














Während die britische 2-Step/Garage/Jungle/Grime/Dubstep/D&B-Chose schon viel zu oft erzählt wurde, fristet der britische Techno in der Rezeption und Verarbeitung immer noch eher ein Mauerblümchendasein, einigen Lobpreisungen des Hardwax-Camps und der Widererstarkung ehemaliger Fackelträger wie Luke Slater, Regis oder Surgeon zum Trotz. Hierbei ist es interessant zu beobachten, dass Surgeon auf Breaking The Frame, seinem ersten Album seit einer halben Ewigkeit, noch am ehesten den hochtourigen Sound der British Murder Boys-Ära hochhält, diesen aber durch ambiente Flächen aufbricht und in einem wahnwitzigen Harfeninferno in der Albummitte kulminieren lässt. Schön zu sehen, dass sich Autorentechno und 135bpm auch 2011 nicht widersprechen müssen.
Das schöne an der Minimal-Implosion ist ja, dass sie die übliche reinigende Wirkung hatte und sich (fast) nur noch die wirklich Guten trauen mit diesen pedantischen Klackerdrums und Micro-Figürchen zu arbeiten. Bruno Pronsato minimal zu schimpfen ist hierbei zwar der erste Denkfehler, aber immerhin fußt Pronsatos expressiv-jazziger Habitus auf einer sehr reduzierten Basis. Deswegen müssen diese Tracks auch so lange sein, Pronsato braucht Zeit um aus sanft klopfenden Drumtools kleinteilige Figuren zu schälen, die wild und dennoch kontrolliert durch diese 12-minütigen Erzählungen mäandern. Lovers Do ist dann auch am ehesten das, was man von Isolée vor We Are Monster erwartet hatte. Das ist immer noch ein großes Kompliment.






So das war’s für heute, ich geh weiter den MVP feiern.
