Review

Purple Image

Purple Image LP

Tidal Waves • 2019

1968 spielten die meisten afroamerikanischen Bands aus Cleveland, Ohio R&B und Soul. Purple Image um den Keyboarder und Sänger Warren Adams bildete da eine Ausnahme. Die achtköpfige Formation beschäftigte sich lieber mit einer Mischung aus Psychedelic Rock, Blues und Funk. Purple Images’ Tracks basieren auf zwei Gitarren, kraftvoll verzerrtem aber verspieltem Bass und mehrstimmigen Vokal-Arrangements um die Stimme von Diane Dunlop, des einzigen weiblichen Mitglieds der Band. 1970 nahm die Formation mit dem selbst-betitelten Album »Purple Image« ihr erstes und einziges Album auf. Die Effekt-geladene Musik klingt mal locker swingend und dann äußerst heavy wie die ihrer Zeitgenossen von The Stooges oder Death erinnert in machen Momenten sogar an »Machine Gun« von Jimi Hendrix’ »Band Of Gypsys. Im Gegensatz zu all jenen überraschen »Purple Image« zusätzlich mit Auftritten des Gastsaxophonisten Edward Snodgrass und einigen recht freien Jazz-Improvisationen. Highlight des Albums ist sicherlich das über fünfzehn Minuten lange »Marching To A Different Drummer«. Der Anfang des Tracks hätte so auch von Sly & The Family Stone stammen können, morpht aber langsam zu einem psychedelischen Acid-Rock-Gitarreninferno, um schließlich über einen freejazzigen Saxophon-Ausbruch nahtlos zu einem versöhnlichen Blues-Mundharmonika-Abschluss zu gelangen.

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Purple Image
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