Review

Future Brown

Wanna Party / World’s Mine

Warp • 2014

Die Tubular Bells sind zurück. Mit »The Exorzist« oder Mike Oldfields dazugehöriger Soundtrack-Musik hat das hier allerdings gar nichts zu tun. In Future Browns »Wanna Party« erklingen die Röhrenglocken vielmehr perfekt eingelassen in eine anregend frische Mischung aus Grime, Rap, R&B und Dancehall. Wohl nicht ohne Grund beschreibt der Projektname Future Brown eine interessante Farbempfindung unter dem Einfluss halluzinogener Pilze; schließlich singt und rappt Tink aus Chicago hier über ungewöhnliche Klänge von kreischenden Vögeln, unheimlichen Sounds und Horror-Score- Synthie-Loops; auf dem Remix wird sie von Rapperin 3D Na’Tee aus New Orleans unterstützt. Future Brown ist so etwas wie eine internationale Bass Music Supergroup mit Fatima al Qadiri (Hyperdub), dem R&B -Worldmusic-Duo Nguzunguzu (Asma Maroof und Daniel Pineda) und Lit City Trax-Boss J-Cush als Mitwirkende. Ihre Flipside »World’s Mine« überzeugt als klassischer Grime-Track voll tiefster Bässe, rappelnder Breakbeats, rasselnder Claps und »billiger« Keyboard-Flötensounds, für den extra die Vokalisten Prince Rapid, Dirty Danger und Roachee aus London eingeflogen wurden und der mit Sicherheit für volle Tanzflächen sorgen wird.

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Future Brown
Wanna Party
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