene Album »With Love« des ägyptischen Gitarristen Omar Khorshid wurde wiederveröffentlicht.
Music Review
Al Wootton
Maenads
Mit »Maenads« kehrt der hochaktive Al Wootton auf sein Label Trule Records zurück. Die vier Tracks strömen eine ahnungsvolle Atmosphäre aus.
Music Review
Conny Frischauf
Die Drift
Lustig und nachdenklich, albern und rätselhaft: die Musik von Conny Frischauf auf »Die Drift« lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Music Review
Condry Ziqubu
Gorilla Man
Sehr sexy geballte Energie gegen Gewalt: Afrosynth veröffentlicht auf »Gorilla Man« Stücke des südafrikanischen Musikers Condry Ziqubu.
Music Review
The Exaltics & Helena Hauff
Futuros
The Exaltics hat sich für die letzte Ausgabe seiner Shaped-Picture-Disc-Trilogie, die EP »Futuros«, Helena Hauff dazugeholt.
Music Review
Black Country, New Road
For the First Time
Black Country, New Road ist die Band der Stunde in Großbritannien. Ihr Debüt »For the First Time« ist soeben bei Ninja Tune erschienen.
Music Review
Orchestre Poly-Rythmo De Cotonou Dahomey
Orchestre Poly-Rythmo De Cotonou Dahomey
Tout puissant! Auf Superfly wurde das selbstbetitelte 1972er Album von Orchestre Poly-Rythmo De Cotonou Dahomey wiederveröffentlicht.
Music Review
Laurent Petitgirard
Suite Epique
»Suite Epique« des französischen Komponisten Laurent Petitgirard, erstmals 1972 erschienen, wurde jetzt bei Superfly wiederveröffentlicht.
Music Review
Various Artists
Profondo Nero
Mit der Dekmantel-Compilation »Profondo Nero« beleuchtet der DJ Cinema Royale die dunkle Unterseite des Italo-Disco-Hypes.
Music Review
Witch
Introduction
Rockmusik aus Sambia: »Introduction«, das Debüt von Witch aus dem Jahr 1972, wurde bei Now-Again aufgehübscht und wiederveröffentlicht.
Music Review
Shame
Drunk Tank Pink
Wer hinter den Krach blickt, entdeckt eine Fülle an Details: die britischen Rocker Shame präsentieren mit »Drunk Tank Pink« ein neues Album.
Music Review
Biosphere
Angel's Flight
Gerade ist das Beethoven-Jahr vorüber, da veröffentlicht Biosphere mit »Angel’s Flight« auf dem »String Quartet No.14« basierende Musik.
Music Review
Various Artists
Berlin Atonal – More Light
2020 setzte auch das Berlin Atonal aus und kondensiert das geplante Programm nun in eine Compilation von außergewöhnlicher Geilheit.
Music Review
Hieroglyphics
Hiero Oldies Vol.1
Bis auf Kassette und digital erschienen, gibt es »Hiero Oldies Vol.1« der kalifornischen Rapcrew Hieroglyphics nun auch auf Schallplatte.
Music Review
Yu Su
Yellow River Blue
Auf ihrem Albumdebüt »Yellow River Blue« verfolgt die im kanadischen Vancouver beheimatete Musikerin Yu Su eine klare Idee.
Music Review
Tiziano Popoli
Burn the Night / Bruciare la Notte. Original Recordings, 1983-1989
Mit »Burn the Night / Bruciare la Notte« wird dem disparaten Schaffen des italienischen Eigenbrödlers Tiziano Popoli ein Denkmal gesetzt.
Music Review
Various Artists
Two Synths A Guitar (And) A Drum Machine
»Two Synths A Guitar (And) A Drum Machine« versammelt an die Achtziger angelehnten Post-Punk, der zum Tanzen einlädt.