»Story Of Wind Behind Left«, ein Wendepunkt für den Jazzer Masahiko Togashi, wird neu aufgelegt

02.05.23

Am 12. Mai 2023 wird Cinedelic Masahiko Togashis »Story Of Wind Behind Left« wiederveröffentlichen. Exklusiv bei HHV Records gibt es eine Clear Vinyl Edition des Klassikers. Das Album erschien 1975 in einer Reihe mit »Song for Myself« (darauf: Duette mit u.a. Sadao Watanabe, Yutaka Sato, Masabumi Kikuchi) und dem Live-Album »Spiritual Nature«. Während diese beiden Veröffentlichungen zum Kanon der großen Werke Masahiko Togashis gehören, wird »Story Of Wind Behind Left« oft vergessen. Völlig zu Unrecht.

Masahiko Togashi hat versucht, die Natur musikalisch einzufangen. Genauer gesagt, den Wind, der durch die Bäume weht, die Art, wie er das Wasser bewegt, sein Rauschen und seine Stille. »The wind is the theme of my album«, wird Togashi in den erstmals aus dem Japanischen übersetzten Liner Notes zitiert, die der Neuauflage beiliegen. »I address that wind that, with its numerous shades, comes out of nowhere, whispers something in our ears, and then disappear magically«.

Schlussstrich und Wiedergeburt

Das Album wurde zwischen dem 2. und 5. September 1975 in den Columbia Studios mit dem Saxofonisten Motoderu Takagi, dem Kontrabassisten Yoshio Ikeda, der Cellistin Keiki Midorikawa und dem Percussionisten Saburo Toyozumi aufgenommen. Neben der Natur gilt seine Begegnung mit Don Cherry und Steve Lacy 1974 als wichtiger musikalischer Einfluss auf die Musik, die hier zu hören ist. Diese beiden Musiker lehrten ihn, sich von den Konventionen des Jazz zu befreien und der Kreativität freien Lauf zu lassen. So ist die Musik hier in erster Linie eine Auseinandersetzung mit dem Klang.

Nach einer Messerattacke im Jahr 1970 saß Masahiko Togashi übrigens im Rollstuhl und spielte auf einem eigens für ihn angefertigten Spezialschlagzeug. »Story Of Wind Behind Left« gilt daher nicht nur als Togashis Abschied vom Jazz, sondern auch als seine Wiedergeburt.