Review

Kakkmaddafakka

Hest

Bubbles • 2011

Die Erwartungen, die Kakkmaddafakka assoziativ hervorrufen sind symptomatisch. Die Stereotypen-Warnsysteme lasern neon-leuchtend auf: Trash! Auf einer anderen Seite flüstert Erlend Øye, von den sonnigen The Whitest Boy Alive, der auch durch die leisen Revolutionen von den Kings of Convenience bekannt ist, ein vorsichtiges »Quality« in den Bandnamen ein. An der ungewöhnlichen Schnittstelle zwischen hoher Qualität und extremen Trash treffen sich schließlich die unbändigen und jungen Live-Performer von Kakkmaddafakka mit ihrem Produzenten und Unterstützer Øye. Das Ergebnis in neun Songs bewahrt jedoch vor einer zu schnellen Vorverurteilung. Nicht nur Restless oder das erfrischende Your Girl, sowie Self-Esteem (Wenga) oder Is She überzeugen musikalisch. Mit erstem Verständnis für die musikalischen Exzesse lockern sich auch zunehmend im Laufe der fortschreitenden linguistischen Gradwanderungen, die intellektuellen Fähigkeiten des Zuhörers. Angekommen in einem grenzdebilen Status zwischen sommerlichen Pop und Sonnebrillen-Trash mit glitzernden Unterhemden, erfährt man norwegische Surfer-Musik. Mit dabei unter anderem der ungeschminkte Kakkmadda-Rock-Chor. Dabei erfüllt Hest seine Bedeutung. Die Einführung und Übersetzung aus der eigenen »Ballabang«-Sprache zeigt, dass die eindeutig zu verstehende und qualitativ hochwertig erfüllte Agenda »Party« hemmungslos und zur Zufriedenheit erfüllt wird.