Kurz vor Schluss des Albums stellt sich das Aha-Erlebnis ein. Um den verschleppten Groove in »Shady Blues« hat Madlib 1999 den Track »Answers« seines Projekts Lootpack aufgebaut. Doch auch die übrigen zehn Instrumentals auf Music By Lee Mason, das ursprünglich 1971 auf dem Label Chappell veröffentlicht wurde, sind hervorragende Sample- und Inspirationsquellen für aufgeschlossene Musiker:innen – und wahre Geschenke für Rare-Groove-Jäger.
Im Original ist Music By Lee Mason eine der meistgesuchten LPs aus der Hochphase der britischen Library Music der 1970er-Jahre. »Lee Mason« ist das Pseudonym des Londoners Pete Moore, der hier seine ganze Kunst als Komponist und Arrangeur entfaltet. Rastlos aufspielende Streicher und grelle Bläser treffen auf funky, jazzy Grooves; Hammondorgel, Cembalo und Flöten liefern zusätzliches Arrangement-Gold. So kann es leicht passieren, dass die Filme und Werbeclips, die diese euphorisierende Funktionsmusik eigentlich begleiten sollte, vor dem inneren Auge lebendig werden.

Music By Lee Mason