Die 25 besten 12inches des Jahres 2025

01.12.2025

2025 schien die 12-Inch am Ende und blühte doch neu auf. Zwischen Dub, Post-Punk, Jazz und Club-Avantgarde zeigt sich, wie lebendig das Format bleibt. Diese EPs beweisen, dass Fortschritt lauter ist als Nostalgie.

Die gute alte 12-Zoll-Schallplatte hat eine schwere Zeit hinter sich. Steigende Produktionskosten haben die zuvor einigermaßen okaye Kosten-Nutzen-Rechnung gekippt, und selbst die meisten DJs mussten von der UDG auf USB umsteigen. Weiß ja sowieso niemand mehr, wie Technics richtig zu stabilisieren sind. Es ist wohl also kein Zufall, dass das Jahr 2025 einige 12-Inches mit sich brachte, die gar nicht für den Club-Gebrauch gedacht waren. Platten des Dub-Akademikerin Katatonic Silentio, der Quasimoto-Verehrer La Rat, der Studio-Post-Punkers Moin, der Jazz-Ikonoklastin Moor Mother sowie unsere obligatorische, frech reingeschmuggelte 7″ in Form von Elaine Howleys Hold Me in a New Way wurden stattdessen für den Heimgebrauch produziert.

Maximal fortschrittlich

Die andere gute Nachricht ist, dass die meisten der clubkompatiblen EPs abenteuerlicher sind als durchschnittliche DJ-Tools. Ob sie nun das ‘Nuum neu interpretieren (Dyslecta, Ex_Libris, Gyrofield) oder den Sound von House (Mayurashka, Polygonia, Viola Klein) und Techno (Ben Kaczor und Quelza) erweitern: So klingt Fortschritt, nicht Obsoleszenz. Ob nun Ikonen zur Form zurückfinden (Burial) oder weiterhin Maßstäbe setzen (Batu), die aufstrebende Avantgarde (Car Culture, Đ.K. und Emily Jeanne) oder doch der Genre-Prankster (DJ Python): Sie alle haben einem vermeintlich toten Medium neues Leben eingehaucht – wenn sie nicht gar selbst zu neuem Leben finden (Q Lazzarus). Die 12-Zoll-Schallplatte bleibt unsterblich. Kristoffer Cornils


Batu
Question Mark
Lethal Press • 2025 • ab 15.99€

Manchmal ist es einfach die Konstanz, die es zu loben gilt. Zum Beispiel bei Batu, der mit Question Mark einen weiteren durchweg hörenswerten Vier-Tracker vorlegt – erstmals seit sieben Jahren nicht auf seinem eigenen Label Timedance, sondern auf Lethal Press. Seinen etablierten Sound erneuert er hier nicht grundlegend, sondern in Nuancen: so auf »Clump«, das rhythmisch Patterns von Reggaeton aufnimmt, oder auf »Meridian«, das fast ins Ambiente gleitet.

Sebastian Hinz   Zur Review
Ben Kaczor
To Baby Bones
Small Steps • 2025 • ab 14.99€

Nimm Techno und nimm ihm die Träume, es bleibt nicht mehr viel. Außer Ben Kaczor, Schweizer DJ-Producer, setzt mit versierter Doktor-Bibber-Hand an. Dann werden aus dem sezierten Nichts plötzlich acht Minuten lange Tracks, von denen man hinterher nicht so genau weiß, warum die jetzt so schnell vorbeigegangen sind. Ja, To Baby Bones ist nur eine EP, vier Tracks – ein kleiner Schritt für ihn. Aber ein, ja, ha, großer für den nächsten Traumprinz.

Christoph Benkeser
Burial
Comafields / Imaginary Festival
Hyperdub • 2025 • ab 19.99€

Wie war das, seit wann wird jetzt nochmal alles schlechter, wie lange geht die Welt schon unter? Egal. Wir sind noch da, und Burial ist es auch, war es immer. 
Der überrascht mit Comafields / Imaginary Festival niemanden. Muss er aber auch nicht. Denn so macht das keiner. Keiner schafft sonst Sounds, die gleichzeitig die Endorphine anzapfen und ganz anderen Schotten öffnen; die, die einen bei Burger King sitzend zum Weinen bringen.

Pippo Kuhzart
Car Culture
Nothingburger EP
Naff • 2025 • ab 20.99€

Hier kann man der Musik beim Wachsen zusehen. Das Projekt Car Culture liefert zwei neue Slo-Mo-Tracks, um sie dann befreundeten Künstlern zur freien Verfügung vorzulegen. So werden die schlierigen Gitarrenloops von »Coping Mechanism« durch Purelink im Ambientverfahren geklärt. Und aus dem introspektiv insistierenden Titelstück Nothingburger mit seiner repetitiven Textzeile machen Hotline TNT eine einfühlsame Shoegaze-Sehnsuchtsnummer mit schön monotonem Riff. So stimmig vielfältig kann künstlerischer Austausch sein.

Tim Caspar Boehme   Zur Review
Đ.K.
Realm Of Symbols
Trule • 2025 • ab 15.99€

Đ.K., eigentlich Dang-Khoa Chau, in Paris lebender Producer, integriert südostasiatische Handpercussions nicht als exotisches Ornament, sondern als rhythmisches Fundament seiner technoiden Beats. Das ist der Unterschied zu vielen anderen. Auf der 4-Track-EP Realm Of Symbols (Trule) entstehen dadurch tiefe, dunkle Räume mit schweren Wänden aus Bass, durchzogen von springenden, messerscharf produzierten Drum-Partikeln. Filigran, aber widerständig.

Sebastian Hinz
DJ Python
I Was Put On This Earth
XL Recordings • 2025 •

DJ Python trifft immer die richtigen Töne in der richtigen Zeit. In aller Regel sind das sanfte und kontemplative, wie sie auch auf seiner aktuellen EP erklingen. Über fünf Tracks liefert der New Yorker auf I Was Put On This Earth zähflüssige, von karibischen und südamerikanischen Musiktraditionen beeinflusste Pop-Electronica, die sich samten über die Ohren legt wie das Sonnenlicht auf die geschlossenen Augenlider. Die Ausnahme: »Besos Robados«, weil Isabella Lovestorys herausfordernder Sprechgesang die ungeteilte Aufmerksamkeit einfordert.

Maximilian Fritz
DogPatrol
Ya Playing Yaself EP
Sneaker Social Club • 2025 • ab 16.99€

Very british, könnte man meinen. Der Titeltrack der Ya Playing Yaself EP baut Elemente von 2-Step, UK Garage, IDM und Breakbeats ein: lässig, dreckig, brüchig. Aber DogPatrol kommt aus Offenbach am Main. Die 4-Track-EP spielt mit britischer Tanzmusik, ohne sie zu kopieren. Was in den Ecken versiffter UK-Clubs hallt, wird hier eingefangen und neu kombiniert. Handwerklich perfekt. Plus: Die Referenzflut hat auch Witz.

Sebastian Hinz
Dyslecta
Fulcrum
Tenuous Links • 2025 • ab 17.99€

In dieser Liste fehlt die obligatorische EP auf Livity Sound, aber das ist eine gute Nachricht: Es bedeutet, dass die alten Institutionen mittlerweile Konkurrenz bekommen. Fulcrum ist die Auftakt-EP auf Dyslectas Label Tenuous Links und also mission statement: Ähnlich wie die Livity-Crew baut der Londoner auf der kinetischen Energie des UK Bass auf, macht aber mit seinem eher düsteren Sound auch Zugeständnisse an den Techno-Floor. Hart und smart zugleich: The kids are alright, zumindest die des Bass Continuums.

Kristoffer Cornils
Elaine Howley
Hold Me In A New Way
Modern Love • 2025 • ab 18.99€

Die 7“-Single als Königsdisziplin. Mit ein paar zaghaft vorgetragenen und zigfach wiederholten Sätzen erzählt die Britin Elaine Howley eine intime Geschichte von Sehnsucht. Da gibt es jemanden, der oder die sie umarmen soll wie nie zuvor. Und unterstützt wird diese eigentlich große Botschaft von nicht viel mehr als einem kleinen, pochenden Beat, etwas Bass und einem Keyboard. Bei diesem Stück schummriger Pop-Musik, das sich im Schatten am wohlsten fühlt, ist weniger nicht mehr. Sondern alles.

Christopher Hunold   Zur Review
Emily Jeanne
Call Of The Sea
Quynh • 2025 • ab 16.99€

Der Eröffnungstrack des quỳnh-Debüts der belgischen Produzentin Emily Jeanne ist eine meisterhafte Etüde in rhythmisch vertracktem Sounddesign mit psychedelischem Einschlag. Doch hat Call of the Sea mehr zu bieten als Deep Dives in den Marianengraben. »Count Me Out« klingt wie eine über Ilian Tape verlegte Steve Reich x Jlin x Barker-Kollaboration, der Mid-Tempo-Rumpler »Đồ Sơn at Night« kombiniert Bristol-Bass-Bums mit der Roughness der Salon-des-Amateurs-Crew und »Gone Water« schließlich lässt mit seiner Polyrhythmik DJ Plead wie Tiësto aussehen. Jeanne teilt das Meer der Mittelmäßigkeit zeitgenössischer Clubmusik, um ihrem Ruf zu folgen.

Kristoffer Cornils
Ex_libris (A Made Up Sound)
002
Ex_libris • 2025 • ab 15.99€

Dave Huismans ist zurück! Seit 2016 hatte der als A Made Up Sound und 2562 bekannte Holländer bis auf einen Remix nichts veröffentlicht. Im Juni dann gleich zwei EPs auf einmal: 001 und 002, unter dem neuen Alias ex_libris. Wie sehr sein Sound gereift ist, hört man vor allem auf den vielschichtigen, organischen Tracks von 002. Gleich der grandiose Opener erinnert an Arthur Russells Leftfield-Disco-Stücke und denkt sie mit neuerem Dub-Techno zusammen, ohne selbst bloß Clubmusik zu sein. Huismans’ »experimentelle Musik, zu der die Leute sich bewegen müssen«, wie Ben UFO es 2016 definierte, hat noch nie so gut geklungen.

Jana-Maria Mayer
Gyrofield
Suspension Of Belief
Kapsela • 2025 • ab 17.99€

Komplexe Rhythmen, dichte Drones und mechanische Soundarchitekturen, aufgelöst in einem clubtauglichen Ambiente? Gyrofields Suspension of Belief ist ein beeindruckender Schritt in neue Klangdimensionen. Statt des gewohnten Drum’n’Bass-Tempos malt die Produzent:in ein düsteres und geheimnisvolles Neuland mit unvorhersehbaren Rhythmen, Jazz-Klangfetzen und synthetischen Texturen: Fesselnd in diese neue Balance zwischen Club-Intensität und purer Psychedelia einzutauchen.

Moritz Weber
Imperieux
In And Out EP
Macro • 2025 • ab 16.99€

Impérieux bleibt unheimlich produktiv: Auf sein EP-Debüt bei Hessle Audio und das Album Rezil auf Macro ließ der Produzent eine weitere Veröffentlichung beim Label von Stefan Goldmann und Finn Johanssen folgen. Auf sieben Tracks bedient sich In and Out den Methoden und Klangsprachen verschiedener Genres und bewegt sich von beschwingtem Minimal House über abstrakten 2-Step bis hin zu tribalistischem Techno, wobei es freilich nicht bleibt. Das ist kein Angebereklektizismus. Vielmehr klingt dieser wilde Mix ebenso ungezwungen, wie er auch jenseits des Floors Spaß macht.

Kristoffer Cornils
Katatonic Silentio
Water Dubs
A Walking Contradiction • 2025 • ab 16.99€

Katatonic Silentio hat sich mit Veröffentlichungen auf Ilian Tape, Delsin und Midnight Shift einen Namen gemacht. Ihr Interesse an hochkomplexem, hochauflösendem Sounddesign kam aber nirgendwo so deutlich zum Tragen wie auf Water Dubs. Neben der offensichtlich Hommage an Dub und Dub Techno scheint die italienische Produzentin auf fünf Tracks von der GRM-Tradition Inspiration zu zehren: Akademischer klang the most high genre wohl nie. RIYL King Tubby, Basic Channel und Beatriz Ferreyra, oder so.

Kristoffer Cornils
La Rat
La Rat
South Of North • 2025 • ab 27.99€

Was man vor dem inneren Auge sieht: einen fünfstündigen Zusammenschnitt mit dem Titel »The Alchemist lighting his joint in music videos«. Was man tatsächlich hört: gechoppte Soul-Samples, Quasimoto-Raps – und Drums, baby, FX! Dieser Nagetier-Stoner-Shit ist unverschämt funky, das muss man auch sagen, das ist nicht einfach nur eine Hommage, sondern ein logischer und ziemlich ausgetüftelter Schritt, wenn man HipHop-sozialisiert ist und sich danach Jahre lang wahrscheinlich alles reingezogen hat, was zwischen Red Light Radio und Acephale (RIP) auf den Plattentellern lief. Und das Beste ist: Goya van der Heijden und Tobias Jansen haben ihre Talente nicht genutzt, um ein Gimmick-Album hinzulommeln, sondern sind hier REIN gegangen und haben wirklich trickreichsten Supervillain-Hop zusammengeschustert.

Pippo Kuhzart
LNS & DJ Sotofett
Globus Trax
Tresor • 2025 • ab 10.99€

Alleine für die Coverversion von Blake Baxters »Reach Out« haben sich LNS & DJ Sotofett ein Riesenlob verdient. Wo im Original Baxter über einen zackigen Beat säuselt, erklingt nun die sehnliche Stimme der Kanadierin auf dem Anrufbeantworter über einem entschleunigten G-Funk-Konstrukt. Und auch der tooligere Rest der EP der beiden Residents des Tresor-Oberstübchens überzeugt mit seiner rohen Ästhetik völlig vorbehaltlos. Wieso die Globus Trax 2025 herausstachen? Weil Clubs allen Unkenrufen zum Trotz nach wie vor Bedeutung haben. Punkt. Aus. Ende.

Maximilian Fritz   Zur Review
Mayurashka
LSI Dreaming
Rhythm Section International • 2025 • ab 18.04€

MitLSI Dreaming liefert Mayurashka einen kraftvollen Release, der die Plattentaschen von 2025 sicher überdauern wird. Die Kompromisslosigkeit, mit der sie uns in ihre Soundwelt katapultiert, ist gleichsam beeindruckend und originär. Die in Tokio produzierten Tracks tragen hörbar die DNA Chicagos. Und doch glänzen die vier Stücke durch ihre gleichartige Verschiedenheit: Synkopierte Überlagerungen von Stimmungen, Klangfarben – und Rhythmen, die unmittelbar in den Körper gehen.

Luca M. Killer   Zur Review
Moin
Belly Up
AD93 • 2025 • ab 25.99€

Nur wenige Monate nach ihrem bislang besten Album schiebt die Supergroup um Raime und Valentina Magaletti eine EP nach, die ihren spröden Proberaum-Sound auf die Spitze treibt. Schon mit dem stolpernden Opener von Belly Up ist alles gesagt. Zwischen den Gitarren marschiert Magaletti mit stoisch gespieltem Rhythmus nach vorne, während die Gäste – Ben Vince mit seinen abenteuerlichen Bläserfahrten und Autorin Sophia Al-Maria mit ihrem dringlichen Spoken-Word-Beitrag – die Erwartungen an Gitarrenmusik auf links ziehen.

Christopher Hunold   Zur Review
Moor Mother ft. Nicole Mitchell & Nduduzo Makhathini
One For Archie
Enjoy Jazz • 2025 • ab 18.99€

Eine Hommage an Archie Shepp. Der Saxofonist sollte im Oktober 2023 beim Enjoy Jazz Festival mit Moor Mother auftreten, musste aber absagen. Stattdessen nahm sie spontan mit Flötistin Nicole Mitchell und Pianist Nduduzo Makhathini auf. Der Titel One for Archie spielt auf Shepps Four for Trane an. Die Texte ihrer Performance greifen Shepp-Titel auf, ihre Phrasierung folgt seinem Saxophonspiel. So wird Archie Shepps Musik auch in seiner Abwesenheit lebendig.

Sebastian Hinz   Zur Review
Oh Mr James
I'm Not Here EP
Analogical Force • 2025 • ab 16.99€

Ist das der Start für die Renaissance der Blips and Bleeps? Vielleicht. Der Waliser Benjamin James reaktiviert als Oh Mr James die Rephlex-Ästhetik – und dreht dabei das Reale gegen die Empirie: Retrofuturismus als Spekulation. Was wäre, wenn 1995 nie endete? Sechs Tracks auf 22 Minuten, 303-Basslines, Electro-Interpolation, Titel wie »Ground Control Acid« oder »Parasympathetic«. Die I'm Not Here EP klingt wie eine alternative Zeitlinie. Farewell, 2025!

Sebastian Hinz
Polygonia
Upside Down
Mule Musiq • 2025 • ab 17.99€

»What a weird thing« heißt es einmal im Titeltrack, und dann: »Dance, dance, dance«. Damit fasst sich dieses kerngesunde Werk perfekt selbst zusammen. Polygonia sollte sich mit Upside Down als eine der interessantesten Produzentinnen elektronischer Musik etablieren. Die EP paart die Feingliedrigkeit einer Beatrice Dillon mit der Wölkchen-haftigkeit von DJ Koze und japanischem Schimmer, alles kommt einfach so zugeflogen, das hat man heute ja wirklich nur noch selten.

Pippo Kuhzart
Q Lazzarus
Goodbye Horses
Dark Entries • 1991 • ab 21.99€

Schon tragisch, dass Q Lazzarus nicht miterlebte, wie ihrem schmalen und doch einflussreichen Œuvre durch einen Dokumentarfilm, Sacred-Bones-Compilation und nicht zuletzt ein ordentliches Reissue ihrer Durchbruchs-Single Goodbye Horses neues Leben eingehaucht wird. Doch ist ja nur irgendwie sinnig, dass eine nach einem biblischen Wiederaufersteher benannte Sängerin nach ihrem Tod im Jahr 2022 zu neuen Höhen aufsteigt. Auch wenn vieles von dem, was in diesem Jahr erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, nicht mit Diane Luckeys größtem Hit mithalten kann: Allein die Wiederveröffentlichung der Single durch Dark Entries dient als schönstmögliche Hommage an ihr Vermächtnis. Goodbye, Q Lazzarus.

Kristoffer Cornils
Quelza
Pensa Poetico
Dekmantel • 2025 • ab 15.99€

Quelza's Pensa Poetico veredelt das Dub-Revival, das sich innerhalb des Jahres 2025 ankündigte, mit einer rhythmisch komplexen, gleichzeitig auch atmenden EP, die mit präzisen Glitches, die mit schweren Bass-Fundamenten und davongleitenden Pads sofort anziehend wirkt. Durch bedachte Sample-Technik fließt ein Hauch der Jungle-Ära zeitweise ein, ohne nostalgisch zu werden; mit »Belly Jolie Movements« rückt ein sich ständig verschiebendes, kompromissloses Drum-Intermezzo die Tanzfläche wieder in den Vordergrund.

Leon Schuck
Serenda
Second Skin
Rhythm Section International • 2025 • ab 18.99€

Der Titel Second Skin deutet es an: Diese EP häutet sich wie die vielzitierte Schlange und gibt sich nicht mit bloß einem Erscheinungsbild zufrieden. Die in London ansässige Serenda verarbeitet darauf mehr Einflüsse als so manche:r DJ in einem ganzen Set. Dass sich das wie aus einem Guss anhört und dabei trotzdem ein immenses Register an Stimmungen abbildet, bedeutet ein Kunststück. Serenda meint nicht Verflachung, wenn sie Tech-House sagt. Sie reichert das gern gescholtene Genre mit dem Besten aus angrenzenden Stilrichtungen an, macht es deep, kathartisch, jazzy, was immer du willst.

Maximilian Fritz   Zur Review
Viola Klein
New Chapter
Meakusma • 2025 • ab 22.99€

Viola Klein bleibt auch im Studio DJ. Auf New Chapter mischt sie nicht nur verschiedene Sounds, sondern auch Menschen miteinander und holt Whodat, Kassem Mosse und Nídia für drei Killer-Remixe ihrer Confidant-EP hinzu. Zusätzlich zu drei Klein-Stücken wird diese Quasi-Compilation durch zwei Kollaborationen mit dem Mbalax-Ensemble Diop erweitert. Klein bleibt eine Teamplayerin, eine Ausnahme-DJ mit Leidenschaft für die Gemeinschaft verschiedener Stile und Menschen.

Kristoffer Cornils   Zur Review
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