Music Review | verfasst 06.10.2016
MC Rene
Khazraje
Peripherique, 2016
Text Kevin Goonewardena
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7.3
Redaktion
Cover MC Rene - Khazraje

Mit seinem ersten Solowerk seit mehr als zehn Jahren erfüllt MC Rene, »der letzte Marokkaner«, die Sehnsucht der »Klasse von 95«. »El Khazraje« ist so nostalgisch, wie MC Rene selbst. »Hip Hop bleibt zeitlos erhaben über alle Modephasen und dein Koks in der Nase« weiß der MC. Er ist schließlich »Immer noch dabei, auch wenn es sich nicht in den Zahlen zeigt« und nutzt die Gunst der Platte die Spurensuche nach seiner selbst im Marokko seiner Vorfahren zu vertonen. Auf »El Khazraje« trifft die musikalische Seite der Golden Era des deutschen Hip Hop Mitte der 1990er Jahre auf nostalgische Weise und ergänmzt diese mit zeitlosen arabischen Elementen. Diese sorgen für eine verstörend-faszinierende Anfangsminute des Openers »Yallah!« oder eine gar ziemlich weirde Single wie »Spliff & Mics.« Vor allem aber für über oft jazzige, nicht selten rumpelnde Beats von Figub Brazlevic erzählte Geschichten in MC Renes gewohnter Manier. Voller Wärme und jenseits von Genre-üblichen Themen und Vortragsweise schaut der zufriedene Rene nicht nur in »Wunderbare Jahre« auf seine lange Karriere zurück. Die über allem thronende Message: Bleib wie du bist, dann wirst du irgendwann machen können was du willst. Zum Beispiel in »Win Win« mit Retrogott und Toni L. Generationen zusammen bringen, deren Teil man selbst ist, hach.

Das Album »Khazraje« von MC Rene findest du bei hhv.de: LP und CD und Box Set
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