Review

The KutiMangoes

Afro-Fire

Tramp Records • 2014

Betrachtet man Band- und Albumnamen gemeinsam, riecht man als Hobbydetektiv schon die heiße Spur und bei einem Titel wie »Song For Fela« könnten dann selbst TKKG den richtigen Schluss ziehen: Es handelt sich hier um eine Afrobeatscheibe. Gastvokalist Patrick Kabre aus Burkina Faso treibt die ansonsten aus Dänemark stammenden Musiker dann auch gleich beim Opener »Fire« ordentlich an, und die Spielfreude lässt erfreulicherweise über die gesamte Spielzeit nicht nach. Beeindruckend, wie kraftvoll ein Sextett in dieser Besetzung (Drums, Percussion, Tasten, Posaune, zwei Saxophone) klingen kann. An manchen Stellen kommen Saiteninstrumente und eine Querflöte dazu, fertig ist die Laube. Wie bei Mastermind Michael Blicher zu erwarten war, ist das Ganze sehr bekömmlich geworden, nach mehrmaligem Hören fast schon etwas zu zahm. Bei »Something Yellow« kommt es zu einem krachig geräuschvollen Saxophonsolo, ansonsten legt man größeren Wert auf Grooves und dezente, zum Teil wirklich wunderschöne Themen. Acht Songs stammen aus der eigenen Feder, »Moanin’« (nicht zu verwechseln mit der Bobby-Timmons-Komposition »Moanin’«, die bei Art Blakey und seinen Jazz Messengers zu einem Standard reifte) ist zwar nicht so wild wie das Original von Charles Mingus, aber trotzdem überzeugend umgesetzt. Als Bonus gibt es noch zwei eher belanglose Remixe, die mit etwas stumpf programmierten Beats behäbig in Richtung Club schielen.

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KutiMangoes, The
Afro-Fire
ab 16.99€