Review

Aloe Blacc

Good Things

Stones Throw • 2010

Mit seinem zweiten Album besinnt sich Aloe Blacc auf die Wurzeln schwarzer Protestmusik im Pop. Dabei hüllt er soziopolitisch (leider immer noch) relevante Themen wie Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Ungerechtigkeit in das musikalische Gewand des politisierten Soul der 1970er Jahre: als Marvin Gaye »What’s giong on?« fragte und Gil Scott-Heron über medialisierte Revolution sprach. Auf »Good Things« heißt das dann »Life So Hard« oder »I Need A Dollar«, was als Titelstück der Serie »How To Make It In America« dem Albums bereits den ersten Hit bescherte. Weitere könnten mit dem funky-perlenden »Miss Fortune« oder dem reggae-infizierten »Loving You Is Killing Me« folgen. Die Rechnung »mehr Melodien + kritische Inhalte = mehr Aufmerksamkeit« scheint sowohl für den Künstler als auch für seine Anliegen aufzugehen. Denn obwohl die Musik wie aus den guten alten Zeiten klingt, sind die besungenen Themen (nochmal: leider) aktueller denn je. Der Produzenten von Truth & Soul sorgten für einen möglichst authentischen Sound, der auch durch das stylishe Erscheinungsbild von Herrn Blacc ergänzt wird, nachzuprüfen in dem Video zum Velvet Underground-Cover »Femme Fatale«. Die Stilberatung hat sich gelohnt.

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Aloe Blacc
Good Things
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