Music Interview | verfasst 05.11.2012
JETS
Blindes Vertrauen
Es ist wie ein Aufeinandertreffen zweier einstiger Wunderkinder, die nun erwachsen geworden sind. Seit über zehn Jahren produzieren Jimmy Edgar und Travis Stewart elektronische Musik. Als JETS bringen sie nun zusammen eine 4-Track-EP raus.
Text Patrick Cavaleiro , Fotos Malte Seidel
Jets
Rubriken_sticker_detail_07

Es ist wie ein Aufeinandertreffen zweier einstiger Wunderkinder, die nun erwachsen geworden sind. Seit über zehn Jahren produzieren sowohl Jimmy Edgar als auch Travis Stewart elektronische Musik mit höchsten Qualitätsansprüchen. Jetzt treffen der Mann, der seine ersten drei Alben bei Warp, !K7 und Hotflush veröffentlichte und der, den sie einfach nur Machinedrum nennen, endlich aufeinander. Aus ihren gemeinsamen Initialen basteln sie den Projektnamen JETS und bringen zusammen eine selbstbetitelte 4-Track-EP raus. Doch dabei laufen sie sich nicht das erste Mal über den Weg.

hhv.de mag: In jungen Jahren seid ihr ja bereits beide bei Merck Records gewesen. Ihr seid ja quasi alte Bekannte …
Travis Stewart: Ja, wir kennen uns schon seit ungefähr zwölf Jahren. Wir haben uns über Merck kennengelernt. Ich habe damals bei Merck ausgeholfen, habe Demos durchgehört und irgendwann war eine von Jimmy dabei und ich fand es faszinierend. Da stand für mich fest: Wir müssen uns treffen!
Jimmy Edgar: Es gab nie einen gewissen Punkt, an dem wir uns gesagt haben: »Wir müssen zusammenarbeiten!« Wir hatten immer miteinander zu tun und haben irgendwann entschieden, dass wir eine EP zusammen machen wollen.
Travis Stewart: Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als wir in New York gelebt haben. Wenn wir uns dann getroffen haben, haben wir auch durchaus mal was zusammen gebaut, aber nie mit dem Gedanken im Hinterkopf, offiziell zusammen eine EP oder ein Album rauszubringen. Wir haben einfach gejammt und hatten Spaß. Dann kam aber der entscheidende Impuls von Leisure System, mit denen wir alle befreundet sind. Die kannten die Songs und haben uns dann gefragt, warum wir die nicht fertig machen.

»Im Studio gab es diese sehr vertrauensvolle Stimmung, dass der eine mal für 20 Minuten verschwinden konnte und den anderen weiter an Tracks bauen ließ und wenn man wiederkam war das Ergebnis genau das, was beide wollten.« (Jimmy Edgar) Ihr seid beide sehr beschäftigt, habt dieses Jahr bereits beide als Solokünstler veröffentlicht. Wo war da Platz für JETS?
Travis Stewart: Viele der Songs wurden zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten geschrieben. Und dann gab es irgendwann einige Wochen, an denen wir uns die Zeit genommen haben, uns zu treffen und intensiv an den Tracks zu arbeiten. Das hat alles hier in Berlin stattgefunden und ist innerhalb eines Monats fertig geworden.
Jimmy Edgar: Wir konnten viel voneinander lernen, was an sich schon toll war. Das hat es sehr einfach gemacht, die Platte fertigzustellen. Im Studio gab es diese sehr vertrauensvolle Stimmung, dass der eine mal für 20 Minuten verschwinden konnte und den anderen weiter an Tracks bauen ließ und wenn man wiederkam war das Ergebnis genau das, was beide wollten.
Travis Stewart: Wir haben beim Produzieren auch mal etwas rumgesponnen. Der eine hatte mal einen angefangenen Track dabei, den der andere dann einfach weiterbearbeitet hat. Oder ich habe mal einen Beat gebaut nur mit Samples, die Jimmy mir gegeben hatte, und vice versa.
Jimmy Edgar: Wir haben viel versucht auch musikalisch aufeinander einzugehen. Ich habe ihm ja nicht Samples gegeben, um ihn zu testen. Es waren Samples, von denen ich mir sicher war, dass Travis sie gern mögen würde. Diese Art von Zusammenwachsen war schon sehr angenehm.

Habt ihr ausschließlich mit Samples gearbeitet?
Jimmy Edgar: Samples waren schon die Grundlage der ganzen Musik und machen den Kern der Songs aus.
Travis Stewart: Am Ende haben wir einen Modular-Synthesizer drüber laufen lassen, an dem Jimmy seit längerem schraubt, um die Tracks in gewisser Weise auch klanglich miteinander zu verknüpfen. Wir haben Samples auch selbst produziert und haben auch auf unsere Sample-Datenbanken zurückgegriffen, die wir seit Jahren ziemlich intensiv aus allen möglichen Quellen zusammentragen.

Habt ihr versucht, für JETS eure eigenen musikalischen Aktivitäten und euren jeweiligen Style zurückzustellen?
Travis Stewart: Wir haben vieles ausprobiert. Ich habe auf einem Song gesungen, aber das hat klanglich überhaupt nicht zum Rest gepasst, weshalb wir es dann verworfen haben. Was wir aber auf jeden Fall aus diesem Projekt mitgenommen haben, ist das Ziel, sich in Zukunft mehr mit Pop zu beschäftigen, um gemeinsam als Produzenten für diesen Markt arbeiten zu können. Wir beide haben eine Menge Erfahrung im Umgang mit Pop-Musikern und haben auch für uns gemerkt, dass wir zwar in der Produktion ein sehr starkes Team sind, uns aber auch mit Songwriting sehr gut auskennen. Also kann man sich wohl darauf einstellen, dass wir – vielleicht nicht unbedingt als JETS, aber schon zusammen – bald als Produzenten-Team für eben solche Popmusik in Erscheinung treten werden.

Die EP »Jets« von Jets findest du bei hhv.de EP
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 16.11.2012
JETS
JETS EP
Jimmy Edgar und Machinedrum, zwei Protagonisten der elektronischen Tanzmusik, bündeln ihre Kräfte für ihr gemeinsames Projekt JETS.
Music Review | verfasst 19.05.2015
JETS
The Chants EP
Machinedrum und Jimmy Edgar haben sich für die vier Tracks der »The Chants EP« wieder als JETS zusammengetan.
Music Review | verfasst 12.04.2012
Jimmy Edgar
This One's For The Children EP
Jimmy Edgar schickt zur Ankündigung seines ersten Hotflush-Albums die Doppelsingle »This One’s For The Children/Switch Switch« ins Rennen.
Music Review | verfasst 20.06.2012
Jimmy Edgar
Majenta
Für Hotflush darf es auch bei Jimmy Edgar etwas mehr Bass sein. Prince bleibt dennoch weiterhin eine Referenz.
Music Review | verfasst 20.06.2013
Jimmy Edgar
Hot Inside EP
Elektro-Fetischist Jimmy Edgar legt ein knappes Jahr neues Material vor. Dafür hat er zusammen mit Machinedrum ein neues Label gegründet.
Music Review | verfasst 19.11.2013
Jimmy Edgar
Mercurio EP
Drei neue Tracks präsentiert der Wahlberliner Jimmy Edgar auf seiner neuen »Mercurio EP«.
Music Review | verfasst 12.08.2010
Jimmy Edgar
XXX
Der Detroiter tauscht Laptop-Funk gegen die analoge Wärme von Vintage-Synths und produziert sein bisher bestes Album.
Music Porträt | verfasst 22.03.2012
Scuba & Jimmy Edgar
Elektronische Musik fernab vom Hype
Der Labelchef von Hotflush Recordings Paul Rose und der Detroiter Musiker Jimmy Edgar berichten in unserem Porträt über die Einflüsse der Stadt Berlin auf ihre aktuellen Veröffentlichungen.
Music Review | verfasst 03.02.2011
Sepalcure
Fleur EP
Eine perfekte EP, Machindrum an den Decks: Das kann nur die nächste große Nummer werden.
Music Review | verfasst 21.07.2011
Machinedrum
Room(s)
Machine Drum macht den Kontrast zwischen schnellen Beats und entspannten Synthesizerflächen auf.
Music Review | verfasst 27.09.2013
Machinedrum
Vapor City
Travis Stewart aka Machinedrum erfindet eine Großstadt und vertont die zehn Viertel von »Vapor City«.
Music Review | verfasst 30.09.2016
Machinedrum
Human Energy
Das Kontemplative, das Machinedrum angekündigt hat, muss man suchen. Die »Human Energy« wird doch eher auf der Tanzfläche spürbar.
Music Review | verfasst 20.10.2020
Machinedrum
A View Of U
Machinedrum ist weiterhin auf der Suche nach der Erleuchtung durch Trips. »A View Of U« ist wiederum keine Offenbarung.
Music Interview | verfasst 03.05.2011
Machinedrum
Virtuose auf vielen Gebieten
Machine Drum ist längst kein Unbekannter im Metier elektronischer Beatbauer. Bereits seit 1999 veröffentlicht er Alben. Zuletzt hat seine Zusammenarbeit mit Praveen Sharma als Sepalcure für Aufregung gesorgt. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Interview | verfasst 28.11.2011
Sepalcure
»Ursprünglich ein Spaß-Ding«
In diesem Jahr hatten sie bereits beide mit ihren Soloprojekten Machine Drum und Braille von sich Reden gemacht. Nun haben sie sich wieder zusammengetan und veröffentlichen in diesen Tagen bei Hotflush ihr Debütalbum als Sepalcure.
Music Interview | verfasst 26.09.2016
Machinedrum
»Musik ist eine Form des Heilens«
Heilung bei weit über 130 bpm? Ist möglich, denkt Travis Stewart. »Human Energy« entstand in L.A., da sind Esoterik, Wurzeln und heiße Steine nicht weit. Wir sprachen mit dem Produzenten über sein neues Leben – und sein neues Album.
Music Liste
Palmbomen II
10 All Time Favs
Bilder und Musik ließen sich bei Palmbomen II nie voneinander trennen. Mit »Make A Film« liefert er nun die Musik für die Bewegtbilder, die von uns noch gedreht müssen. Welche Musik ihn in Sachen Filmmusik inspirieren, verrät er hier.
Music Kolumne
Records Revisited
A Tribe Called Quest – Low End Theory (1991)
Viel besser geht es nicht. Zu Beginn der 1990er Jahre brachten A Tribe Called Quest mit ihrem zweiten Album »The Low End Theory« den Flow auf den Punkt. Ohne aggressiv männliche Posen, dafür mit Jazz, Breaks und Vibe.
Music Kolumne
Records Revisited
Primal Scream – Screamadelica (1991)
1991 – was für ein Jahr für die Rockmusik. Die am 24.9.1991 veröffentlichten Alben von Nirvana, Soundgarden und Red Hot Chili Peppers haben Rock wieder populär gemacht. Aber »Screamadelica« von Primal Scream hat das Genre verändert.
Music Essay
Die Beat-Ära in der DDR
Feindliche Übernahme
Schallplatten des Amiga-Labels sind weit verbreitet. Neben Pressungen internationaler Stars war auch jede Menge Musik aus der DDR selbst auf Platte verewigt worden. Manches davon lohnt wiederentdeckt zu werden.
Music Interview
José González
Geschmack ist wie dein Po
2003 coverte José González den Song »Heartbeat« von The Knife und katapultierte sich gleich in die Herzen und Studierzimmer vieler Menschen. Mit seinem Album »Local Valley« strickt er weiter an seinem Mythos. Wir trafen ihn zum Interview.
Music Porträt
Loredana Berté
Irgendwie unvergleichlich
Loredana Bertè wird als »Königin des italienischen Rock« apostrophiert. Das greift nicht nur musikalisch zu kurz. Denn sie den Status quo nie repräsentiert, sondern als Außenseiterin aus Überzeugung wiederholt infrage gestellt.
Music Kolumne
Records Revisited
DJ Shadow – Endtroducing (1996)
Vor 25 Jahren erschien mit »Endtroducing« ein Hip-Hop-Album, das Björk mit Metallica und finnischer Fusion zusammendachte. DJ Shadow grub dafür im Keller. Und fand Gold. Dann schuf er ein Album, das aus der Zeit gefallen zu sein scheint.
Music Porträt
Sarah Davachi
Echo der Unendlichkeit
Intensität ist das Wort, das in den Sinn kommt. Bei ihrer Musik und bei ihren Sätzen. Ihr Sound fühlt sich an, als ob jemand mit einer Fingerspitze über die Seele streicht. Jetzt erscheint Sarah Davachi neues Album »Antiphonals«.
Music Porträt
Dais Records
Klang als Kollektion
Zwischen Experiment und Erwartung, Neuem und Altem wagt Dais Records seit Jahren den Spagat. Gibby Miller und Ryan Martin ziehen dort ihre Kreise, wo Linearität bewusste Störung erfährt – und treten so in die Fußstapfen großer Vorgänger.
Music Porträt
Leslie Winer
Der unbekannte Weltstar
Björk, Grace Jones, Boy George und Sinéad O’Connor zählen zu ihren Bewunderern. William S. Burroughs war ihr Mentor. Irgendwie hat sie auch Trip-Hop erfunden. Dennoch ist Leslie Winer heute nur Insdern bekannt. Das könnte sich jetzt ändern.
Music Porträt
DJ Koco
Guest Mix
Bei DJ Koco treffen atemberaubende Mixing-Skills auf eine Selection von ungeheurer Raffinesse. Kaum einer cuttet seine Breakbeats tighter ineinander als er. Das Verblüffendste: Der japanische DJ beschränkt sich in seinen Sets auf 7Inches.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2021
Keift und brummt sich wieder durch die Veröffentlichungen der letzten zwei Monate: Aigners Inventur, mit Bärlauch-Antipathie und Seerobben-Ehrfurcht. Dazwischen Alben von Flying Lotus, Erika De Casier, Space Afrika und Maxine Funke.
Music Kolumne
Records Revisited
John Coltrane – Africa/Brass (1961)
1961 markierte »Africa/Brass« den Anbruch eines neuen Zeitalters: Für John Coltrane war es der Beginn seiner Impulse!-Jahre, für viele afrikanische Staaten der Start in die Unabhängigkeit. Musikalisch war es sein ambitioniertestes Vorhaben.
Music Kolumne
Records Revisited
Björk – Vespertine (2001)
Mit »Vespertine« schien Björk Guðmundsdóttir das Versprechen ihres vorherigen Werks nicht einzulösen. Weil sie dieses Mal einen vollkommen anderen Ansatz wählte. Was »Vespertine« von 2001 zu einer ihrer besten Platten bis heute macht.
Music Porträt
Polo & Pan
Eklektisch in den Weltraum
Polo & Pan sind bereit abzuheben. Nachdem sie es mit ihrem kunterbunten Stilmix bis ins Hotelzimmer von Elon Musk schafften, blicken sie nun höheren Sphären entgegen. Die irdischen Fans beglückt das Duo derweil mit dem Album »Cyclorama«.
Music Liste
Durand Jones & The Indications
10 All Time Favs
Durand Jones & The Indications verbinden seit Ihrem Debüt vor fünf Jahren Vergangenheit und Zukunft des Genres. Jetzt erscheint ihr drittes Album »Private Space«. Zeit, um die Band nach den 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt haben.
Music Porträt
Conrad Schnitzler
Mitten im Durcheinander
Immer noch wird der 2011 verstorbene Conrad Schnitzler vor allem für seine Verbindung zu Kraftwerk oder Tangerine Dream wahrgenommen. Dabei steht sein beeindruckendes Werk genauso für sich allein, wie er Verbindungen herzustellen wusste.
Music Kolumne
Records Revisited
Main Source – Breaking Atoms (1991)
In mancher Hinsicht scheint »Breaking Atoms«, das Debüt von Main Source, ein Klassiker aus der zweiten Reihe geblieben zu sein. Doch die Produktion von Large Professor definierte einen Signature Sound für das Goldene Zeitalter des Hip-Hop.
Music Kolumne
Records Revisited
LFO – Frequencies (1991)
Die niederfrequenten Schwingungserzeuger LFO aus Leeds schufen mit »Frequencies« eines der ersten Techno-Alben. Ihre hohen Bleeps und tiefen Clonks haben Technogeschichte geschrieben. Bis heute kann, äh, muss man dazu tanzen.
Music Kolumne
Records Revisited
Funkadelic – Maggot Brain (1971)
Mit »Maggot Brain« begeben sich Funkadelic auf die dunkle Seite des Funk. Das triumphierende Lustprinzip wird mit dystopischer Eschatologie durchsetzt und stellt der Feier des Lebens eine beklemmende Endzeitstimmung zur Seite.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2021
Hier wird nicht lange gefackelt und sogar auf halbgare UEFA-Gags wird verzichtet. Stattdessen wird im Sinne der Schallplatte gehandelt und an die 20 Vinyl-Scheiben werden zum Drehen gebracht.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2021
50 best Vinyl Records so far
Das vergangene halbe Jahr hat gefühlt ganze fünf gedauert. Ein nie endender Winter, quälende Isolation. Und die Musik? Die lief weiter, auf unseren Plattenspielern. Diese 50 Schallplatten blieben dabei besonders im Gedächtnis.
Music Porträt
Hōzan Yamamoto
Meditation aus Improvisation
Über fünf Dekaden hinweg pushte er japanischen Jazz in spirituelle Sphären, ohne Kitsch oder Esoterik. Ansehen erntete er dafür vor allem in seiner Heimat. Bis heute gilt Hōzan Yamamotos Schaffen international als Geheimtipp.
Music Porträt
Hoshina Anniversary
Die Fusion von Techno und Jazz
Hoshina Anniversary macht Techno. Er selbst würde sich aber eher in der Nachfolge zu Jazz und traditioneller japanischer Musik verorten. Und damit ist der Tokioter nicht allein.
Music Essay
Jazz Kissa
Wo in Japan die Musik spielt
Sie bieten stilvollen Rückzug aus einer Welt, in der alle permanent hören. Und zelebrieren das Hören von Musik: Jazz Kissas sind Japans inoffizielles Kulturerbe. Der Journalist Katsumasa Kusunose dokumentiert sie nun.
Music Porträt
Hiroshi Suzuki
Der Unbekannte mit der Posaune
1976 hat der japanische Posaunist Hiroshi Suzuki ein Album aufgenommen. »Cat«, das sich weniger durch Perfektion als durch einen feinen Groove auszeichnet, ging dereinst ein wenig unter. Nun kannst du es wiederentdecken.
Music Essay
Small In Japan
Die Vinyl-Nation, die keine ist
Aufwändige Aufmachungen, audiophile Listening Bars und die meisten Plattenläden der Welt: Japan, ein Vinyl-Paradies? Jein. Das Medium spielt dort gar keine große Rolle. Unsere Kulturgeschichte der japanischen Musikindustrie.
Music Liste
Evidence
10 All Time Favs
Evidence ist Producer, Cratedigger und Rapper, und zwar einer, der in 15 Karrierejahren die Lust am Entdecken nie verloren hat. Jetzt erscheint sein Album »Unlearning Vol.1«. Wir fragten nach 10 Schallplatten, die ihn geformt haben.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 2nd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 17.7.2021 findet nun der zweite Record Store Days in diesem Jahr statt. Auch dafür sind wieder mehrere Dutzend exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus abermals zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Kolumne
Records Revisited
The Smiths – The Queen Is Dead (1986)
Das 1986 veröffentlichte »The Queen Is Dead« ist der Höhepunkt der nur fünf Jahre und vier Studioalben währenden Karriere der britischen Band The Smiths. Es klingt auch nach so langer Zeit noch erfrischend eigenwillig.
Music Kolumne
Records Revisited
Porter Ricks – Biokinetics (1996)
Als Porter Ricks im Jahr 1996 das Album »Biokinetics« veröffentlichten, handelte es sich um mehr als nur eine um Zusatzstücke erweiterte Sammlung ihrer ersten 12inches. Sondern um den utopistischen Versuch, Dub Techno weiterzudenken.
Music Porträt
BBE Records
Influencer der Influencer
Peter Adarkwah ist der Grund, warum manches Life durch J Dilla gechanged wurde, das Roy Ayers einen zweiten Frühling erlebt hat und das japanische Jazz-Alben von Pitchfork rezensiert werden. In anderen Worten: BBE Music wird 25 Jahre alt.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 12.6.2021 findet nun der erste von zwei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind wieder mehrere hundert exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Portico Quartet
Guest Mix
»Terrain« heißt das neue Album der britischen Band Portico Quartet, dass in diesen Tagen auf Gondwana Records veröffentlicht wurde. Für uns hat Jack Wyllie von Portico Quartet in einem exklusiven DJ-Mix 60 Minuten Musik zusammengestellt.
Music Porträt
SSIEGE
Suche nach dem Endlosloop
Dicht gedrängt wandeln die Produktionen von SSIEGE an den Übergängen der Jahreszeiten und verschwimmen in ultragesättigten Bildern. Mit ihnen erzählt der Italiener ohne großes Brimborium von Träumen, die sich immer weiter wiederholen.
Music Kolumne
Records Revisited
Marvin Gaye – What's Going On (1971)
Muss man dies Album überhaupt in Erinnerung rufen? Eigentlich nicht. Aber man kann es immer wieder hören. Und es ist bis heute aktuell geblieben, im Guten wie im Schlechten. Marvin Gayes »What’s Going On« wird 50 Jahre alt.
Music Porträt
Seefeel
Musik im luftleeren Raum
Seefeel sind eine Zusammenkunft der Unwahrscheinlichkeiten. Seit fast 30 Jahren spielen sie zwischen den Stilen und befreit von kontemporären Referenzen. Ihr Sound ist bis heute unbegreiflich.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.