Arthur Verocai gibt ein exklusives Deutschlandkonzert im Rahmen des Internationalen Sommerfestivals 2026: Gemeinsam mit dem 30-köpfigen Nu Civilisation Orchestra bringt die brasilianische Legende ihren innovativen und zugleich schwelgerischen Sound am 19. August in den Großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie.
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Wiederentdeckt für die Ewigkeit
Als 1972 das selbstbetitelte Debüt Arthur Verocai erschien – ein wildes und zugleich geschmeidiges Amalgam aus Folk, Bossa Nova, Jazz, Psychedelik und Funk –, war der heute 81-Jährige bereits als Arrangeur etabliert. Zunächst fand das Album jedoch weder beim Publikum noch bei der Kritik Gehör. Bis es zu jenem Meilenstein der brasilianischen Musikgeschichte wurde, als der es heute gilt, sollten Jahrzehnte vergehen; auch Verocais subtile Kritik an der damaligen Militärdiktatur in Brasilien blieb zunächst weitgehend ungehört.
Es brauchte eine neue Generation von Bewunderern, darunter den stilprägenden Rapper MF DOOM, um Verocais üppigen Sound einem breiteren Publikum bekannt zu machen. Drei Jahrzehnte nach seinem Erscheinen wurde das Debüt schließlich neu aufgelegt. Mit Saudade Demais (2002) und Encore (2008) folgten zwei weitere Alben; in diesem Spätwerk verbindet Verocai cineastische Arrangements, Samba und Soul auf besonders warme Weise.



