Mit In Dream legt die aus Tokio stammende und in Berlin lebende Courtney Bailey ein Debütalbum vor, das ihre jahrelange Erfahrung als DJ in eine eigenständige, sehr feinfühlige Klangsprache übersetzt. Vom ersten bis zum letzten Track vollzieht sich ihre Suche nach sich selbst und nach einem eigenen Stil nach – auf intime, beinahe introspektive Weise. Bailey verbindet Einflüsse aus Ambient, New Age, Clubmusik und einer fast sehnsüchtigen Spiritualität, die an ihre japanischen Wurzeln erinnert. In Dream lebt von hauchzarten Synthesizer-Landschaften und verwaschenen, japanischen Vocals. Bailey lädt ihr Publikum ein, sich treiben zu lassen und vollständig in ihre persönliche, kleine Welt einzutauchen.
Die erste Hälfte des Albums entfaltet sich in einem meditativ-schwebenden Raum, wie auch der Titeltrack »In Dream«. Eine prägnante Melodielinie trägt hier eine Art japanischen Sprachgesang, der sich harmonisch über ätherische Texturen und sanfte, fast chorale Hintergrund-Vocals legt. »Kokoro No Koe« arbeitet mit geflüsterten Sprachfragmenten, die sich über einen weich pulsierenden, zugleich detailreichen Hintergrund legen und die träumerische Atmosphäre weiter verdichten.
Mit »Under the Water« erreicht das Album seinen atmosphärischen Höhepunkt: Blubbernde Klangfragmente steigen auf wie Luftblasen, die sich langsam ihren Weg an die Oberfläche bahnen. Die gedämpften Vocals erinnern an den Gesang von mystischen Sirenen, die sich in den Tiefen des Wassers aufhalten. Der Sound wirkt zwar dicht und leicht einengend, aber trotzdem nicht bedrohlich, sondern eher wie ein Schleier, der sich schützend um einen herum legt. Mit »Like A Heaven« wird das Album dann zunächst tanzbarer, überrascht aber auch mit einem acidlastigen Breakdown, der dem Groove allerdings nichts von seiner Wirkung nimmt.

In Dream