Music Kolumne | verfasst 03.09.2014
Records Revisited
Aphex Twin's Selected Ambient Works II, 1994
Vor 20 Jahren erschien Aphex Twins »Selected Ambient Works II«. Das Album war nicht nur eine Umkehrung der gerade aktuellen Ambient Music. Es war auch ein weiterer Erfolg der kontinuierlichen Totalverweigerung eines Sturkopfes.
Text Jens Pacholsky
Records_revisited_vorlage_1024x685px_selected-ambient-works-ii

Es gibt drei Wege, in der Populärkultur erfolgreich zu sein.

1 Mache das, was deine Fans und Kritiker von dir kennen. Problem: Irgendwann ödet es dich selbst an, weil du auf jedem Konzert dieselben Schmunzetten spielen musst.

2 Halte nach den Trends Ausschau und passe dich an. Problem: Wenn das alles fein säuberlich am Reißbrett erdacht wurde, nimmt es dir entweder niemand ab oder keinen interessiert es.

3 Werde Aphex Twin – und schaffe es, mit einer Mischung aus Totalverweigerung, kurzer Aufmerksamkeitsspanne und einem Gespür für »Da geht noch was« immer ein Schritt neben allen anderen zu laufen. Problem: Es kann nur einen geben und der Platz ist besetzt.

Richard D. James wäre sicherlich auch gut auf dem ersten Weg gefahren. Seine Single »Didgeridoo« für R&S Records hatte ihn 1992 in den Olymp der Ravekultur katapultiert. Aphex Twin war bereits ein Star, bevor er richtig angefangen hatte. »Admittedly, there’s a major problem with this album, namely the lack of the sheer goofiness and insanity which Mr. James has cleverly emphasized just enough to keep IDM bores on their toes.« (Ned Raggett in The Quietus) Das war dem Langhaarzottel unter den Techno-Glatzköpfen aber herzlich egal. Er fuhr lieber Panzer statt Sportwagen und bezog eine alte Bank anstelle eines schicken Lofts. Mit seinem Debütalbum »Selected Ambient Works 85-92« auf Apollo Records nahm er den Club-DJs dann wörtlich die Platten vom Teller. Es war für damalige Verhältnisse butterweich, gewissermaßen eine Frühform von Ambient Techno oder in Ansätzen das, was heute irgendwie als Dubtechno und Minimal firmiert. Gezielter konnte er seinen Status nicht zerstören. 1994 veröffentlichte er »Selected Ambient Works II« (SAW 2) und setzte damit noch einen oben drauf. Wenn heute in Foren gefragt wird, mit welchen Schallplatten von Aphex Twin man als Einsteiger beginnen sollte, wird »Selected Ambient Works II« als letztes genannt.

Richard D. James hätte nur fünf Monate nach dem Top 40-Erfolg seiner Single »On« kein sperrigeres Nachfolge-Album veröffentlichen können. Lang gezogene Synth-Patches mit wenigen Noten und Effekten dominieren die 25 Titel. »Selected Ambient Works II« war Reduzierung und Rückzug schlechthin. »›SAW2‹ really isn’t a typical Aphex Twin release.« (Kay Vehmanen in Wakkanet) Erneut entglitt Aphex Twin den Zuordnungen und Erwartungen seiner Fans und Journalisten. Ein Schreiber des NME gab ihm 1994 in einem Anflug von gefährlichem Halbwissen den Titel »Mozart des Techno«, was die noch Subkultur-ferneren Feuilletons bis heute dankbar als Volkskanon verbreiten. Richard D. James erzählte lieber irgendetwas von in luziden Träumen konzipierter Musik und angeborener Synästhesie. Sein Garn dürfte jedem Fischer ein Leben lang gereichen.

»Selected Ambient Works II« war jedoch nicht nur eine Verweigerung an die Erwartungen an Aphex Twin als Musiker, sondern zugleich an den Stereotypen von Ambient Music. Diese war seit Anfang der 1990er Jahre mit Projekten wie The Orb und Future Sound Of London wieder populär geworden und von spacigen, meist blumigen und warmen Klängen geprägt. Es war der Sound zum Einkuscheln nach durchravten Nächten, zum Bewusstsein erweitern, zum Einwerfen der letzten Pille mit einem Gute-Nacht-Joint.

»Selected Ambient Works II« dagegen sollte lieber nicht auf Drogen gehört werden. Zwar gibt es auch einige harmonische Titel, wie das sehr häufig referenzierte »Rhubarb« oder das nur auf der Vinylversion zu hörende »Stone In Focus«»Stone In Focus«
Die Tracks auf dem Album haben eigentlich keine Titel. Diese werden durch meist unscharfe Bilder auf dem Cover und Vinyl-Label repräsentiert. Die beiden Fans Greg Eden und Alan Michael Parry hatten jedoch Ende der 1990er Jahre den unbetitelten Tracks entsprechend der zugehörigen Bilder Namen verpasst, welche seitdem in allen Datenbasen Einzug gefunden haben und als legitim betrachtet werden.
. Ein guter Teil des Doppelalbums ist jedoch eher ein Trip durch den Hades um Mitternacht. »Radiator«, »Tree«, »Grey Stripe« und das frenetische, nicht enden wollende Lachen auf »White Blur 2« sind in Sound gegossene Klaustrophobie.

Dieser Ansatz des Transzendierens von Musikkonzepten zieht sich durch Aphex Twins gesamtes Schaffen. Eigentlich hat Richard D. James stets ein wenig mit Weg 2 kokettiert (auch wenn er es nie zugeben würde). Anstelle jedoch auf der gerade aktuellen Musikwelle einfach mitzureiten, wusste er immer etwas oben drauf zu setzen. Er war eben einfach zu schnell gelangweilt. Hardcore Techno machte er noch härter und er machte ihn noch schneller. Mit »Windowlicker« und »Milkman« erschuf er die besten Popsong-Farces aller Zeiten, während Drum & Bass bei ihm zum Drill & Bass exponiert wurde. Als sich Label-Chef Steve Beckett 2001 über die sperrige Vinylverpackung des »Drukqs«-Albums mokierte, konterte RichardD. James kurzerhand: »I want it to be really fucking awkward. I am very fucking awkward.« Vor zwei Jahren ließ er Pianos durch ein Theater fliegen und dirigierte ein Orchester und Chor mit geometrischen Symbolen.

Wie eigentlich alle Veröffentlichungen von Aphex Twin, ist »Selected Ambient Works II« vor allem kompromisslos und eigenwillig. Die unfassbare Ironie dieser Verweigerung ist, dass Aphex Twin genau dadurch zum wichtigsten und gehyptesten elektronischen Musiker unserer Zeit wurde und seinem Ziel, nie arbeiten zu müssen, immer treu bleiben konnte. Nicht nur gilt »Selected Ambient Works II« heute als absoluter Klassiker der elektronischen Musik. Es hat bisher auch niemand geschafft, solch ein intensives, zeitloses und beklemmendes Ambient-Album heraus zu bringen.


Weiterlesen: Unser Autor Jens Pacholsky hat in dieser Reihe zuletzt Brian Eno’s »Ambient 1: Music For Airports besprochen.

Das Album »Selected Ambient Works II« von Aphex Twin findest du bei hhv.de: 3LP-neu und 3LP-used.
Die Musik on Aphex Twin findest du bei hhv.de.
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 07.03.2019
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Review | verfasst 19.09.2014
Aphex Twin
Syro
Aphex Twin ist zurück und zeigt uns mit »Syro« zeigt, dass jeglicher Enthusiasmus für diese Veröffentlichung absolut gerechtfertigt ist.
Music Review | verfasst 26.01.2015
Aphex Twin
Computer Controlled Acoustic Instruments Pt.2 EP
Auf »Computer Controlled Acoustic Instruments Pt.2 EP« lässt Aphex Twin nicht nur Instrumente sprechen.
Music Review | verfasst 07.07.2016
Aphex Twin
Cheetah EP
Der Aufmerksamkeit kann sich Aphex Twin stets sicher sein, wenn der einstige Überflieger der elektronischen Musik neues Material ankündigt.
Music Review | verfasst 14.09.2018
Aphex Twin
Collapse EP
Folge der Kinderstimme, und du wirst ankommen: Für einen »Collapse« macht Aphex Twin einem auf seiner neuen EP erstaunlich gute Laune.
Music Kolumne | verfasst 16.11.2016
Records Revisited
Autechre – Tri Repetae, 1995
Das dritte Album von Autechre ist ein Werk in mehreren Dimensionen. Es ist Befreiungsschlag, Meilenstein und Neudefinition eines ganzen Genres. Nicht zuletzt hat es eine ganze Generation nachfolgender elektronischer Musiker geprägt.
Music Review | verfasst 21.08.2015
AFX
Orphaned Deejay Selek 2006-2008
Richard D. James belebt sein AFX-Alias. Orphaned Deejay Selek 2006-2008« ist stringent, aber kein überzeugendes Comeback.
Music Kolumne | verfasst 26.09.2014
Vinyl-Sprechstunde
Aphex Twin's »Syro«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine aktuelle Schallplatte. Florian Aigner hofft, dass Philipp Kunze mal was schlechtes über Aphex Twin sagt, weil sich der (Kunze) bislang kaum mit dem (Aphex Twin) beschäftigt hat.
Music Review | verfasst 27.06.2014
Caustic Window
Caustic Window LP
Die »Caustic Window LP« zeigt: Richard D. James alias Aphex Twin kann auch 2014 noch für Wirbel sorgen.
Music Review | verfasst 31.08.2016
Mike & Rich
Expert Knob Twiddlers
Ein kindisches Vergnügen:1994 kamen die Knöpfchendreher Mike Paradinas und Richard D. James zusammen und nahmen »Expert Knob Twiddlers« auf.
Music Kolumne | verfasst 14.02.2017
Records Revisited
The Other People Place – Lifestyles Of The Laptop Café (2001)
Diese Tage erschien die Reissue des vielleicht zugänglichsten Albums aus dem Drexciya-Umfeld. Aber es beschrieb damals auch soziale Prozesse, die unserem Verlangen nach Identität im Wege standen. Und stehen.
Music Kolumne | verfasst 24.08.2017
Records Revisited
B12 – Electro-Soma, 1993
Ihr wenig einprägsamer Name war vermutlich einer der Gründe, warum B12 nie im gleichen Maße zum Synonym für das Label Warp wurden wie ihre Kollegen LFO, Autechre oder Aphex Twin. Dabei ist ihr Debüt bis heute stilprägend.
Music Kolumne | verfasst 30.05.2018
Records Revisited
Boards Of Canada – Music Has the Right to Children (1998)
Nostalgie als Zukunft: Boards of Canada boten mit ihrem Debütalbum »Music Has the Right to Children« eine Blaupause für zahllose Downtempo-Künstler und bauten aus Vintage-Synthesizern einen melancholisch-irritierenden Klassiker.
Music Kolumne | verfasst 03.04.2020
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Review | verfasst 01.07.2010
Autechre
Move Of Ten
Autechre kennen sich nicht nur in der akustischen Verstörung bestens aus, in diesem Jahr haben sie auch zu alter Form zurückgefunden.
Music Review | verfasst 16.10.2010
Squarepusher
Shobaleader One: d'Demonstrator
Daft Punk und Air in ein Raumschiff gestopft, im All ausgesetzt – die musikalische Essenz könnte Shobaleader One sein.
Music Review | verfasst 08.08.2011
Africa Hitech
Out In The Streets (VIP)
Nachdem ihr Album 93 Million Miles bereits für Aufregung sorgte, legen Africa Hitech nun nach.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2020
50 best Vinyl Records so far
Wahrscheinlich wird man in 40 Jahren zwei Fragen beantworten müssen: Was man 2020 selbst gegen das Leid und die Ungerechtigkeit getan und welche Platten man gehört hat. Bei der Beantwortung der zweiten Frage, können wir behilflich sein.
Music Porträt
We Jazz
Mit Betonung auf Wir
We Jazz, das steht für überraschenden Jazz aus dem Norden. Und noch mehr. Seit 2013 gibt es das Festival in Helsinki, seit 2016 das Label. Dort verlegt Matti Nives vorwiegend finnische Bands. Wir stellen euch das Label vor.
Music Porträt
Roy Ayers
Vibrationen zum Wohlfühlen
Er zählt zu den meistgesampelten Musikern der Gegenwart. Mit Songs wie »Everybody Loves The Sunshine« wurde Roy Ayers, der im September seinen 80. Geburtstag feiert, zur Legende. Auf Jazz Is Dead sind nun neue Songs von ihm erschienen.
Music Porträt
Sven Wunder
Wer bin ich?
Es kursieren gerade zwei Alben, die Liebhabern des Rare Groove Freudentränen in die Augen treiben. Das eine, »Doğu Çiçekleri«, spricht seine musikalische Sprache mit türkischen Akzent, »Wabi Sabi« mit japanischem. Doch wer ist Sven Wunder?
Music Kolumne
Records Revisited
Prefab Sprout – Steve McQueen (1985)
Eigentlich wollte Paddy McAloon Priester werden, Menschen von den Worten Gottes berichten. Stattdessen gründete er eine Band. 1985 veröffentlichten Prefab Sprout »Steve McQueen«, das wahrscheinlich schönste Popalbum der Achtziger Jahre.
Music Porträt
upsammy
Das Kleine im Großen
Die Niederländerin Thessa Torsing hat unter dem Pseudonym upsammy in den letzten Jahren die gefragtesten Dancefloors bespielt. Aber auch ihre eigenen Soundproduktionen haben über transkontinentale Wege hinaus Gehör gefunden.
Music Interview
Gary Bartz
»Wir sehen die Realität nicht mehr«
Der Grammy-prämierte Sopransaxophonist Gary Bartz stand mit Miles Davis, Art Blakey und Max Roach auf der Bühne. Jetzt hat er mit der britischen Band Maisha eine Platte aufgenommen – und Neues entdeckt.
Music Kolumne
Records Revisited
Quasimoto – The Unseen (2000)
Vor zwanzig Jahren schloss sich Madlib in den Keller von Peanut Butter Wolf ein und kam als gelbes Alien mit Schweineschnauze raus. Lord Quas war geboren und »The Unseen« hat das Character Design im Hip-Hop auf eine neue Stufe gehoben.
Music Porträt
Dekmantel
Unendliche Ferien
Seit über zehn Jahren löst Dekmantel aus Amsterdam als Label, Festival und Veranstalter die Quadratur des Kreises: Innovation und Untergrund mit Qualität zu verbinden. Ein Ende? Auch in Krisenzeiten nicht in Sicht.
Music Liste
Rafael Anton Irisarri
10 All Time Favs
Ambient? Vielleicht. Aber mit Splittern von Metal, Neo-Klassik und anderem. Rafael Anton Irisarri malt mit dickem Pinselstrich überwältigende Klanggemälde. Für uns hat der US-amerikanische Komponist seine Einflüsse offengelegt.
Music Interview
Eloquent & Knowsum
Jaylib auf LSD
Eloquent und Knowsum, das ist eine Liason, die sich angedeutet hat. »JLALSD« heißt das gemeinsame Album. Das Akronym steht für Jaylib auf LSD. Wir sprachen mit beiden über ihre Zusammenarbeit, »Champion Sound« und das Streben nach Glück.
Music Porträt
Motohiko Hamase
Gemeinsam mit der Welt allein
Motohiko Hamase beendete seine Karriere in der Jazz-Szene Japans so schnell, wie sie begonnen hat. In einem Zeitraum von knapp einem Jahrzehnt veröffentlichte er fünf Alben mit ausgesprochen wundersamer Musik. Ein Porträt.
Music Porträt
Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.