Review

Peven Everett

Stuck

Groovin Records • 2017

Schon einer der geschmackvollsten Crate-Digger in der an Style und Knowledge nicht armen House-Szene vertraute dieser Nummer alles an. Wir reden natürlich über Danilo Plessow aka Motor City Drum Ensemble der, als !K7 damals anfragte, für seinen Beitrag zur »DJ-Kicks-Serie »Stuck« die schwierige Transition vom Listening- zum Club-Mix anvertraute. »Auf das richtige Pferd« gesetzt, kann man da nur sagen. Denn auch heute zieht einen dieser soulige House beziehungsweise housige Soul voll in den Bann. Aus diesem Grund hat sich Groovin Records dazu entschlossen elf Jahre nach der ersten Veröffentlichung einen Reissue anzustoßen. Peven Everetts Stimme, die an Gospel, R’n’B und eben (Neo-)Soul geschult ist und ihm schon höhere Weihen hat zukommen lassen, trägt diese groovy Nummer. Während der Track von einem klassischen housigen Grundgerüst aus Snare, Hi-Hat und Kick getragen wird, gibt sich Everett voll dem Rhythmus hin. Auf die Rhythmik ausgelegt, setzt er gesanglich unfassbar viele Akzente: »You/got/me/in your/po-/wer« und so weiter. Im Hintergrund grunzt eine Bass-Hook und oben spielen verschiedene Synths und Orgel. So wirr das gerade klingt, ist die Aufgeräumtheit das größte Plus dieser Nummer. Und da die originalen 8:43 Minuten ja manchmal nicht reichen wollen, gibt es hier gleich die drei Minuten längere Version, die in ihren Pausensetzungen nochmal mehr Raum lässt für den sommerlichen Jam open-air und den verschwitzten Keller-Dance.

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Peven Everett
Stuck
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