Deejay OM

Reheated Naan & Curry

Galapagos 4 • 2007

Galapagos 4 et moi: ein schwieriges Verhältnis. Während ich mich für die instrumental gehaltenen Veröffentlichungen fast immer erwärmen kann, lösen die meisten Rap-Alben des Labels eher Kopfschütteln als -nicken aus. So versiert ein Qwel auch sein mag: meist kapituliere ich nach 20 Minuten vor den energetisch-atemlosen Reimattacken und wünsche mir Makers oder Meaty Ogres Beattepiche in Reinform. Ich muss gestehen Deejay Om bisher nicht auf dem Radar gehabt zu haben, aber das obige Muster bleibt bestehen: Galapagos 4 + Instrumental = »great success«. Keine 96 Silben pro Zeile, die den (zum Großteil indischen) Samplewahnsinn trüben würden, keine Übermotivierten Scribble Jam-Viertelfinalisten die den Sitar-Burner Arrival, das orientalische Tandoori Is A Snap oder das treibende Breakbeat-meets-Cha Cha Cha-Monster This Is Breakdance verhunzen könnten. Indien? Sitar? Orient? Bevor angesichts dieser Stichworte die Fantasie mit jemandem durchgeht: nein, das hier hat nur bedingt was mit dem »Beat Konducta in India« zu tun. Herr Om fühlt sich eher der klassischen Endtroducing‘schen Cut & Paste-Schule verbunden als mit Madlibs assoziativem und skizzenhaften Beatfragment-Stil und das hier ist eher Soulmates als Donuts. Nur dass Reheated Naan & Curry tatsächlich in amerikanischen Starbucks ausliegen soll, will mir nicht so recht in den Kopf. Von Milchcafe-Getrippe ist das eigentlich viel zu weit entfernt.

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Reheated naan & curry
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