Review

Homeboy Sandman

The Good Sun

High Water Music • 2010

Bereits auf dem letztjährigen DJ Spinna-Album »Sonic Smash« verstand es Homeboy Sandman, sich mit seinem eigenwilligen wie dopen Raprhythmus in den Fokus zu rappen. Ebenfalls wie das Produceralbum erscheint nun gut zwölf Monate später das Debüt des talentierten MCs aus Queens über das New Yorker Label High Water Music. Auf dem 14 Songs starken Werk geht es musikalisch erfreulicherweise deutlich undogmatischer zu, als zum Beispiel bei den Labelnachbarn von Duck Down Die dezenten Instrumentals, in Szene gesetzt von zum Großteil unbekannten Studioknechten, bieten die passgenaue Unterlage für Sandmans eindrucksvolle Skill-Showcases in puncto Flow und Rhymepatterns, denn die wechselt er nach Belieben. Dass diese Hip Hop-Attitüde für Auftritte bei »106 & Park« wenig dienlich sind, veranschaulichen Tracks wie »Not Pop« oder »Yeah But I Can Rhyme Though«, wohingegen der ehemalige Grundschullehrer auf »The Carpenter« oder »Strange Planet« auch mit Sozialkritik nicht spart. Die drei letzten Songs gehören dann ohne Übertreibung zu den emotionalsten und eindringlichsten Stücken Rapmusik in diesem Jahr und sollten auch den letzten Zweifler von der Klasse dieses Tonträgers überzeugen.