Endlich: Shlohmo ist im Schlafzimmer angekommen. Vielleicht ist er high, jedenfalls etwas neben der Spur, aber ich bin froh, dass er da ist. »Don’t Say No« mit How To Dress Well treibt Shlohmos Sound noch eine Spur weiter: Von den verschwommenen Stunden der Afterhour direkt unter Decken, Kissen und ausgezogene Klamotten. How To Dress Wells Falsett schmiegt sich an Shlohmos schimmerndes Instrumental – das passt so gut zusammen, dass ich mir wünschte ich wäre How To Dress Wells Stimme. Ende März erscheint Shlohmos neue EP »Laid Out«; ich werde bereit stehen: in Hotpants und einem Nacht-Shirt, das meine Brüste betont, die selbstverständlich BH-los unter dem weichen Shirt liegen. Hups, ich bin ja männlich. Das habe ich wegen »Don’t Say No« kurz vergessen.
Zwölf Zehner – September 2012
Kolumne