Seit Ende der 1970er-Jahre arbeitet Loren Connors an den verschiedensten Unmöglichkeiten, die Gitarre aus den üblichen musikalischen Kontexten und der Rock-Klischee-Hölle herauszulösen. Mit seinem Instrument schießt er Elemente aus Blues und Folk so weit in den Himmel, dass sie leicht deformiert als avantgardistische Abstraktionen wieder auf die Erde fallen. Somewhere In The Wind ist Connors’ dritte Zusammenarbeit mit David Grubbs, der in den Neunzigern gemeinsam mit Jim O’Rourke bei Gastr del Sol dem Post-Rock die Avantgarde-Töne beigebracht hat.
Die beiden je eine LP-Seite langen Tracks wurden an zwei Abenden in Brooklyn live aufgenommen. Auf dem Titeltrack tasten sich Connors und Grubbs vorsichtig aneinander heran. Mit zunehmender Dauer weicht die Zurückhaltung einer Vertrautheit, die zur echten musikalischen Kommunikation wird, wobei der Nachhall der elektrischen Gitarren und die Ambience des Raums zu weiteren Klangfarben werden. Auf »A Spring Was Pressed« unterlegt Grubbs Connors‘ minimalistisches Spiel mit an Noise erinnernden, hauntolgischen Soundflächen, bis alles im sanften Wimmern des Blues zu Ende geht.

Somewhere In The Wind