Music Interview | verfasst 06.03.2017
Mädness & Döll
Neben der Spur mit…
Wir begeben uns mit einem Künstler neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommt ein Künstler von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die (auf den ersten Blick) nichts mit seinem eigenen Schaffen zu tun hat.
Text Amadeus Thüner , Fotos Maggie Herker / © Sony Music
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»Wir waren eine Crew, bevor wir eine Crew waren«, rappen Mädness und Döll auf ihrem neuen gemeinsamen Album und haben schlicht und ergreifend Recht. Denn sie sind Brüder. Also nicht die Art Brüder, die sich auf Basketballplätzen mit Highfives begrüßen und damit die Kollegialität ihrer Freundschaft untermauen. Mädness und Döll sind leibhaftig und echt miteinander verwandt. Brüder im Geiste, Brüder im Blute. Und Brüder am Mic. Kennt der geneigte Deutschrapfan mit Interesse an treffsicheren Punchlines weitab von Ticker-Geschichten und Geldscheingewerfe den jeweils einzelnen bereits schon länger, gibt es nun die gemeinsame Breitseite in Form eines Albums namens »Ich und mein Bruder«. Zu zweit ist man bekanntlich stärker. Vorausgesetzt natürlich, man ist nicht verstritten und blickt sich an weihnachtlichen Festtafeln nur widerwillig in die Augen (siehe Oasis). Dann wäre dieses Musikschaffen, dieses gemeinsam im Studio stehen und dieses Videodrehen sicherlich kaum auszuhalten. Da kann man nur von Glück – und wohl auch guter Erziehung – sprechen, dass dem familiären Band der Gebrüder Döll aus dem hessischen Darmstadt so leicht nicht die Butter vom Brot zu nehmen ist. Und bekanntermaßen hat schon geschwisterliches Musizieren bei Bands und Crews wie den Stieber Twins, Kraftklub, den Bee Gees, New Kids On The Block oder der Kelly Family gar köstliche Früchte getragen. Bleiben dennoch ein paar Fragen offen, den wir den beiden Brüdern stellen wollten. Schließlich ist Rap ja auch immer Therapie und Familientherapie ein wichtiges Thema. Willkommen also auf der Couch und her mit den Antworten.

Wer von euch war der schlimmere Bruder?
Mädness: Man kann schon sagen, dass mein Bruder am meisten genervt hat.
Döll: Das kann ich so bestätigen, mein Bruder hat am meisten genervt.

Und wer hat am meisten bei den Eltern gepetzt?
Mädness: Wir sind keine 31er. Das gilt auch im familiären Kreis.
Döll: Das kann ich ebenfalls so bestätigen.

Welches Hobby oder welche Lebensentscheidung hat euch am jeweils anderen am meisten verwundert, erstaunt oder vielleicht sogar geärgert?
Mädness: Ich bewundere, dass Döll sich ab einem gewissen Zeitpunkt voll für die Musik entschieden hat, ohne einen Plan B in Erwägung zu ziehen. Das ist nicht nur wegen der »Weit entfernt«-EP ein richtiger Schritt gewesen. Er ist der beste MC, den ich kenne. Ansonsten spielt er ab und an Jo-Jo. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.
Döll: Mädness hat trotz all den Jahren am Mic seinen Zenit noch lange nicht erreicht. Nach einer kurzen Veröffentlichungspause konnte er sich vor knapp zwei Jahren eindrucksvoll zurückmelden und genau das beweisen. Ich bin froh zu sehen, dass er nach und nach auch endlich das zurückbekommt, was ihm schon viel zu lange zusteht.

Welche charakteristische Eigenart gefällt euch denn am jeweils anderen am besten?
Mädness: Döll weiß sehr genau, was er will. Aussagen und Entscheidungen trifft er äußerst bedacht. In Situationen, in denen ich anfange den Cholerischen zu schieben, bleibt er ruhig und besonnen. Das hat nicht nur mir sehr oft geholfen. Angenehmer Typ, mal sehen ob da in Zukunft was mit ’nem Feature geht. (lacht)
Döll: Maggo hat das Potenzial zum Stand Up Comedian. Es gibt wohl kaum einen anderen Menschen, mit dem ich dermaßen viel gelacht habe wie mit ihm. Gelacht im Sinne von kaputt gelacht, nicht im Sinne der funny Art wie Reen.

Was eint euch, neben der Musik und der familiären Konstellation, denn ansonsten noch?
Döll: Die Vorliebe für Video-Shoutouts von Jonesmann, fachkundiges Judging-Know-How in Sachen A-Capella-Battlerap sowie auf 6 mm rasierte Seiten.

Einer eurer Albumsongs hört auf den Titel »Unabhängig«. Wie unabhängig ist man eigentlich, wenn man ein gemeinsames Album macht?
Mädness: So unabhängig, wie man sich selbst die Rahmenbedingungen schafft. Grundsätzlich ist man aber ja bei einem Albumprozess von den Menschen abhängig, die das schaffen, was man aus eigener Kraft nicht stemmen kann. Man muss Dinge abgeben können. Glücklicherweise sind die Leute, mit denen wir zusammenarbeiten, sehr gut in dem was sie machen.

Döll: Liebe Grüße an alle, die trotz unserer Kontrollzwänge (noch) mit uns arbeiten!

Wenn ihr dann im Studio seid, beendet ihr dann auch mal den Satz bzw. Verse des anderen? So auf Bruder-Verständigungs-Ebene?
Mädness: Wenn wir an einen Song gehen, machen wir uns natürlich erstmal gemeinsam Gedanken. Grundlegend schreibt aber jeder für sich. Ganz pauschal lässt sich das aber nicht beantworten, da jeder Song sehr unterschiedlich in seiner Entstehung ist.
Mädness & Döll - Ich und mein BruderFind it at hhv.de: 2LP CD Döll: So ein Quatsch! So sind tatsächlich 90 % Prozent aller Songs entstanden. Man hätte das filmen sollen, es waren Momente der Magie.

Wer hat den besseren Musikgeschmack?
Mädness: Ich.
Döll: Ich.

Und wer ist der bessere Rapper?
Mädness: Ich.
Döll: Ich.

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