Music Review | verfasst 20.06.2014
Mestre Cupijo E Seu Ritmo
Síria
Analog Africa, 2014
Text Andreas Brüning
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Redaktion
Cover Mestre Cupijo E Seu Ritmo - Síria

Samy Ben Redjeb entdeckt in Afrika und Lateinamerika immer wieder höchst spannende Musik der 1960er und 1970er Jahre für sein 2004 gegründetes Label Analog Africa. Für seine neueste Veröffentlichung wurde er jetzt in Brasilien fündig. »Siriá« ist eine Musik, die im Norden Brasiliens entstand, als Quilombolas, geflohene schwarze Sklaven, auf die Ureinwohner des Amazonas-Regenwaldes trafen. Mestre Cupijó hat die Volksmusik in den letzten Jahrzehnten mit modernen Elementen versehen und sie so zum typischen Soundtrack der Straßenfeste und Festivals im Bundesstaat Pará gemacht. Der aus einer Musikerfamilie stammende Orchesterchef spielte erst neben Carimbó und Siriá auch Walzer, Bolero, Cha Cha Cha und Standarttänze; nach einem Aufenthalt bei den Quilombolas modernisierte er auch Samba de Cacete, Bangu und andere folkloristische Musik aus Pará. Das Album versammelt Aufnahmen aus den Jahren 1975 bis 1982 mit der auch im restlichen Brasilien recht wenig bekannten Musik des 2012 gestorbenen Mestre Cupijó. Sie vermischt jamaikanisch anmutenden Ska-Offbeat und euphorische Karnevalsmusik mit traditionellen brasilianischen Gesang, Calypso, kubanischen Mambo, Bossa Nova und afrikanischen Rhythmen zu einer äußerst tanzbaren Partymusik.

Das Album »Siriá« von Mestre Cupijo E Seu Ritmo findest du bei hhv.de: LP.
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