Oral History – Strut klärt auf: »This Ain’t Chicago«

18.09.2012
Kurz nach Veröffentlichung der gelungenen Werkschau »This Ain’t Chicago«, die sich mit der Geschichte früher britischer »House Music« auseinandersetzt, legt das verlegende Label Strut eine sehenswerte Kurzdokumentation hinterher.
Zwar haben im Laufe der vergangenen 20 Jahre viele Schriftsteller und Regisseure bei der Aufarbeitung britischer (Acid-) House-Geschichte (vor allem derer ihrer britischen Protagonisten) äußerst wertvolle Beiträge geliefert, meistens allerdings lief die sinnvolle Recherche zum Schluss ins Leere, weil sie die immer häufig genannten Hits von A Guy Called Gerald oder Bomb The Bass stellvertretend für ein ganzes Genre in den Fokus rückte. Mit Richard Sens mit Liebe zum Detail kompilierten Werkschau »This Ain’t Chicago: The Underground Sound Of UK House & Acid 1987 – 1991«, die vergangenen Monat auf dem !K7-Ableger Strut Records erschien, wurde dieser Umstand endgültig beseitigt, weil er den vielen einstigen unbekannten und vergessenen Untergrundkünstlern wie Window Smashers, Julian Jonah oder Playtime Toons ein Forum eröffnete. Gut einen weiteren Monat nach der Veröffentlichung legt Strut noch einmal nach und veröffentlicht mit »This Ain’t Chicago: UK House According To The Artists Who Lived It« eine Kurzdokumentation, die einige der damals Aktiven sowie vor allem Richard Sen selbst vor die Kamera holt. Diese liefert weitere Details der, so stellen wir fest, wohl gar nicht so profund recherchierten UK-House-Geschichte. Gerade deshalb können wir nur abschließend formulieren: Äußerst sehenswert!