Review

Hell Razah

Renaissance Child

Manjuu • 2007

Mit »Renaissance Child« legt Hell Razah von den Sunz of Man sein erstes offizielles Soloalbum nieder. Bekannte Produzenten wie MF DOOM, Krohme und sogar ein deutscher namens Shuko geben ihm die Plattform für sein »classic album«, wie Razah selbst sagt. Die Featureliste geht runter wie Öl. Talib Kweli, MF DOOM, RasKass, R.A. The Rugged Man, Bronze Nazareth, Killah Priest, Tragedy Khadafi, Timbo King und und und. Razah kommt gleich im Intro zur Sache. Das Thema ist die Wiedergeburt (engl. Renaissance). Beattechnisch schön untermalt mit einem Babysample und gechoppten Soulmelodien. Ausdrucksstarke Tracks wie »Glow«, sind düster und minimalistisch gehalten, somit geben sie mehr Raum für Inhalte. Auch »Runaway Sambo« zeigt seine Energie am Mic und klingt wie ein flammendes 4minütiges Appell: »LET MY PEOPLE GO!« Mit Yours Truly kommt ein Mix aus Orient und Synthielabor, welches Abwechslung verspricht und kein Füllmaterial. »Smoking Gunnz« sagt schon alles. »Your master is violence« und so klingt es auch. Messerscharfe Reime in Richtung der US-Regierung gepaart mit energiegeladenen Gitarrenriffs und eine treibende, extreme Bassline. Spätestens jetzt wissen wir auch, warum seine Videos nicht auf MTVIVA laufen. Mit diesem Album will Hell Razah der goldenen Ära des Hip Hop Respekt zollen und er trägt ihr Erbe mit »Renaissance Child« ehrwürdig weiter.