Agoria

Impermanence

Infiné • 2011

Agoria geistert schon lange durch die Welt der elektronischen Klänge. 1999 veröffentlichte Sebastian Devaud aus Lyon die ersten Tracks. Nun, im Jahre 2011, liegt sein insgesamt dritter Langspieler In den Regalen. Impermanence ist nicht nur ein Name, es ist hier auch Programm. Die Einflüsse, die sich in der Musik kristallisieren, sind aus verschiedensten Richtungen herangeflossen. Die »Unstetigkeit« beginnt mit einem stillen Klavierstück, das von der herrlich quäkenden Sängerin Kid A zu einem Kleinod heranwächst, bevor es dann in die gewohnten Gefilde des Techno geht. Drängte Devaud in den Vorgängern noch gewollter in Dance-Sphären, lässt er auf Impermanence auch mal ganz andere Töne zu. Die gewonnene Freiheit wird von Devaud selbst als einen Schritt Richtung eigenes Ich gesehen. »…das Ergebnis klingt mehr nach mir«! Ängste um die musikalische Basis sind jedoch unbegründet. Agoria bleibt Techno, auch wenn der Rahmen etwas gedehnt wird. Das tut sowohl dem Projekt Agoria, als auch dem Album nur gut. Devaud hat hier die Balance gefunden, die ein gutes Album braucht. Mal kühler Techno, mal die warme Stimme Kid A’s und mal großangelegte Ambientflächen. Stetig unstetig eben.