In 2024 präsentierte Eden Aurelius mit Plateau den Vorboten ihres Debütalbums Entre Nous, das jetzt auf Short Span veröffentlicht wurde. Treffender geht es fast nicht, denn wieder baut die New Yorkerin ein Geflecht aus runtergekühltem Dub-Techno und hypnotischen Ambient-Unterwasserklängen. Die sechs Stücke fühlen sich an, als hätte man sie mit Samthandschuhen fein säuberlich zusammengesetzt. Temporäre Schichten und organische Elemente tragen zu einer wunderbaren Balance zwischen Präsenz und Leichtigkeit bei. Töne weben sich zu flirrenden Feldern, auf denen Stimme und Rhythmus eine subtile Wechselwirkung eingehen.
Die ersten Sekunden von Acquiescence genügen und schon schwebt man in rauschenden Akkorden, Hallfahnen und gedämpften Gitarren. Die Konturen sind verwischt, zugleich verleihen ein sanfter Bass, gut platzierte Loops und versetzte Percussion ein Gefühl von Vorwärtsbewegung. Passing hingegen kommt ganz ohne Bass aus und eröffnet wie durch ein Unterwassertor eine andere Dimension. Auf Ion in Zusammenarbeit mit Pontiac Streator ordnet sich auf einmal ein Four-to-the-Floor-Kick unter die einzelnen Bassimpulse, hohen Frequenzen und glockenartigen Töne. Entre Nous ist ein passender Name für das Werk. Eden Aurelius hat diese wunderschönen Klanglandschaften geschaffen, die unbedingt erkundet werden müssen.

Entre Nous