Review

Interstellar Funk & Loradeniz

Never Been

Artificial Dance • 2023

Als »hardest working digger« bezeichnete ihn das Groove Mag. Er war Resident im Amsterdamer Club De School und knüpfte schon Traumfänger-Melodien, als andere noch in Trommelkreisen rumgiegelten. Interstellar Funk weiß also, wie viel Ecstasy man in die Basstrommel kippen muss, um den Dancefloor mit Tränen zu fluten. Weil Stimmung nicht alles ist, sondern eine Stimme braucht, landete er bei Loradeniz. Die Musikerin zeigte ihm während einsamen Stunden die schwarzen Tasten. Außerdem hauchte sie über einen Song auf seinem Album »Into The Echo«. Logisch: Mit »Never Been« erscheint via Artificial Dance eine Kollabo-EP. Darauf findet sich auch »Freefall« – jenen Track, der während Closings schon vor einem Jahr zu Shazam-Alarm geführt hat. Vinyl-Heads quetschen die Platte allein deshalb ins Billyregal. Alle anderen lecken zwischen logopädischen Zungenübungen (»Hidden Tongue«) und Futter für die Morning-Show (»Situational Lullaby«) an Feuerfröschen auf dem Carpenter (»Lurking Orange«). Wer danach nicht wie ein Roboter rumruckelt, versteckt sich immer noch hinterm schnellen Gestell!

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Interstellar Funk & Loradeniz
Never Been
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