Mit der Compilation New Dimensions in Latin Music hat Coco María im letzten Herbst ihr Label gestartet. Mit Disco Chimi erscheint nun am 15. Mai 2026 das erste Künstleralbum auf Club Coco. 13 Tracks in 34 Minuten, vollständig auf Spanisch. Charlie Chimi, kubanischer Musiker, aufgewachsen in der Dominikanischen Republik, verbindet Santo Domingo, Havanna und Brooklyn – keine Fusion, sondern Oszillation. Merengue, Dembow, Rock, Afro-Disco werden nicht gemischt, sondern gegeneinander verschoben. Das erzeugt Brüche. Wie auf »Un Cafecito (Por Favor)«, wo ein klappernder Four-on-the-floor nach vier Sekunden in melancholischen dominikanischen Blues stolpert. Entstanden aus energiegeladenen Live-Shows in New York, klingt das Debüt wie ein urbanes Kollektivprojekt – roh, humorvoll, bewusst instabil.
An allen Orten gleichzeitig
Disco Chimi inszeniert Latin Music als Bewegungszustand – zwischen Städten, Szenen und Produktionsweisen. Nicht Identität, sondern Mobilität wird zum strukturierenden Prinzip:
Mit »Cachú«, das heute hier Premiere feiert, oszilliert Chimi zwischen No-Wave und Karibik, »Que Rico« zwischen Reggaeton und Italo-Disco. Labelgründerin Coco María auf Nachfrage: »Club Coco is looking for mobile spaces, studios, and freedom of movement. Collaboration across the world, ideas that need to marinate until we find the right fit and musical partners.« (Club Coco sucht mobile Räume, Studios und Freiraum. Kollaborationen auf der ganzen Welt, Ideen, die reifen müssen, bis wir die richtigen Partner gefunden haben.) Disco Chimi ist damit weniger Debüt als Programm.

Disco Chimi

