Die Musik von Fatoumata Diawara ist unüberhörbar in Westafrika verwurzelt, wo sie auf die Welt kam und aufwuchs. Zugleich öffnet sie sich westlichem Pop deutlich mehr als beispielsweise ihre Mentorin Oumou Sangaré.
Schon lange arbeitet Diawara mit Künstlern und Künstlerinnen wie Damon Albarn, Dee Dee Bridgewater oder dem britischen House-Duo Disclosure zusammen. Die in Frankreich lebende Musikerin ist mit ihren kathartischen Auftritten längst auf den Bühnen der Welt daheim. Auf Massa arbeitet sie mit Matthieu Chedid weiter an der Vermählung von globalem Pop mit Wassoulou-Vibes. Mal in zärtlichem Bestehen auf Zuversicht, wie in »Fala«, mal mit frohgemutem, wenn auch nicht ganz zeitgemäßem Funk, wie in dem Opener »Djanne«, der davon handelt, wie es ist, die Heimat zu verlassen und dabei das Vertraute mitzunehmen. Massa wird zugleich getragen von dieser Idee, die Fatoumata Diawara zur Grundprämisse ihrer Kunst gemacht hat. Als ihr persönlichstes Album annonciert, funktioniert das vielleicht aus guten Gründen gerade in den fragilen Momenten besonders gut, während Stücke wie »Djanne« vermutlich auf der Bühne erst richtig Freude machen.

Massa