Merzbow und der Wert des Krachs

19.12.2022
Foto:Yoshikazu Inoue © Kyoto Experiment
Angefangen mit seinem Sound bis hin zur schieren Anzahl seiner Veröffentlichungen scheint an der japanischen Noise-Legende Merzbow alles extrem. In seiner über 40-jährigen Schaffenszeit hat Masami Akitas Forschung an den Randbereichen von Klang und Krach sehr unterschiedliche Resultate nach sich gezogen. Porträt eines kompromisslosen Künstlers.

Der Name Merzbow ist unweigerlich mit Superlativen verbunden. Über 550 Veröffentlichungen unter diesem Namen listet allein Discogs, auf Rate Your Music taucht er in Verbindung mit über 1.100 Releases auf. Dazu gehört unter anderem die »Merzbox«, eine im Jahr 2000 veröffentlichte und mittlerweile legendär gewordene Zusammenstellung von 50 CDs, die seit dem Erscheinen der »10×6=60CDBox« im Jahr 2021 allerdings nicht mehr die umfassendste Veröffentlichung in seiner Diskografie darstellt.  

Und beide stellen in physischer Hinsicht sogar vergleichsweise kleine Releases in der Diskografie von Merzbow dar, zumindest wenn der Gerüchteküche Glauben zu schenken ist. Als das Label The Releasing Eskimo im Jahr 1994 das Album »Noisembryo« veröffentlichte, stellte Betreiber angeblich den CD-Player eines Gebrauchtwagens so ein, dass dieser nach dem Start automatisch das Album ohne Unterbrechung spielte und bot das »Merzcar« auch als limitierte Sonderedition feil – verkaufen konnte er es nach eigenen Angaben jedoch nicht.  

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»Noisembryo« gehört zu einer Reihe von Alben aus den 1990er-Jahren, die weitaus lauter gemastert wurden, als es zu dieser Zeit dem Standard entsprach oder schlicht legal war. Jahrelang gab es nichts Lauteres zu hören als auf einer Merzbow-CD. Und da wäre natürlich noch das, was darauf zu hören war: explosives Fauchen, dräuende Bassfrequenzen, pulsierender Krach an den Grenzen des Erträglichen – Harsh Noise, in der Regel ohne Unterbrechungen und mit mehr als einer halben Stunde Spielzeit. Und wenn Merzbow sich heutzutage ein Stelldichein im Boiler Room gibt, dann mit einer Kreissäge in der Hand.  

Diese Zahlen und Fakten tragen zu einem Mythos bei, der das Projekt von Masami Akita weltweit bekannt gemacht hat. Aus seiner breiten Diskografie sind jedoch nur wenige Alben bekannt. Viele Gelegenheitshörer:innen kennen kaum mehr als die beiden Solo-Alben auf Relapse, »Venereology« (1994) und das mit einem ikonischen Artwork daher kommende »Pulse Demon« (1998), sowie neben »Noisembryo« vielleicht noch »1930« (1998, Tzadik). »Es gibt so viele Merzbow-Veröffentlichungen, dass viele Menschen nur wenige von ihnen kennen«, bestätigt Akita im E-Mail-Interview. »Dass vor allem bekanntere Alben wie ›1930‹ und ›Pulse Demon‹ gewertschätzt werden, ist in Ordnung.«  

Und doch lässt sich sagen, dass damit breiten Teilen der Hörerschaft nur ein sehr bestimmter Abschnitt aus dem Werk eines Künstlers bekannt ist, dessen Arbeit in und mit Sound und Lärm in über vier Jahrzehnten sehr verschiedene Formen angenommen hat. 

Surrealismus in der Musik 

Akita wird am 19. Dezember 1956 in der Präfektur Tokyo geboren. Als Teenager beginnt er sich für Blues-, Psych- und Prog-Rock von Jimi Hendrix bis Mike Ratledge sowie Jazz wie von der Cecil Taylor Unit zu interessieren. Die Einflüsse kommen weitgehend von außerhalb. »Ich bin bereits in den frühen 1970er-Jahren mit japanischem Rock, Free Jazz und Freier Musik in Berührung gekommen«, erinnert sich Akita heute. »Eine Szene oder Bewegung, die mich bei der Gründung von Merzbow inspiriert hätte, gab es aber nicht.« Stattdessen entwickelt sich das Projekt weitgehend organisch aus dem Zusammenspiel mit dem Klassenkameraden Kiyoshi Mizutani heraus, mit dem Akita ab dem Jahr 1974 gemeinsam Musik macht und sich dabei schnell auf Improvisation verlegt.  

Neben Rock und Jazz beginnt sich Akita aber zunehmend auch für die frühe elektroakustische und elektronische Musik aus Europa zu interessieren. Die dortige Auseinandersetzung mit dem ästhetischen Potenzial von Geräuschen hat schließlich angefangen mit Luigi Russolos sogenannten Intonarumori und seinem Manifest »L’arte dei rumori« bis hin zur Musique concrète aus dem Umkreis der Groupe de recherches musicales (GRM) eine lange Tradition.  

Ein Schlüsselwerk ist »Symphonie pour un homme seul« von GRM-Gründer Pierre Schaeffer und Pierre Henry: »Zu der Zeit interessierte ich mich für Surrealismus in Literatur und bildender Kunst, fragte mich aber, warum es keinen in der Musik gab«, erklärt Akita. »Als surrealistisch geltende Musik wie Arnold Schönbergs ›Pierrot lunaire‹ oder Pierre Boulez’ ›Le marteau sans maître‹ schienen mir ungenügend. Die ›Symphonie pour un homme seul‹ kam einer surrealistischen Musik aber am nächsten.«  

»Bei den Konzerten geht es um Lautstärke. In akustischer Hinsicht können wir geradezu feindlich zueinander sein« (Merzbow)

Inspiriert davon wandte sich Akita Tape-Musik und einer Cut-up-Ästhetik zu, wie sie die Frühphase von Merzbow dominieren sollte. Der Konnex zu bildender Kunst und vor allem Surrealismus sowie der verwandten Strömung Dadaismus äußerte sich nicht allein in Titeln früher Veröffentlichungen wie »Remblandt Assemblage« (1981, ZSF Produkt), sondern ebenso im Projektnamen an sich. Der spielte auf den »Merzbau« von Dada-Künstler Kurt Schwitters an, raumfüllenden Installationen in dessen Hannoveraner Atelier und Wohnung sowie später an anderen Orten.  

Die zahlreichen Veröffentlichungen Merzbows Anfang und Mitte der 1980er-Jahre verfahren als Klang-Collagen beziehungsweise -Assemblagen sehr ähnlich mit diskreten Geräuschen und gefundenen Klängen oder Archivmaterial wie Schwitters’ grotesk wirkende Innenbauten. Sie verblenden sie miteinander, schieben sie ineinander, lassen sie gegeneinander laufen. So erzeugen sie absonderliche Effekte, die konkrete Klänge zu abstrakten Konstellationen zusammenfügen. 

Die vor allem auf Akitas eigenen Labels Lowest Music & Arts und später ZSF Produkt erschienenen Werke bewegen sich an den Grenzen zwischen Musik und Noise entlang und versuchen, die surrealistischen Potenziale der Verschränkung von verschiedenen Sounds aufzuspüren. In den Worten eines Vordenkers des literarischen Surrealismus, dem Comte de Lautréament, zielen sie auf das zufällige Zusammentreffen einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch ab.  

Von Tokyo in die Welt 

Der Grundstein für das, was heutzutage weithin als japanischer Noise bekannt ist, auch Noizu genannt, wird ab Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre in der Region Kansai gelegt. Um den kissa Drugstore, eine Listening Bar in Kyoto, bilden sich etwa die Gruppe Hijokaidan und das Label Alchemy Records, in Osaka gründet Yamatsuka Eye das Projekt Hanatarash und macht sich Anfang der 1980er-Jahre als Masonna einen Namen. Viel davon ist Performance-basiert, einiges durchaus transgressiv. Von einer wirklichen Subkultur kann nur bedingt die Rede sein – eher von freien Radikalen, die hin und wieder zueinander finden, herausfinden wollen, wo die Grenzen zwischen Geräusch und Krach verlaufen. 

Auch in der japanischen Hauptstadt bilden sich Strukturen. »In Tokyo gab es damals Szenen um das Label Pinakotheca Records und den Club Kichijoji Minor herum, wo ich unter anderem mit der New-Wave-Band Tric Up gespielt habe«, erinnert sich Akita, der bis zum Ausstieg Mizutanis Ende der 1980er-Jahre bei Live-Auftritten weiterhin auf Improvisation setzte. Im Nachfolge-Venue Gatty spielen Merzbow und Merzbow Null, eine lang anhaltende Kollaboration zwischen der Gruppe und Kazuyuki Kishino alias K.K. Null, regelmäßig Gigs. Kollaborationen sind seit Beginn ein zentraler Bestandteil der Arbeit von Merzbow, der bald Kontakte zur internationalen Industrial-Szene pflegt und Mail-Art-Projekte mit Yamatsuka Eye verfolgt und mit Vertreter:innen der internationalen Industrial-Szene auf dem Postweg zusammenarbeitet. 

Merzbow, Balázs Pándi & Richard Pinhas with Lieko Shiga, Bipolar, 2022. (Photo: Yoshikazu Inoue © Kyoto Experiment)

Bald erscheinen Merzbow-Releases nicht mehr nur auf seinen eigenen Labels und ab Mitte der 1980er-Jahre auch bei RRRecords in den USA, im Umfeld der Schweizer Schimpfluch-Gruppe oder beim niederländischen Imprint Korm Plastics. Ebenso gehen Merzbow immer öfter auf Tour, spielen im Jahr 1988 sogar in der Sowjetunion. Der Sound auf den zahlreichen Veröffentlichungen wird derweil fordernder und erreicht spätestens mit Alben wie »Rainbow Electronics« (1990, Alchemy Records) die Intensitätswerte, für die Merzbow heutzutage bei einem breiteren Publikum bekannt ist. Die alltäglichen oder mechanischen Klänge und Samples weichen einem maschinellen Fauchen und Brummen – Merzbow klingt eher psychedelisch als surrealistisch und herausfordernder denn je. 

Im Laufe der 1990er-Jahre nimmt das internationale Interesse an Noizu merklich zu, wobei exotistische Untertöne merklich werden. Compilations wie »Land Of The Rising Noise« (1993, Charnel) oder »Extreme Music From Japan« (1994, Susan Lawly) zeichnen ein nicht immer nuanciertes Bild einer Szene, die kaum als solche zu bezeichnen ist. Fernsehauftritte wie die von C.C.C.C. und Hijokaidan bei einem italienischen Sender im Jahr 1997 unterstreichen umso mehr, dass der Westen eher mit amüsierter Faszination statt mit Ernsthaftigkeit auf das Phänomen blickt. Noizu verwirrt, weil viele den Sinn hinter dem kakophonischen Krach nicht verstehen – oder eher noch nicht verstehen, dass es da eigentlich wenig zu verstehen gibt. Und dass die ganze Sache auch einen Heidenspaß machen kann. 

Verständnisvoller reagiert die internationale Metal-Szene. Es ist eine wechselseitige Zuneigung: Die bis heute bekanntesten Alben von Merzbow erscheinen nicht nur auf dem Metal-Label Relapse, sondern sind selbst von Grindcore und Death Metal inspiriert. Ebenfalls erscheinen gemeinsame Alben mit etwa dem Noise-Nebenprojekt Bastard Noise (1996, Relapse) der Hardcore-Band Man Is The Bastard oder der Grindcore-Gruppe Gore Beyond Necropsy (1997, Release Entertainment). Der Sound ist frontal, dicht, pulsierend und harsch. Mehr Metal, als Metal es sein könnte. 

Ein Laptop, Boris, Pinhas und Pándi

Als Ende der 1990er-Jahre die Zusammenstellung der monumentalen »Merzbox« ansteht, erreicht Akita einen weiteren Wendepunkt. Zum einen wird Merzbow wieder zu seinem Solo-Projekt, nachdem Akita für ein knappes Jahrzehnt mit anderen für dessen Live-Auftritte zusammengearbeitet hatte. Zum anderen beginnt er, rein digital zu arbeiten. Der Laptop war schon zuvor schon im Umfeld von Labels wie der Wiener Institution Mego im Kontext elektronischer und Noise-Musik als Instrument etabliert worden, Akita macht daraus nun eine veritable Noise-Maschine.  

Doch auch diese Zeit über sind auf den Veröffentlichungen Merzbows nicht allein kreischende Frequenzen und brummende Basskaskaden zu hören. »Aqua Necromancer« (1998, Alien8 Recordings) sampelt sich durch Prog-Rock-Musik, auf »Merzbeat« (2002, Important Records) spielen – der Name sagt es bereits – Drums eine zentrale Rolle. Dazu gesellen sich stilistisch noch vielseitigere Kollaborationen mit unter anderem Genesis P. Orridge, Pan Sonic und nicht zuletzt der japanischen Metal-Band Boris, mit der er heute noch zusammenarbeitet. 

»Die Dichotomie zwischen Musik und Noise war ein wichtiges Thema, als ich Merzbow gestartet habe, mittlerweile ist sie aber nicht mehr so wichtig. Der Wert von ›Noise‹ muss sich seitdem sehr verändert haben.« (Merzbow)

 
Gemeinsam mit Boris spielt Akita zahlreiche Gigs und veröffentlicht über die Jahre hinweg eine Reihe von Kollaborationsalben mit ihm. »Bei den Konzerten geht es um Lautstärke. In akustischer Hinsicht können wir geradezu feindlich zueinander sein«, erklärt Akita. Der Ablauf ist ein semi-improvisatorischer: Die Band spielt ihr Programm, Akita reagiert spontan darauf. Ähnlich läuft es bei den Studioalben ab, für die Boris die Songs einspielen, bevor Akita sie mit Noise unterfüttert. »Es ist eine Fusion«, sagt er.  

Ähnlich eng arbeitet er seit Ende der 2000er-Jahre mit der Psych-Rock-Legende Richard Pinhas, Mastermind der Band Heldon, und dem Drummer Balász Pándi zusammen. Solo-Veröffentlichungen wie die 13-teilige »Japanese Birds«-Serie (2009, Important Records) sowie »Keio Line« mit Pinhas (2008, Dirter Promotions) und die zahlreichen (Live-)Kollaborationen mit Pándi sowie anderen Künstler:innen markieren einen weiteren Umbruch in der Ästhetik Merzbows: Das Schlagzeug wird ebenso wie andere akustische und elektronische Hardware wieder ins Setup integriert, der Laptop nicht mehr als alleiniges oder primäres Arbeitsmittel verwendet. 

Vegan Straight Edge Noise 

Die frühen Nullerjahre hatten bereits einen thematischen Umbruch im Schaffen Akitas markiert. Über weite Strecken trugen die Veröffentlichungen aus der Diskografie Merzbows selbstreferentielle oder eher bedeutungsarme, scheinbar willkürliche Titel. Gelegentlich legten sie und das dazugehörige Artwork höchstens Zeugnis von der Auseinandersetzung Akitas mit bestimmten Themen ab, mit denen er sich neben anderen Sujets wie Klang und Kunst auch als Autor mehrerer Bücher auseinandergesetzt hatte. Seit dem Jahr 2003 handele es sich allerdings um ein »vegan straight edge noise project«.

Anfang der 2000er-Jahre beginnt sich Akita intensiv mit tierrechtlichen Fragen und Konsumethik auseinanderzusetzen, legt sich Fächerschwanztauben (von denen er regelmäßig auf seinem Twitter-Account Fotos postet) zu und veröffentlicht im Jahr 2005 sogar das Buch »Cruelty Free Life« in japanischer Sprache, um für einen bewussteren Umgang mit anderen Spezies zu plädieren. Tiere und ihre Ausbeutung durch den Menschen wie auch andere ökologische Sujets durchziehen seitdem zunehmend sein Werk als Merzbow.  

»Peace for Animals« lautete etwa der Titel eines im Jahr 2007 erstveröffentlichten und 2022 neu aufgelegten Albums, »Animal Liberation – Until Every Cage Is Empty« einer jüngeren Veröffentlichung auf Cold Spring. Eine Kollaboration mit Bastard Noise aus diesem Jahr widmete sich noch wesentlich expliziter unter dem Titel »Retribution by All Other Creatures« zoonotischen Krankheiten wie COVID-19: Der Virus lässt sich zu den Wet Markets von Wuhan und damit dem Verkauf von lebenden Tieren zurückverfolgen. »Anders ausgedrückt: wenn Menschen Tieren Schaden anrichten, fällt das auf sie zurück.« 

Reviews zum Künstler

Akita will aufklären und nutzt seine Veröffentlichungen dafür. »Ich glaube, dass es für die Hörer:innen gut ist, ein Bewusstsein für Tierquälerei und Umweltprobleme zu haben.« Die Releases werden bisweilen mit Informationen angereichert, die Erlöse aus einigen werden teilweise oder gänzlich an Tierrechtsorganisationen gespendet. Ob das allerdings auch die Ästhetik von Merzbow prägt? »Ich weiß nicht, ob es einen ›Tierrechts-‹Sound gibt«, antwortet Akita. »Seit dem Jahr 2003 aber haben alle Merzbow-Veröffentlichungen irgendwie damit zu tun, einschließlich derer, die sich nicht thematischen mit den Rechten von Tieren auseinandersetzen.« Wie das eben so ist: persönliche Überzeugungen spiegeln sich immer im eigenen Tun wider. 

Auch andere Veröffentlichungen wie beispielsweise das Ende 2022 über das Benefiz-Label I Shall Sing Until My Land Is Free erschienene Album »Hope«, von dem Teile der Erlöse an humanitäre Hilfe für die ukrainische Bevölkerung gehen, unterstreichen eine gewisse politische Dimension des Projekts Merzbows und der dahinterstehenden Person. Wobei das wiederum nicht zwangsläufig dasselbe ist, wie Akita betont: Das eine ist ein Kunstprojekt, das andere ein Mensch mit ganz eigenen Interessen. Die haben sich über die Jahre hinweg in konzeptioneller und ästhetischer Hinsicht verschoben. »Die Dichotomie zwischen Musik und Noise war ein wichtiges Thema, als ich Merzbow gestartet habe, mittlerweile ist sie aber nicht mehr so wichtig«, sagt Akita. »Der Wert von ›Noise‹ muss sich seitdem sehr verändert haben.« 

Das allerdings heißt keineswegs, dass in naher oder langer Zukunft still um Merzbow werden wird. Während in schneller Frequenz auf verschiedenen Labels überall auf der Welt neues Material erscheint und für die kommende Zeit Reissue-Projekte von Alben wie »Oersted«, »Cloud Cock OO Ground«, »Scene« und »Tauromachine« geplant sind, betreut das japanische Label Slowdown seit dem Jahr 2018 eine sehr umfassende Veröffentlichungsreihe von Archivaufnahmen, die bald mit dem – schätzungsweise erneut massiven – Boxset »New Ear Control« abgeschlossen werden soll. Es wird der nächste in einer langen Reihe von Superlativen, mit denen der Name Merzbow unweigerlich verbunden bleiben wird.