Review

My Panda Shall Fly & Maul’lin

Push

Project: Mooncircle • 2014

Schwere Schritte als schleppender Beat, ein rasender Klavierwirbel-Loop, wabernde gläserne Marimba-Klänge, ein funky klingender, anfangs völlig deplatziert wirkender Bass und klagende Sirenen-artige Töne. Langsam fängt das Gemenge aber an zu rollen und grooven und mäandert träge aus den Boxen. »Sea Beast« heisst der Track, welcher »Push«, die gemeinsame EP von My Panda Shall Fly und Mau’lin einleitet. Ähnlich abstrakt und formlos geht es weiter. »Red« schiebt ebenfalls funky, arbeitet sogar mit »richtigen« Instrumentensounds wie Snare, Kick und Orgel, die Stimmung ist aber kein Stück tanzwütig, sondern vielmehr gedrückt und verhalten. »Gingerbread House« humpelt auf einem repetitiven Tiefbass mit schabenden Beats, geheimnisvollen Unterwasser-Synthies und einem kleinen Vintage-Game-Loop. »I« arbeitet zwar auch mit abstrakt-ungewöhnlichen Sounds, setzt diesen aber einen geraden House-Beat mit scharfer Hi-Hat und treibendem Bass entgegen, sodass der Track wohl auf jeder Tanzfläche funktionieren dürfte. »15 Keys« beginnt mit dem schon bekannten Glas-Marimbaphon, diesmal allerdings in betont schlecht geschnittener unrhythmischer Loop-Form. Dazu gesellt sich wie zufällig eine Synthesizer-Preset-Melodie. Mehr eine interessant entspannt traumhafte Atmosphäre oder Skizze als ein Track. Dementsprechend verwendet das Dubliner Duo Lakker in ihrem Remix die Klänge auch mehr im Hintergrund und macht daraus einen lässigen, durchaus swingenden Dance-Tune aus bassiger Kick und unterstützenden Percussion-Elementen.