Review

Ty Segall

Three Bells

Drag City • 2024

Ty Segall is back. Der amerikanische Multiinstrumentalist, der sonst im Jahrestakt released, ließ diesmal zwei Jahre auf sich warten. »Three Bells« wird dabei sein stolzes fünfzehntes Studioalbum. In diesem will Segall diesmal aber nicht bigger, sondern deeper gehen. Er nennt es auch, eine Reise ins selbst. Im kürzlich erschienenen Musikvideo zu »My Best Friend« lässt sich der Sechsunddreißigjährige mit seinen zwei Kurzhaardackeln ablichten. Im Vorgängervideo »My Room« wird er sukzessive von Bananen abgeschossen. Wie hängt das alles zusammen? Das ist dem Amerikaner vermutlich ziemlich egal. Was beweist es aber? Der Mann mit vielen Instrumenten ist too cool for school. Oder: Einfach immer noch fortdauernd gut, in dem, was er tut. Tegall-Fans sind, wie seine Vierbeiner, treue Begleiter:innen. Während er sich psychedelic über vier Instrumente durch die Tonleitern jazzt, bleibt eh-wie-immer keine fade Sekunde. Fünfzehn Tracks lang arbeitet Ty Segall sich also durch sein Innerstes und fragt zuletzt: »What can we do?« Während seine Follower sich in Reddit-Threads darüber streiten, welche Band Ty Segall kopiert hat und vice versa, gibt es auf die Frage aber eigentlich nur eine Antwort: Lauschen und genießen.