Review

The Streets

Computers & Blues

679 Records • 2011

Nun ist das mit Computers & Blues, dem fünften und letzten Album von Mike Skinner unter seinem Projektnamen The Streets, ja so: ein erheblicher Teil der Stücke fand sich schon vor gut zwei Jahren im Netz, als der Brite zu den Hochzeiten seiner Tagesaktivitäten auf Twitter nach und nach ein gutes Dutzend an Songs ins Netz stellte. Die wurden jetzt in puncto Arrangements und Soundästhetik noch einmal generalüberholt und um neues Liedgut angereichert. Skinner verschneidet dabei – natürlich getreu dem Titel des Albums – melancholische Samples mit elektronischen Spielereien zu seiner Markenzeichenmusik, die es gekonnt schafft, die Sehnsüchte der Stadtmenschen zwischen Werbetafeln und Web auszuformulieren. Das klingt dann mal nüchtern und verloren (Blip On a Screen) oder hoffnungsvoll-visionär (OMG) – und wird natürlich um skinnertypisches Füllmaterial wie das skizzenartige ABC in die Tracklist ergänzt. Lock The Locks ist dann die letzte großartige Pointe eines Albums, das durchaus als der würdige Abgang bezeichnet werden kann, den man sich von einem Genie wie Mike Skinner still und heimlich immer gewünscht hat. Mach’s gut, Mike!

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Streets, The
Computers & Blues
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