Nicht die Zeiten, in denen man mit Vertrauensvorschüssen um sich schmeißt. Videos sind möglicherweise fake, Partner potenziell toxic, das ganze Leben KÖNNTE eine Mogelpackung sein, die einem die Eltern ungefragt zugemutet haben. Nein, wir vertrauen hier nichts und niemandem! Mit einer Ausnahme: Musik, die aus Australien kommt.
Der Aussie-Musikmachende sitzt einfach anders auf seinen Knochen, da ist eine Ungezwungenheit drin, da fehlt im besten Sinne die Spannung. Das Trio Th Blisks bestätigt die Regel. How So? ist von guten Geistern bevölkerter Trip-Hop, bisschen Diät-Dub schon auch, so ganz final drückt hier nichts, so ganz final richtet sich hier auch nichts auf.
So soll das sein, so macht man das in Australien.
Die einzelnen Mitglieder werden ohnehin alle drei niemals Protein-Riegel-Werbung produzieren. Yuta Matsumura kennt man vom großartigen Red Ribbon: Im Geiste Post-Punk, im Blut Pop, in den Beinen Unterzucker. Amelia Besseny und Cooper Bowman hat man als Troth schon auf top Labels wie Mammas Mysteriska Jukebox oder A Coulourful Storm gehört, auch deren triphoppy Synth-Pop ist reichlich am Schleier interessiert.
How So? heilt die Hyperaktivität, Dopamin-Einschuss nicht zu erwarten, der beste White People Dub seit Peaking Lights. Anspieltipp: »A Salve«. Falls man sich jemand fragt, wie ein Mix-Up aus The Cure, Augustus Pablo und Carla Dal Forno klingen würde.

How So?