Music Review | verfasst 01.11.2011
Rebolledo
Super Vato
Coméme, 2011
Text Patrick Cavaleiro
Deine Bewertung:
/
Nutzer
8.0
Redaktion
Cover Rebolledo - Super Vato

Den bärtigen Mexikaner Rebolledo dürfte denjenigen ein Begriff sein, die auch Matias Aguayo mögen. Auf dessen EP I Don’t Smoke fragte dieser nämlich eben erwähnten Rebolledo auf dem Titelsong nach einer Zigarette, die er offensichtlich nicht bekommt. Nun hat Mauricio Rebolledo selbst was anzubieten. Auf Matias Aguayos Label Cómeme veröffentlicht er nämlich sein Debüt Super Vato, was so viel heißt wie »super Typ«. Was uns der vermeintliche »super Typ«, der neben seinen eigenen musikalischen Aktivitäten auch noch eine Zusammenarbeit mit Superpitcher namens Pachanga Boys unterhält, auf seinem Langspieler bietet, ist vor allen Dingen eines: tanzbar. Und das mit einem eher »old schooligen« Ansatz, was sehr viel Freude macht. Viel Freude scheint auch der studierte Industrie-Designer und ehemalige Klubbetreiber zu haben, der auf Super Vato seine Vorliebe für das Repetitive, für düstere 80er-Synthiedisko-Raritäten, und Vocal-Experimente auslebt. Das merkt man von der ersten Sekunde des Openers Canivalón an. Voller Energie drängt Super Vato mit einem stark perkussiven Touch auf den Floor, den seine Cómeme-Kollegen, wie Aguayo, Ana Helder oder Christian S im Vorfeld bearbeitet haben. Woanders gehört diese Musik auch gar nicht hin

Das Album Super Vato von Rebolledo findest du bei hhv.de: LP
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 30.05.2016
Rebolledo
Mondo Alterado
Er nimmt sich die Zeit: fünf Jahre nach seinem Debüt kehrt der Mexikaner Rebolledo mit einer Erzählung namens »Mondo Alterado« zurück.
Music Porträt | verfasst 24.05.2012
Cómeme Records
Labels We Like
Bei Cómeme geht es um Freundschaft und den transatlantischen Austausch von Musik. Das Label des in Chile geborenen und in Köln aufgewachsenen Musikers Matias Aguayo verkehrt musikalisch genau zwischen zwei Welten.
Music Review | verfasst 03.09.2012
DJ Tennis ft. Pillow Talk
The Outcast
DJ Tennis holt sich Pillow Talk mit ins Boot und schafft mit The Outcast einen dunklen, filmischen Track.
Music Review | verfasst 22.10.2012
John Tejada
The Predicting Machine
John Tejada bringt nur ein Jahr nach »Parabolas« seinen zweiten Longplayer bei Kompakt raus.
Music Review | verfasst 18.02.2013
Voigt & Voigt
Die zauberhafte Welt der anderen
Die Gebrüder Voigt hatten mit ihrer »Speicher 69« EP hohe Erwartungen kreiert, die sie mit dem Album nicht erfüllen können.
Music Review | verfasst 18.04.2013
Coma
My Orbit
Sie haben sich Zeit gelassen, doch das Ergebnis gibt ihnen Recht: Die Kölner Coma legen ihr Debütalbum vor.
Music Review | verfasst 11.07.2013
Gui Boratto
Too Late EP
Das erste Mal muss fordere ich, dass sich ein Produzent auf seinem nächsten Release an seinem größten Hit orientiert.
Music Review | verfasst 26.06.2013
Kölsch
1977
Seine Lieder sind einfühlsam, mit Liebe zum Detail gebaut und v.a. eines: Pop! Ein überraschend gelungenes und gut funktionierendes Debüt.
Music Review
Nermin Niazi
Disco Se Aagay
Grandiose Widerentdeckung: Als die Geschwister Nermin Niazi und Feisal Mosleh 1984 »Disco Se Aagay« aufnahmen, waren sie noch Kinder.
Music Review
Stereolab
Switched On Vol.4: Electrically Possessed
Das große Reissue-Projekt von Stereolab findet nun mit »Switched On Vol.4: Electrically Possessed« ein Ende.
Music Review
Mouse On Mars
AAI
Inspiriert von einem Text über künstliche Intelligenz von Louis Chude-Sokeis haben Mouse On Mars ihr neues Album »AAI« produziert.
Music Review
A Winged Victory For The Sullen
Invisible Cities
Adam Wiltzie und Dustin O’Halloran haben als A Winged Victory For The Sullen Musik für das Theaterstück »Invisible Cities« komponiert.
Music Review
Legowelt
Pancakes With Mist
»Pancakes With Mist«, das neueste Werk des niederländischen Virtuoso Legowelt, ist nun auch auf Vinyl erschienen.
Music Review
Pauline Anna Strom
Angel Tears In Sunlight
»Angel Tears In Sunlight« sollte das erste Album von Pauline Anna Strom nach 30 Jahren werden. Kurz vor Veröffentlichung ist sie verstorben.
Music Review
Tindersticks
Distractions
Lenkt die Liebe vom Leben oder das Leben von der Liebe ab: Tindersticks haben mit »Distractions« ein spannendes Album veröffentlicht.
Music Review
The George Otsuka Quintet
Loving You George
WeWantSounds macht mit »Loving You Geroge« eine Live-Aufnahme des The George Otsuka Quintets aus dem Jahr 1975 wieder verfügbar.
Music Review
Nancy Sinatra
Start Walkin' 1965-1976
»Start Walkin‘ 1965-1976« vereint die wichtigsten Songs von Nancy Sinatra und ist in diesem umfassenden Paket ein Pop-Schmankerl.
Music Review
Moggi (Piero Umiliani)
News! News! News!
»News! News! News!«, das Piero Umiliani vor 40 Jahren unter seinem Pseudonym Moggie veröffentlichte, wurde neu aufgelegt.
Music Review
Egyptian Lover
1986
Kraftwerk kann sich schleichen: Egyptian Lover lässt nicht locker und veröffentlicht mit »1986« neue Musik.
Music Review
Roots (Barney Rachabane)
Roots
»Roots«, das 1975 eingespielte Album des südafrikanischen Saxofonisten Barney Rachabane, wurde bei Frederiksberg wiederveröffentlicht.
Music Review
21 Savage & Metro Boomin
Savage Mode II
»Savage Mode II« von 21 Savage und Metro Boomin löst das Versprechen ein, dass die beiden 2016 auf ihrem Erstling heraufbeschworen haben.
Music Review
Stella Chiweshe
Ambuya!
Stella Chiweshes Musik entstand unter Widrigkeiten. Das Reissue ihres Debütalbums setzt folgerichtig ein Ausrufezeichen hinter dessen Titel.
Music Review
Omar Khorshid
With Love
Das 1978 im libanesischen Exil entstandene Album »With Love« des ägyptischen Gitarristen Omar Khorshid wurde wiederveröffentlicht.
Music Review
Al Wootton
Maenads
Mit »Maenads« kehrt der hochaktive Al Wootton auf sein Label Trule Records zurück. Die vier Tracks strömen eine ahnungsvolle Atmosphäre aus.
Music Review
Conny Frischauf
Die Drift
Lustig und nachdenklich, albern und rätselhaft: die Musik von Conny Frischauf auf »Die Drift« lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Music Review
Condry Ziqubu
Gorilla Man
Sehr sexy geballte Energie gegen Gewalt: Afrosynth veröffentlicht auf »Gorilla Man« Stücke des südafrikanischen Musikers Condry Ziqubu.
Music Review
Black Country, New Road
For the First Time
Black Country, New Road ist die Band der Stunde in Großbritannien. Ihr Debüt »For the First Time« ist soeben bei Ninja Tune erschienen.
Music Review
Orchestre Poly-Rythmo De Cotonou Dahomey
Orchestre Poly-Rythmo De Cotonou Dahomey
Tout puissant! Auf Superfly wurde das selbstbetitelte 1972er Album von Orchestre Poly-Rythmo De Cotonou Dahomey wiederveröffentlicht.
Music Review
Laurent Petitgirard
Suite Epique
»Suite Epique« des französischen Komponisten Laurent Petitgirard, erstmals 1972 erschienen, wurde jetzt bei Superfly wiederveröffentlicht.
Music Review
Various Artists
Somewhere Between: Mutant Pop, Electronic Minimalism & Shadow Sounds Of Japan 1980-1989
Japan in den 1980er Jahren, 14 unerhörte Songs. Zur neuen Compilation »Somewhere Between« auf Light In The Attic.
Music Review
Various Artists
Profondo Nero
Mit der Dekmantel-Compilation »Profondo Nero« beleuchtet der DJ Cinema Royale die dunkle Unterseite des Italo-Disco-Hypes.
Music Review
Witch
Introduction
Rockmusik aus Sambia: »Introduction«, das Debüt von Witch aus dem Jahr 1972, wurde bei Now-Again aufgehübscht und wiederveröffentlicht.
Music Review
Shame
Drunk Tank Pink
Wer hinter den Krach blickt, entdeckt eine Fülle an Details: die britischen Rocker Shame präsentieren mit »Drunk Tank Pink« ein neues Album.
Music Review
Biosphere
Angel's Flight
Gerade ist das Beethoven-Jahr vorüber, da veröffentlicht Biosphere mit »Angel’s Flight« auf dem »String Quartet No.14« basierende Musik.
Music Review
Various Artists
Berlin Atonal – More Light
2020 setzte auch das Berlin Atonal aus und kondensiert das geplante Programm nun in eine Compilation von außergewöhnlicher Geilheit.
Music Review
Hieroglyphics
Hiero Oldies Vol.1
Bis auf Kassette und digital erschienen, gibt es »Hiero Oldies Vol.1« der kalifornischen Rapcrew Hieroglyphics nun auch auf Schallplatte.
Music Review
Yu Su
Yellow River Blue
Auf ihrem Albumdebüt »Yellow River Blue« verfolgt die im kanadischen Vancouver beheimatete Musikerin Yu Su eine klare Idee.
Music Review
Tiziano Popoli
Burn the Night / Bruciare la Notte. Original Recordings, 1983-1989
Mit »Burn the Night / Bruciare la Notte« wird dem disparaten Schaffen des italienischen Eigenbrödlers Tiziano Popoli ein Denkmal gesetzt.
Music Review
Various Artists
Two Synths A Guitar (And) A Drum Machine
»Two Synths A Guitar (And) A Drum Machine« versammelt an die Achtziger angelehnten Post-Punk, der zum Tanzen einlädt.
Music Review
Emmanuelle Parrenin & Detlef Weinrich
Jours de Grève
Die Folklegende Emmanuelle Parrenin & Detlef Weinrich alias Tolouse Low Trax haben mit »Jours de Grève« ein wunderliches Album abgelegt.
Music Review
François De Roubaix
Les Secrets De La Mer Rouge O.S.T.
erstmals wird die Musik zur TV-Serie »Les Secrets De La Mer Rouge O.S.T.« von François De Roubaix auf Schallplatte veröffentlicht.
Music Review
Various Artists
Spiritual Jazz 13: NOW!
Nach einem halben Dutzend Ausgaben widmet sich »Spiritual Jazz 13: NOW!« nun den aktuellen Tendenzen des titelgebenden Genres.
Music Review
Various Artists
Cuba: Music and Revolution 1975-85
Gilles Peterson und Stuart Baker haben mit »Cuba: Music and Revolution 1975-85« die innovativen Momente der Zeit zusammengetragen.
Music Review
Conrad Schnitzler
Paracon (The Paragon Session Outtakes 1978-1979)
»Paracon (The Paragon Session Outtakes 1978-1979)« umfasst zehn unbekannte Stücke von Conrad Schnitzler aus seiner besten Phase.
Music Review
Ibrahim Khalil Shihab Quintet
Spring
Beschwingt und sonnendurchflutet: das erste Mal seit 40 Jahren wird »Spring« des südafrikanischen Ibrahim Khalil Shihab Quintets aufgelegt.
Music Review
Aminé
Limbo
Wie tief kann man gehen, ohne einzuknicken: der amerikanischer Rapper Aminé probiert’s auf seinem neuen Album »Limbo« aus.
Music Review
Badge Époque Ensemble
Future, Past & Present
Das kanadische Badge Époque Ensemble hat mit »Future, Past & Present« ein neues Albumveröffentlicht.
Music Review
Jorge Navarro
Navarro Con Polenta
Das Album »Navarro Con Polenta« des argentinischen Jazzpianisten Jorge Navarro aus dem Jahr 1977 wurde auf Altercat wiederveröffentlicht.
Music Review
Kurt Vile
Speed Sound Lonely KV (EP)
Mit »Speed Sound Lonely KV (EP)« hat Kurt Vile eine neue Platte draußen. Mit Zeitgeist hat die nichts zu tun. Was für eine Erleichterung.