Music Interview | verfasst 25.04.2018
DJ Koze
Soulful und ein bisschen kaputt
DJ Koze: vielleicht House-Musik-Deutschlands letzter wahrer Eklektiker! Vielleicht der nächste kredible Pop-Produzent des Landes. Ganz sicher ist er einer der besten Gesprächspartner, die man sich wünschen kann.
Text Lars Fleischmann , Fotos Gepa Hinrichsen
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Er hat es mal wieder geschafft: kurz vor der Album-Veröffentlichung wieder in den Fokus der Connaisseure zu geraten. Episch-einfach gleichwohl die möglichst wirkungsvollste Video-Idee umsetzend: Das Video zur zweiten Auskopplung »Pick Up« aus dem mittlerweile fünften Solo-Album unter dem DJ Koze -Pseudonym besteht aus einem Hauch von nichts. Auf schwarzem Grund wird mit weißen Einblendungen der Track selbst auseinandergenommen, seine Funktion und seine Wahrnehmung beschrieben. ›Haste schon gesehen?‹, klingelt es in den Messengern, auf den Timelines dieser Welt. DJ Kozes »knock knock«-Album auf den Punkt gebracht: Koze-Virtuosität, Trademark-Sounds, Ideen, Altes und Neues, Forschung auf hohem Level, neue Ufer. Introvertiert wie nie präsentiert sich der hanseatische Mittvierziger.

Hand auf die Platte, gegen den Uhrzeigersinn drehen, Backspin in den tiefsten Winter. Schon im Februar traf ich Stefan Kozalla, wie Koze mit bürgerlichem Namen heißt, in Hamburg. »Ich bin nicht Rap, ich bin aber Hip-Hop.« (DJ Koze) Die Elbmetropole ist in eine dicke weiße Decke gemummelt. Doch neben dem klassischen House-Sommer (der sich in so Stücken wie dem vorgenannten »Pick Up« präsentiert), ist die Kälte auch ein guter Partner und sicherlich nicht das falscheste Dispositiv für diese Platte. Zwischen den Kopfhörern passiert in den Pop-Songs sehr viel, manchmal eher beiläufig tanzbar, dann Dancefloor-Smasher. Doch ein Großteil der Stücke ist treffender mit emotional rollercoaster bzw. Breakdowns bezeichnet.

Im schneebedeckten Hamburg sitzt in einem dieser Hinterhöfe, die es noch zahlreich in St. Pauli und so gibt, die aber nach und nach weggentrifiziert werden, DJ Koze im Headquarter eines stadt- und deutschlandweitbekannten Managers. Im Vorraum sitze ich auf einmal neben Samy Deluxe, der zum Tee trinken da ist. Ich verschlucke mich an meinem und schäme mich. Doch im Nebenraum wird laut gelacht. Spannung. Als ich dann reingebeten werde, sehe ich einen vollends entspannten Mittvierziger, den ich kenne; nicht persönlich und doch sehr persönlich.

Wieder Backspin: 2006, Köln, c/o pop Festival. Ich, irgendwie noch Gitarren-Musik-interessiert, stehe neben dem DJ-Pult in der Alten Bahndirektion, einem Verwaltungsgebäude spät-klassizistisch-eklektizistischen Ausmaßes. Es spielt DJ Koze, auf drei Plattenspielern und einem Korg Kaospad. Die Musik, die dabei herauskommt, kommt mir extrem ungehört vor. Ein Mix, der so nahtlos, so besonders, so eigen ist, dass man spielend leicht Zeit und Raum vergessen konnte. Meine Augen können nicht von den virtuosen Griffen und Kniffen lassen, meine Ohren sind am mitschreiben, der Geist eben lange auf Reise. Hier auf der Party, auf der ich alleine landete, sag ich mich los von Genregrenzen.

12 Jahre später sitze ich nun vor dem Maestro, der mir diesen Moment bescherte. Ein ganz lockerer, froher Mensch, der nicht fragt, wann es losgeht, sondern, was einen (also mich) denn gerade interessiere; das Interview davor sei auch in den seltsamsten Ecken gelandet. Ich antworte, dass ich Interview-Situationen gar nicht möge, sondern lieber ehrliches Interesse an den Künstler*innen (auch menschlich) zeigen würde. Dass dabei die großen Sachen bei rumkommen. Koze antwortet, dass er dann ja Panik bekomme, meint das als Witz und öffnet damit das Gespräch.

hhv.demag: Reden wir also über psychische Erkrankungen…
DJ Koze: Ja zum Beispiel F41.0. So heißt ja die Panik- und Angststörung im ICD10-Code bei den Medizinern. Darüber sollten wir reden.

Oder wir nehmen noch F32.2. mit. Schwere depressive Episode.
DJ Koze: Das interessiert mich alles sehr. Ich habe gerade »Die Welt im Rücken« von Thomas Melle gelesen. Fantastisches Buch über jemanden, der an bipolarer Störung leidet. Ich lese das gerade zum zweiten Mal. Ich kannte mich bis dahin kaum mit Manie und Wahn aus. Hast du da Erfahrungen gemacht?

Ich habe jetzt keinen klassischen Wahn. Verarmungswahn kenne ich. Und Hypochondrie…
DJ Koze: Ich auch! Rocko Schamoni kennt sich ebenfalls gut aus mit Hypochondrie. Aber er meinte mal zu mir: »Das wird immer weniger mit den Jahren«, und irgendwie hat er Recht behalten. Dass man nach all den Jahren mit diesen vermeintlich todbringenden Symptomen, wie merkwürdigem Halskratzen oder mysteriösem Zwicken im Bauch, immer noch lebt, lässt einen irgendwann gelassener werden.

Das ist ja nicht nur individuell oder ausschließlich auf Krankheiten zu beziehen. Eine Welt, die im Wanken scheint – und da würde ich sagen, da sind wir gerade -, die kann man gar nicht handlen in ihrer gesamten Fülle an Problemen. Außerdem partizipieren wir ja gar nicht auf der Ebene wirklich. Also, das behaupte ich einfach mal, sublimiert man die Weltangst und -schmerz in sich selbst. Weißt du, was ich meine?
DJ Koze: Ich spüre eine Feinfühligkeit bei vielen, die unter Depressionen oder Angststörungen leiden. Es gibt ja viele Erklärungsmuster. Wahrscheinlich hat es auch mit nicht funktionierenden Verdrängungsmechanismen zu tun. »Verdrängen ist ein Zeichen von Gesundheit« ist so ein Spruch, dem ich sofort zustimme. Wenn unheimlich viele Negativ-Impulse gleichzeitig reinkommen, dann droht man ja auch ›verrückt‹ zu werden. Man muss sich selber Filter schaffen. Alkohol z.B. ist diesbezüglich sehr populär. Denn eins ist klar: Die Rezeption der Wirklichkeit kann einen gar nicht glücklich stimmen; wie du sagst: die Welt wankt.

Man kennt das ja auch aus dem Nachtleben. Die ganzen Tänzer, die die ganze Nacht happy waren, und am Ende fast nahtlos in den Kater übergehen: Die Ekstase der Nacht hat sie aus der »vorgegeben« Realität rausgezogen. Und wenn es sich zum Ende neigt, rauschen plötzlich die ganzen Zwänge wieder rein. Und man denkt an den Montag, oder?
DJ Koze: Das empfinde ich genauso. Bei einer Party ist man auf einer Kreuzfahrt. Wenn man dann im Hafen wieder anlegt und nach Hause muss, dann fällt einem auf, dass die Realität die letzten Stunden wieder überlagert.

Glaubst du, dass es eine Feiersucht gibt?
DJ Koze: So würde ich das nicht sagen. Aber die Leute sehen und empfinden dort etwas, was ihnen der Alltag nicht bieten kann. Das will man dann häufiger erleben. Nachtleben ist einfach toll. Trinken, Lichter, Leute, Musik – das ist die beste Art des Abtauchens. Das sind Impulse, die man nur im Club oder Ähnlichem erleben kann.
Doch der Kater ist brutal: Die Vorstellung, die man sich da anschaut, die dauert dann aber nicht auch nur sechs Stunden, sondern 24 oder 48 Stunden. Die Kopfchemie ist einfach komplett aus dem Ruder, man sieht kein Licht mehr und zweifelt an allem. Das alles stabilisiert einen nicht grade on the long run.

Das klingt ja einer depressiven Episode nicht unähnlich. Ich kann mir aber vorstellen, dass für dich die Musik eine Möglichkeit ist, diese Phasen zu sublimieren. Als Behauptung aufgestellt: Auflegen ist da noch befreiender als Produzieren, da du eigentlich über Zeitraum x die Möglichkeit hast, gezielt ziellos eine Geschichte zu erzählen.
DJ Koze: Die Perspektive ist schön, aber auch nicht immer richtig. Die Erwartungen sind riesig. Ich habe häufiger das Gefühl, dass ich denen einfach nicht gewachsen bin. Eigentlich hast du aber recht: Gerade langes Auflegen in einem angstfreien Rahmen ist besser als die Wirklichkeit. Das ist wie ein First-Class-Flug mit Lufthansa: Besser als das reale Leben.

Wie bringst du denn die beiden Sachen jetzt zusammen?
DJ Koze: Einfach. Du bist offline, du hast eigentlich keine Probleme, da sind Leute, die dich beim Namen anreden und dir Wein eingießen, wenn du möchtest. Beim Fliegen ist man außerdem über den Wolken – ein unverstellter Blick. Du bist aus dem Alltag rausgenommen. Endlich mal Ruhe im Karton

Gerade wenn man über das Auflegen und Depressionen oder Angst redet, dann fällt einem auf, dass das ein großes Thema in den letzten Jahren war. Benga, Erick Morillo oder MCDE um nur einige zu nennen, haben sich als Angstpatienten oder unter Depressionen Leidende ›geoutet‹. Was sind deine Erfahrungen?
DJ Koze: Der Job ist tough. Du brauchst eine starke Stamina, ein robustes Gemüt. DJs sind aber oft auch sehr feine Menschen mit guten Antennen. In diesem Hochleistungs-›DJ-Business‹ leiden solche Menschen. Meist ist das ganze Wochenende eng getaktet, manchmal spielst du fünf Gigs an einem Wochenende. Kommst 20 Minuten vor Set-Beginn an, sollst dann vor 2000, 4000 oder 10.000 Menschen spielen und brillieren. Die Erwartungen erfüllen. Wieder und wieder. Selbstzweifel sind da schlechte Berater. Und auch zu sehr in sich reinhören, ist gefährlich: »Ich fühl mich heut nicht so«.

Das interessiert da auf der Tanzfläche halt auch niemanden.
DJ Koze: Warum denn auch? Der Besucher hat sich ein Ticket gekauft, Eintritt gezahlt. Und daraus ergibt sich eine Erwartungshaltung: Du sollst da ankommen und gefälligst liefern. Mit dem Alter wird das anstrengender. Man ist oft selbst-entfremdet. Ich empfinde es als sehr unnatürlich alleine auf einer großen Bühne zu stehen vor sehr, sehr vielen Leuten.

Da stellt sich eh die Frage: Du bist jetzt jenseits der 40, langsam geht’s Richtung 50. Als der DJ auf der Bildfläche erschienen ist, da hat doch keiner gedacht, dass man damit alt werden wolle. Egal ob der DJ jetzt einer unter vielen ist, oder schon der Star der Party. Aber die Stones wollte doch wirklich keiner sein.
»Die Rezeption der Wirklichkeit kann einen gar nicht glücklich stimmen.« ( DJ Koze) DJ Koze: Die Stones findet man ja erstmal nervig, weil die ihre Legende verwalten (müssen). Dieses Altern mit den alten Hits ist schrecklich. Dennoch gibt es ja coole »ältere« Musiker, manche sind über die Jahre sogar noch besser geworden. Und bei den DJs: Ich bin jetzt noch nicht der Älteste und wir sind ja die erste »coole« Generation. Mit meinen 46 Jahren kann ich ja sagen: Wahrscheinlich waren sich die Generationen nie näher. Die Kinder hören sogar manchmal was ihre Eltern hören. Auto-Tune, Trap, Berghain. Mein Vater ist 1930 geboren. Als ich 18 wurde war er 60 Jahre alt.
Der hatte nur so mäßig Zugang zu Public Enemy und Bushwick Bill.

Siehst du da kein Problem auf dich zukommen?
DJ Koze: Doch, ja klar. So lange es aber inhaltlich stimmt und körperlich machbar bleibt, sehe ich da noch kein Problem. Wenn allerdings irgendwann nur noch 20 Leute kommen, dann werde ich mal über eine Exit-Strategy nachdenken.

Und da kommt der Produzent in’s Spiel.
DJ Koze: Ja, produzieren macht mir nach all’ den Jahren einfach mehr Spaß als permanentes Reisen. Da habe ich auch noch nicht alles erzählt. Ich stelle mir manchmal vor, wie es ist Filmmusik zu machen; oder Kylie Minogue zu produzieren.

Das ist ja in Deutschland schwierig. Die Riege der Pop-Produzenten ist ja sehr eigen. Vornehmlich Leute von denen man noch nie gehört hat, die dann Mark Forster und Konsorten produzieren. Doch das amerikanische Ding – Timbaland produziert die Platte, Pharrell die andere, Kanye etc. – das gibt es nicht.
DJ Koze: Obwohl, es gibt hier The Krauts, die für Materia und Peter Fox produzieren. Genau da sehe ich mich auch irgendwann: Der kredibile Pop-Produzent.

Ein Schelm, der behauptet, so wärst du auch die Platte angegangen.
DJ Koze: Ich find das super interessant. Ich liebe es mir Videos anzuschauen von Pharrell; wie der im Studio sitzt mit Diddy und die – etwa Tag 46 – Lieder zusammenbauen und -basteln. Ich möchte wirklich nochmal eine Lanze brechen für The Krauts. Die machen tolle Sachen. Oder der Typ aus Köln, von Die Achse, Bazzazian. Einfach gut gemacht. Sogar Moses Pelham.

Mal weg von Rap, oder? Du hast ja auch viel Instrumental-Hip-Hop auf der Platte drauf.
DJ Koze: Ja, ich liebe 9th Wonder, ich liebe Instrumentals.

Auf der Dj Kicks hast du auch Mndsgn drauf.
DJ Koze: Ich finde diese LA Szene sehr inspirierend. Knxwledge, NxWorries – einfach alles super. Was soll ich sagen? Knxwledge, was der abzieht; großartig. Wie der so schnell einen Trademark erschaffen konnte, mit seinem komprimierten Sound, der trotzdem organisch klingt; außerdem Beats eher zweitrangig lassen. Das ist inspirierend für mich. Soulful, bisschen kaputt.

Auf der Platte hört man auch deine Begeisterung …
DJ Koze: Total. Ich bin zu alt für das Gerappe, liebe die Musik aber immer noch. Da dachte ich: Da muss mehr kommen von mir. Ich muss auch Beats machen. Und dann kam mir die Idee: Keine Rapper, sondern Sänger*innen! Ich wollte mir kein falsches Gewand mehr anziehen. Ich bin nicht Rap, ich bin aber Hip-Hop.

DJ Koze - Knock Knock Webshop ► Vinyl 3LP+CD+7inch+10inch + Vinyl 2LP+7inch Achtung, Lobhudelei: Mit Fischmob hast du ja damals deutschen Hip-Hop gemacht, bevor das halt gechartet ist, dann der Gang Richtung Underground-House, als dieser nach dem Love-Parade-Drain erst richtig interessant wurde, mit International Pony die neue Welle des Filter-House vorweggenommen; auf welches Pferd muss man jetzt setzen? Scheint mir so als hättest du das Gespür dafür?
DJ Koze: Ah, das ist nett (lacht). Aber du siehst das richtig: Ich verlasse gerade ein bisschen den Pfad der monotonen Clubmusik. Diese neue Idee an Songs ranzugehen, elektronische Playbacks mit Gesang wieder zu verknüpfen, das interessiert mich grade.

Hast du da noch Träume?
DJ Koze: Klar. Aber ich habe mir ja einige gerade erfüllt. Speech von Arrested Development, Kurt Wagner und Roísín Murphy – das sind alles Heroes für mich. Musiker*innen, die losgelöst von Genrescheuklappen Beseeltes herausgebracht haben. Es war wirklich wunderbar mit solchen Künstlern zusammenarbeiten zu können.

Schließt sich da ein Kreis für dich?
DJ Koze: Ja. Die hat man früher bewundert. Ich habe dafür gerne das Feld der Elektronik verlassen, auch mal aufgeben dort weiter zu forschen. Das war die große Idee.

Helden also?! Darf man dann vorwegnehmen, dass Sophia Kennedy auch schon dazu gehört?
DJ Koze: Ich bin total baff ob ihres Talents. Es macht Spaß, mit ihr Musik zu machen. Unprätentiös, uneitel, obwohl sie das perfekte Gemisch im Kopf hat zwischen Poptheorie und Gefühl. Ultrareflektiert. Fantastisch ist ihre Art sich in Rollen rein zu begeben. Auf den beiden Tracks schlüpft sie ja in Rollen. Ich bin immer noch total geflasht.

Zum Ende würde ich ja gerne klären, was »knock knock« eigentlich für dich bedeutet. Wo klopfst du da an?
DJ Koze: Das weiß ich gar nicht. Ich dachte: Erstmal anklopfen und schauen wer aufmacht.

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Mit »Plong« rüttelt Stefan Schwander an den Grundfesten der Clubmusik. Sein neues Solo-Album als Harmonious Thelonious lässt Alltagsgeräusche ein unheimliches Eigenleben entwickeln. Uns hat er erzählt, welche 10 Platten ihn geformt haben.
Music Interview
Nubya Garcia
Verwobene Erinnerungen
Die Saxophonistin Nubya Garcia ist Teil der regen Londoner Jazzszene. An ihrem Instrument ist sie eine der energetischsten Musikerinnen der Welt. Ansonsten ruht sie in sich. Sie ist so cool, wie die Musik, die sie spielt. Ein Interview.
Music Porträt
Pierre Schaeffer
In allem steckt Musik
Lange Zeit war es kaum vorstellbar, dass Musik durch anderes als Instrument und Stimme entstünde. In den Händen Pierre Schaeffers jedoch wurde der Tonträger zur Basis der Komposition. Vor 25 Jahren starb der Pionier der elektronischen Musik
Music Liste
Record Store Day 2020 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 29.8.2020 findet nun der erste von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind mehr als 350 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Liste
Jonathan Bree
10 All Time Favs
Jonathan Bree versteckt sein Gesicht hinter einer Latexmaske. Nun ja. Aber das ist nicht das bemerkenswerteste an dem Neuseeländer. Denn er ist vor allem ein erstklassiger Songwriter. Uns hat er erzählt, welche 10 Platten ihn geformt haben.
Music Porträt
Kommerz Records
Sich selbst das Bein stellen
Jonathan und Lukas Nixdorff haben sich einen Kindheitstraum erfüllt: Vor wenigen Wochen gründeten sie Kommerz Records. Dort erscheint nun das erste Release, »Kommerz Season 1: Anti-Virus«.
Music Porträt
Light In The Attic
Alles ist erleuchtet
Seit fast 20 Jahren bringt das in Seattle beheimatete Plattenlabel Light In The Attic Licht ins Dunkel jener Releases, die im Schatten stehen. Dass sie von Beginn an auf Vinyl setzten, zubilligt dem Label heute die Rolle eines Vorreiters.
Music Porträt
Jason Molina
Gone But Not Forever
Soeben sind unveröffentlichte Aufnahmen von Jason Molina veröffentlicht worden. Mit Songs: Ohia oder Magnolia Electric Co. wollte er sein Leben als Momentaufnahme festhalten. Doch es löste sich auf wie die Gespenster, an die er glaubte.
Music Kolumne
Records Revisited
Raekwon – Only Built 4 Cuban Linx… (1995)
Nach »Enter the Wu-Tang (36 Chambers)« haben sich die Clan-Mitglieder solo ausprobiert. Erst Method Man, dann Ol’ Dirty Bastard, schließlich Raekwon. Sein 1995 releastes »Only Built 4 Cuban Linx…« zählt zu den Meisterwerken des Hip-Hop.
Music Porträt
Jockstrap
Viel Klang, viel Geräusch
Das Londoner Duo Jockstrap veröffentlicht ihre Schallplatten bei Warp. Ihre Songs sind in Werbungen von Chanel und Dior zu hören. Taylor Skye und Georgia Ellery spielen sich auf der zweiten EP »Wicked City« passgenau die Bälle zu.
Music Liste
Jay Glass Dubs
10 All Time Greek Favs
»Soma« heißt auf Griechisch Körper und an den richtet sich die Musik von Jay Glass Dubs. »Soma« heißt sein neues Album. Das war die Chance den Griechen nach 10 Schallplatten zu fragen, die ihn geformt haben. Er antwortet griechisch.
Music Kolumne
Record Revisited
Elliott Smith – Elliott Smith (1995)
Die neunziger Jahre waren ein lautes Jahrzehnt, doch sie gaben uns auch die Musik von Elliott Smith. Dessen zweites Album »Elliott Smith« setzte einen stillen, inwendigen Kontrapunkt zum Weltgeschehen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Closer (1980)
Joy Divisions Album »Closer« war ein Zwischenschritt, ein halbherziges, halbbeseeltes Statement von vier jungen Männern auf ihrem Weg in neue Untiefen. Nur einer aber wollte, konnte nicht vom Fleck kommen.
Music Porträt
WeWantSounds
Ansteckende Leidenschaft
Den Grund für die Label-Gründung trägt WeWantSounds im Namen. Seit 2015 veröffentlicht der Pariser Zweimannbetrieb persönliche Lieblingsmusik aus den Siebzigern und Achtzigern. Bei der Auswahl spielen Genre- und Landesgrenzen keine Rolle.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Arca – KiCK i
»KiCK i« soll das erste von vier neuen Arca-Alben sein. Während sich einer unserer Autoren dazu auf dem Shakti-Kissen lümmelt, surft der andere auf Soundcloud das Reggaetón-Tag ab und bewundert der Dritte das Songwriting der Platte.
Music Essay
Baltic & Finnish Jazz
Grenzen ausbooten
Während Jazz von London bis L.A. eine neue Pop-Sensibilität entwickelt oder Fusion updatet, werden an den Ostseeküsten kühle Geschmacksrichtungen zwischen Nachwuchs und Nostalgie kultiviert. Weltoffen ist Jazz auch hier – und total eigen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2020
Hier werden persönliche Anekdoten zu programmatischen Allegorien: Aigners Inventur verabschiedet sich schlussendlich mit einem Wimmern in die Sommerferien. Es ist schließlich 2020.
Music Porträt
International Anthem Recordings
Die Suche nach dem Echten
Seit sechs Jahren liefert das Label International Anthem aus Chicago zuverlässig Jazz mit ganz eigener Attitüde. Wobei sich die Gründer fast jeder Zuschreibung verweigern. Für sie gilt: Der schönste Klang ist stets das Echte.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2020
50 best Vinyl Records so far
Wahrscheinlich wird man in 40 Jahren zwei Fragen beantworten müssen: Was man 2020 selbst gegen das Leid und die Ungerechtigkeit getan und welche Platten man gehört hat. Bei der Beantwortung der zweiten Frage, können wir behilflich sein.
Music Porträt
We Jazz
Mit Betonung auf Wir
We Jazz, das steht für überraschenden Jazz aus dem Norden. Und noch mehr. Seit 2013 gibt es das Festival in Helsinki, seit 2016 das Label. Dort verlegt Matti Nives vorwiegend finnische Bands. Wir stellen euch das Label vor.
Music Porträt
Roy Ayers
Vibrationen zum Wohlfühlen
Er zählt zu den meistgesampelten Musikern der Gegenwart. Mit Songs wie »Everybody Loves The Sunshine« wurde Roy Ayers, der im September seinen 80. Geburtstag feiert, zur Legende. Auf Jazz Is Dead sind nun neue Songs von ihm erschienen.
Music Porträt
Sven Wunder
Wer bin ich?
Es kursieren gerade zwei Alben, die Liebhabern des Rare Groove Freudentränen in die Augen treiben. Das eine, »Doğu Çiçekleri«, spricht seine musikalische Sprache mit türkischen Akzent, »Wabi Sabi« mit japanischem. Doch wer ist Sven Wunder?