Review

Klein

Star In The Hood

Parkwuud Entertainment • 2023

Ich könnt euch hier erzählen, dass ich diese Platte schon seit dem Digital-Release 2022 kenne und feiere und was weiß ich. Oder ich bin ehrlich – und gebe offenherzig zu, dass ich von Klein und »Star in the Hood« und dem angeblichen Hype nix mitbekommen habe. Tja, die Wahrheit tut weh, aber simma sich ehrlich: Wer nicht regelmäßig 3.422 Seiten an krümeligen Wire-Reviews überblättert, labert hier auch nur wichtiger rum als ohnehin. Deshalb: unverstellter Blick auf den Bums und rein in die Klein. Die kommt nämlich aus London und hat schon mal auf Hyperdub veröffentlicht. Dort war der sperrige Klaustrophobenkrach aber eher nicht so gut aufgehoben. Mica Levi fand es trotzdem super. Arca anscheinend auch. Also hat Klein weitergemacht: eigenes Label Parkwuud Enterntainment (weil: yay Bey!) gegründet und viele sogenannte Referenzen zu sogenanntem Pop gezogen. Na ja, so ist das mit Neuer Musik, die ja neu ist und auch auf Insta funktionieren soll. »Star in The Hood« ist also nicht schlechter als der ganze, einigermaßen gut geförderte Collagen-Kanon, der sich seit Pierre Schaeffer und dem unhörbaren Zwölftonspektakel als Echtzeitmusikantenstadl wiederholt. Aber auch nicht besser. Von daher: Nix verpasst. Aber beim neuen, alten Hype auf jeden Fall dabei!