Review

V.A.

Ten Years Of Phonica

Phonica • 2014

Zehn Jahre hat der Londoner Plattenladen Phonica nun auf den Buckel. Wenn man es genau nimmt, sind es eigentlich schon zehneinhalb. Und das ist – allen Statistiken zum aufkeimenden Vinylmarkt zum Trotz – in dieser Nische wahrlich schon eine Epoche. Folglich darf zum runden Geburtstag geklotzt und nicht gekleckert werden, so dass die Zahl der Geburtstagsgäste auch gerne ansteigen darf. Und wenn Phonica, diese kleine Nerdinsel im Herzen Sohos, ruft, dann kommen sie alle. Die Gästeliste, hier versammelt auf insgesamt drei CDs, geht zumindest schon runter wie Öl: Joe Claussel, Henrik Schwarz, John Morales, Roman Flügel, Steve Moore, STL, Legowelt, I:Cube, Moire, Juju & Jordash, Mr. G, DJ Kaos. Und und und. Wie das auf Geburtstagen nun mal so ist, sind nicht alle immer in Bestform und manche können nur kurz bleiben, aber es bleibt trotzdem schön, dass man sie gesehen hat. Und manche wiederum, die sind in Bestform. Danny Wolfers aka Legowelt zum Beispiel, der hier auf »Lovecraftiannature« einen dichten Synth- und Melodiennebel zur Trackmitte in unnachahmlicherweise gekonnt wie hochenergetisch auflöst. Das ist Twin-Peaks-Techno par excellence. Oder Stephan Laubner aka STL, der auf»Freaky Fingers« von den üblichen Loopschleifen ablässt und nicht nur fröhlich nach vorne tweakt, nein, er hat zur Party sogar eine Trillerpfeife mitgebracht. Happy birthday, Phonica, eine gute Party war das.

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V.A.
Ten Years Of Phonica
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