Music Review | verfasst 01.04.2015
Biosphere/Deathprod
Stator
Touch, 2015
Text Tim Caspar Boehme
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Redaktion
Cover Biosphere/Deathprod - Stator

Zum zweiten Mal schon haben sich die Norweger Geir Jenssen alias Biosphere und Helge Sten aka Deathprod zusammengetan, um sich ein Album zu teilen. 1998 transformierte man noch die elektronische Musik des Landsmanns Arne Nordheim, jetzt wurde als verbindendes Element der »Stator« gewählt. Es geht also um eine Art selbstverordneten Bewegungsmangel. Und so ist auch die Rollenverteilung nahezu gleich geblieben. Deathprod übernimmt die rauschend-brummigen Drone-Parts, Biosphere bedient die rhythmisch pluckerigeren Ambient-Anteile. Zwischen diesen beiden Ansätzen schaltet ihre gemeinsame Bemühung hin und her. Mit einer Ausnahme: Deathprod hat eine Nummer mehr beigesteuert und so verhindert, dass konsequent vom einen zum anderen gewechselt wird. Doch auch diese kleine systematische Freiheit, ändert kaum etwas daran, dass die »Stator« ein bisschen in zwei Hälften zerfällt, ohne dass ein nennenswerter Dialog entstünde. Es ist eher so, dass beide – mit Unterbrechungen – einfach vor sich hin monologisieren. Im Detail klingt das nicht unattraktiv, besonders Biospheres »Space Is Fizzy« entwickelt eine diskrete Sogwirkung. Am Ende fragt man sich allerdings, warum dazu ausgerechnet diese Form gewählt wurde. Zwei eigene EPs wären womöglich stimmiger gewesen.

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